Haustiere

Pferdekalender


14jährige Stute bockt, steigt, zickt regelmäßig seit Januar

» User #19826 schrieb:

Hallo icon_smile.gif

Als kleine Einführung: Ich bin 17 Jahre, reite seit über 7 Jahren regelmäßig und habe vor 2 Jahren das Kleine Deutsche Reitabzeichen erworben.

Ich muss glaube ich etwas weiter ausholen, um die Situation gut erläutern zu können: Seit September letzten Jahres reite ich eine 14jährige Deutsche Reitpferd Stute (hat einen Stockmaß von 1,55). Mit ihrer Besitzerin (16) ist sie für 2 Jahre Cross Country Turniere gegangen und zwar sehr unverantwortlich. Mittlerweile hat sie das Inteersse komplett verloren und ihr Pferd stand nur noch rum. Ich habe es aus Erzählungen und auch sofort gemerkt, als ich sie selber das erste Mal geritten habe: Die Stute ist es nicht wirklich gewöhnt, im normalen Tempo zu gehen und entzieht sich immer wieder dem Zügel, nimmt den Kopf hoch und ist angespannt.Im Gelände ist sie immer sofort losgerast und mangels Interesse oder Können hat ihre Besitzerin sie das auch machen lassen. Besonders vor und nach Sprüngen fällt es auf. Sie rast dann erst richtig los und über dem Sprung scheint sie schon darauf zu warten, dass man den Zügel oder die Kontrolle verliert und sie wird noch schneller. Ich habe dann angefangen, viel Bodenarbeit, Übergänge, Zirkel zu machen, um ihre volle Aufmerksamkeit zu bekommen und bin nach ersten Fortschritten 8allerdings ist ihr Kopf-Hals immer noch die größte Problemstelle, keine Stellung/Anlehnung) auch zu kleinen Sprüngen übergegangen.Wir haben viel geübt und mit der Zeit wurde sie vor allem vor dem Sprung wesentlich ruhiger. In der Zeit war ich eigentlich sehr zufrieden mt unserem Fortschritt. Es war schon immer normal, dass sie ab und zu etwas gebockt hat, das scheint einfach ihr Charakter zu sein, und ich reite solche Pferde eigtl auch sehr gerne. Auch beim Putzen/Satteln muss man ihr erst zeigen, wo der Haken hängt, dmit sie nicht von eienr Seite auf die andere geht und man nur mit um sie herumlaufen beschäftigt ist. Im Dezember konnte ich aufgrund sehr schlechter Bodenverhältnisse (und es ist leider keine Halle vorhanden) weniger reiten, allerdings ist sie (und das andere Pferd der Familie) im Januar umgezogen. Sie hat das viel besser mitgemacht, als alle erwartet haben udn scheint sich rundum wohl zu fühlen. Aufgrund der wesentlich besseren beschaffenheit des Platzes habe ich mich auch gefreut, wieder mehr mit ihr machen zu können. Als sie zu Anfang wesentlich mehr gebockt hat, dachte ich noch, das läge einfach an der mangelnden Bewegung. Aber es hat sich immer mehr gesteigert, obwohl ich sie zwischendurch auch noch longiert habe. Sie fing an, jedes mal zu buckeln, wenn ich nur antraben wollte und vernünftiges Arbeiten war nicht möglich. Ihr Kopf ist immer oben, obwohl ich wenn sie gerade besonders zickte, ihr extra den Zügel gegeben habe, um ihr zu zeigen, ich mache da wirklich gar nichts. Wenn sie ebsonders schlechte Laune hatte, hat sich sich auch 2-3 dazuhingelassen, zu steigen und zwar wirklich hoch. Auch wenn ich nicht runterfalle, ist mir hierbei wirklich immer Suspekt, dass sie irgendwann ihr Gleichgewicht zu weit nach hinten verlagert und umfällt. Ich habe die Besitzerin (oder ihre Mutter ^^) gebeten, den Sattel und auch die Stute durchchecken zu lassen. Letzteres hat sie gemacht, zu dem Zeitpunkt war alles in Ordnung, gesundheitlich keine Pobleme. Ende Februar hatte sie dann auf einmal einen wunden Rücken und ich ahbe sie für einige Zeit nicht geritten (auch nicht longiert, da leider nur mit Trense ihre Kopfhaltung (die sich auch beim Longieren nicht ändert) ihre Rückenprobleme auch nicht fordert), bis eine Tierärztin vorbeikam. Die hat bestätigt, dass die Stute sich einige Wirbel im Rücken verrenkt hat und durch eine "Massage" wurde das ganze wieder eingerenkt. Nach ein paar Ruhetagen (aus denen leider ein paar mehr wurden, weil ich zu dem Zeitpunkt nicht da war udn die 16jährige sie nur einmal longiert hat) wollte ich dann freudig wieder aufsitzen und habe gehofft, dass die Probleme jetzt zumindest was das viele und andauernde Bocken angeht behoben sind. Aber Pustekuchen, ich bin noch nciht mal zum Aufsitzen gekommen. Sie hat sich allein auf der Stallgasse so aufgeführt, ausgetreten, den Kopf geworfen, ist um den Strick rumgelaufen udn das für bestimmt 20 min, dass die Stallbesitzerin und ich es für klüger hielten, nicht zu reiten.
Ich weiß im Moment nicht mehr weiter. Leider geht es mir auch zunehmend so, dass ich schon mit dem Gefühl "sie bockt gleich" aufsteige. Ich habe keine Angst, herunterzufallen, aber etwas komisch ist es schon. Und wenn ich mich dann evtl verkrampfe, hilft ihr das auch nicht.
Liebe Grüße und vorab ein dickes Dankeschön, ich würde mich wirklich über Ratschläge freuen,
Ffarina


» User #1580 schrieb:

Hi,

Ich hab grad nicht so viel zeit aber kurz mein erster Eindruck:

Du denkst, gleich bockt sie und ich nehme stark an dass sie ähnliche Gedanken hat!
Nämlich "Oh nein, gleich steig jemand auf meinen Rücken und es tut wieder weh."
Nachdem ein Pferd eingerenkt wurde, muss man erstmal geziehlt an der Longs Muskeln wieder aufbauen und lockern. Und Gymnastik vom Boden aus machen bevor man wieder aufsitzen kann. Ruhezeit reicht da meistens nicht.
Und die Stute kann nach der ganzen Zeit mit Schmerzen auch ihre Rückenmuskulatur so verändert haben, dass der Sattel nicht mehr passt! Das müsst ihr auch in betracht ziehen.
Wurde ihr Maul gecheckt? Zunge, Zähne, etc? Wurde nur im Rücken nach Verspannungen gesucht oder auch am Hals?
Wurde nach Kissing Spines geschaut? Pferde die lange in so einer ungesunden haltung geritten werden sind Kandidaten für Kissing Spines. Das würde im schlimmsten Fall bedeuten, dass das Pferd unreitbar ist.

Widersätzlichkeiten ist oft nicht "Zickigkeit" sondern in den aller aller meisten Fällen Schmerzen!

Erstmal LG
Sabine