Haustiere

Pferdekalender


Pferd hängt sich auf!

» User #6342 schrieb:

Ich hoffe es kann mir jemand helfen, denn ich und meine Rbt sind ratlos...
Mein Pferd hängt sich am Anbindeplatz auf.
Ich habe den Dicken als 4jährigen gekauft, mit 6 verkauft und mit 9 zurückgekauft. Er war vorher ein braver Kerl, der alles hat mit sich machen lassen. Als ich ihn wieder zurück bekommen habe, war er sehr schreckhaft, Kopfscheu und wollte sich nicht so wirklich überall anfassen lassen. Das haben wir weitestgehend in den Griff bekommen. Vor etwa 3 Jahren fing er an sich aufzuhängen. Erst hat er im alten Stall eine Eisenstange aus der Verankerung gerissen, dann diverse Halfter und Stricke gefetzt. Vor 3 Wochen dann der Schock! Er hat sich bei meiner Rbt am Anbindeplatz aufgehängt. Er riss die Holzbalken aus dem Boden und rannte mit ihnen durch die Gegend. Er rammte sich etwas ins Bein und war bis gestern ausser gefecht. Zum Glück ist nichts kaputt(am Bein) und er darf wieder bewegt werden. Jetzt habe ich aber Panik das das wieder passiert. Jedesmal wenn er angebunden ist, versucht er sich los zureißen. Gelingt es nicht, rennt er Panikartig rückwärts und macht alles nieder, was ihm in den Weg kommt. Jetzt habe ich ein Sicherheitszwischenstück gekauft, was bei Druck bzw Zug aufgehen soll. Ich werds nachher mal ausprobieren. Aber ich glaube mittlerweile nicht mehr das er Panik hat bzw aus Angst losrennt. Ich habe beobachtet, das wenn er nicht wegkommt er anfängt zu zerren.
Was kann ich dagegen machen? Habt ihr einen Tip für mich. Er konnte ja vorher auch stehen bleiben und es ist ihm noch nie was passiert. Zumindest bei mir nicht...

Lg


» User #1482 schrieb:

hallo,
du weisst nicht was ihm in der zwischenzeit wiederfahren ist .. um das auszumerzen brauchst du den genauen hergang .. ich würde an deiner stelle das rad neu erfinden ..entweder trainieren unangebunden zu stehen ..den putzplatz gar nicxht mehr aufzusuchen und stattdessen in einer box etc zu striegeln und satteln .. oder versuchen den strick nicht festzumachen sondern nur lose ran zu legen ..

lg petra


» User #11837 schrieb:

Was Petra schrieb, war mir auch spontan eingefallen: Trainiere mit ihm das geputzt werden ohne angebunden zu sein ... wir haben im Stall auch so einen Kandidaten und den hat die Besitzerin so wunderbar trainiert, dass sie auch in die Sattelkammer gehen und das Sattelzeug holen kann und das Pferdchen rührt sich nicht.


» User #5889 schrieb:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es helfen kann, wenn man das Pferd nicht anbindet, sonder den Srick nur lose durch den Anbindering legt. Springt das Pferd zurück und schmeisst sich zurück, dann hat es keinen Widerstand. Da sind die meisten Pferde so überrascht, dass sie es nicht wieder versuchen.

Ansonsten kannst Du auch Sollbruchstellen einbauen, z.B. kleine Klett-Bänder, die dann aufgehen.


» User #6342 schrieb:

Danke für eure Tipps.
Ja das ist richtig, ich weiß nicht was die mit ihm gemacht haben und ich bin mir auch nicht sicher ob ich das wissen will... Die Leute sind ein Thema für sich.
Ich habe jetzt so ein Zwischenstück und es klappt ganz gut. Er kommt nicht ans Gras durch nen kleinen Zug aber wenn er ordentlich zieht geht es auf. Das ist echt prima.
Mit dem stehen bleiben ohne anbinden ist das so ne Sache. Das habe ich in den letzten Jahren viel mit ihm trainiert aber sobald was interessantes kommt, zb Gras! ist er weg...
Ich habe jetzt beim letzten mal anbinden, neben ihm gestanden während meine Rbt ihn geputzt hat. Einmal wollte er rückwärts rennen, da hab ich ihn angemeckert und siehe da, seitdem hat er es nicht einmal mehr probiert. Ob das ne Lösung auf Dauer ist weiß ich nicht, aber in dem Moment hat es geholfen.
Mal kucken wie es weitergeht...

Danke für eure Hilfe
Lg


» User #4693 schrieb:

Ich hab da letztens einen kleinen Artikel in einer bei uns im Stall rumliegenden Cavallo zu gefunden.
Da hat die Leserin mit gleichem Problem sich für ihr Pferd eine spezielle Anbindevorrichtung einfallen lassen.
Da ging der Strick bzw. die Kette durch den Anbindering und am Ende war ein Holzklotz befestigt, der, wenn das Pferd ruhig stand, auf der Erde lag.
Wenn das Pferd nun anzieht, hat es erstmal keinen Widerstand, abgesehen vom Gewicht des Holzklotzes.
Bis der Klotz soweit hochgezogen ist, dass er oben an Ring ankommt, stand ihr Pferd bereits wieder ruhig da.
Der Holzklotz war rund, schätzungsweise 15 cm Durchmesser, wie ein Stück Brennholz, welches man noch nicht kleingehackt hat. Ich nehme mal an, oben, auf der flachen Seite hatte sie eine stabile Schraube mit Öse eingeschraubt, in den sie den Anbindestrick einknoten oder eventuell mit Karabiner einhaken konnte.
War´n Foto zu, konnte man aber nicht so ganz gut erkennen.

Schwerwiegendes Problem, Pferde, die sich nicht anbinden lassen. Sie gar nicht mehr anzubinden, halte ich für keine gute Lösung. Es wird immer mal Situationen geben, wo man um´s Anbinden nicht drum rum kommt. Daher würde ich sagen, man sollte dringend nach einer Lösunf suchen.

Was hältst du z.B. von der Idee, dem Pferd ein "Abbruchkommando" beizubringen?
Dann könntest du, wenn er anfängt zu zerren, das unterbinden.
So habe ich es bei meinem gemacht, der hat sich früher gern mal losgerissen (beim führen).
Wenn er es jetzt versuchen würde, würde er auf ein lautes "NEIN" sofort stehenbleiben. Das funktioniert. Immer. Vorausgesetzt, ich komme noch dazu, "NEIN" zu brüllen. icon_mrgreen.gif Ich hatte vor 2 Jahren mal den Fall, dass er mir beim losreißen mit seinem Vorderbein gegen mein Schienbein getreten hat, da hat es mir für 2 Sekunden die Sprache verschlagen vor Schmerz. 2 Sekunden zu lange...mein Pferd war weg.
Das war aber die einzige Ausnahme in all den Jahren, seit ich diese Problem in den Griff bekommen habe.


» User #12321 schrieb:

hi,
möglicherweise würde es auch helfen, wenn dein Pferd die Erfahrung macht, dass es nicht loskommt, wenn es zerrt. Allerdings brauchst du für so etwas eine stabile Anbindegelegenheit (keinen Pfosten zum Herausziehen ^.^) mit rutschfestem Boden, und zum Beispiel mit mehreren Stricken oder auch solchen Gummiknochen anbinden, die zwar nachgeben, aber zumindest nich sofort kaputtgehen. Wenn du mehrere Stricke/Gummiknochen nimmst, halten sie auch mehr Druck aus.
Bei der "Methode" besteht eine etwas größere Verletzungsgefahr, da musst du dir halt überlegen, ob dir das Risiko wert ist. Ist halt eher etwas für Pferde, die weniger aus Panik und mehr aus Trotz zerren, aber recht wirkungsvoll.
Du könntest auch deinem Pferd, wenn es angebunden ist, jedes Mal Kraftfutter o.Ä. geben, damit es Angebundensein mit etwas POsitivem verbindet. Wir kombinieren bei unseren Fohlen immer diese beiden Methoden...
lg ice


» User #4693 schrieb:

Mit solchem Gummizeugs wär ich vorsichtig.
Wenn das doch reißt oder sich irgendein Ring aufbiegt o.ä., fliegt irgendwas geschoßartig durch die Luft...Pferd...Gummianbinder...jedenfalls gefährlich.


» User #12321 schrieb:

Bisher hatten wir damit noch keine Probleme... wenn man ihn mit mehreren Gummidingern anbindet, reißen sie ja auch nicht so schnell. Ein Strick ist auch nicht ungefährlicher, wenn der Panikhaken bricht...


» User #5889 schrieb:

Das mi dem Gummi kan zwar hilfreich sein, da das Pferd lernt, dass es nicht wegkommt.

Dennoch wäre mir das zu gefährlich. Zum Einen, weil eben wenn was reißt das zu fliegenden Geschossen führt, und zum Anderen weil das zu schwerwiegenden Blockaden beim Pferd führen kann, bis hin zum Genickbruch - und dann hat sich das mit dem Anbinden erledigt...


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