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Pferdekalender


Unterschied "Grasen" und Spazierengehen

» User #19765 schrieb:

Hallo zusammen!

Ich gehe viel mit meiner RB spazieren (was auch sehr gut klappt) und weil auf unseren Weiden leider kaum was wächst, gehe ich auch mit ihr grasen.

Ich will aber nicht, dass sie jetzt anfängt, ständig zu jedem grünen Fleck zu ziehen, wenn wir unterwegs sind. Sie soll es klar unterscheiden können:

-spazieren gehen: ich bestimme Richtung und Tempo!

-grasen gehen: sie darf fressen und sich selbst die schönsten Halme suchen (dabei ist sie sehr ruhig und zieht mich nicht in der Weltgeschichte rum)


Habt ihr vielleicht Ideen, wie ich das regeln könnte? Wie löst ihr das?

Ich bin für jeden Vorschlag dankbar, weil mir diese Eindeutigkeit sehr wichtig ist.

(Ach ja, ich gehe auch immer nur ENTWEDER zum Laufen ODER zum Grasen los!)

Ganz liebe Grüße! icon_biggrin.gif


» User #1580 schrieb:

Zieh ihr doch zum Spazieren gehen ne Trense an und zum Grasen gehen ein Halfter.
Und schon hat man ne klare Unterscheidung icon_wink.gif


» User #19765 schrieb:

Hi Sib!

Gute Idee, aber ich geh grundsätzlich nie mit Trense spazieren. Das Maul ist heilig! icon_biggrin.gif

DANKE dir trotzdem! icon_biggrin.gif

Vielleicht noch weitere Ideen?


» User #11837 schrieb:

Bezogen auf "grundsätzlich nicht mit Trense spazieren gehen": Wie sagte mal jemand zu mir ... "Grundsätze sind dazu da, um über den Haufen geschmissen zu werden" icon_mrgreen.gif ... mal ganz im Ernst, ich finde die Idee von Sib genial, wenn man so konsequent differenzieren möchte.

Da Du das Pferd bei Spaziergängen ja sowieso nicht fressen lässt, sondern eben nur spazieren gehst, schadet die Trense (dem Maul) doch nun wirklich nicht ... Du könntest ja zusätzlich zur Trense noch das Halfter drauf machen (und die Zügel abschnallen), damit Du nicht in die Versuchung gerätst, ans Maul ranzugehen, falls das Pferd u.U. doch nicht folgt und beispielsweise zum Gras "zerrt", stehenbleiben will o.ä.

Oder Du nimmst - falls vorhanden - einen Kappzaum zum Spazierengehen und ein Halfter zum Grasen ...

Mit meiner Stute halte ich es flexibel so (mir ist es halt wichtiger, dass das Pferd auf mich achtet und situationsbedingt leicht händelbar ist und nicht starr in irgendwelchen "Schubladen" steckt), dass wir erst spazieren gegangen sind und auf dem Rückweg durfte sie meistens noch ein wenig grasen (aber eben nicht immer, damit sie dies nicht für selbstverständlich hielt). OK, dadurch hat sie anfangs natürlich des öfteren mal "angefragt", ob sie nicht vielleicht doch grasen dürfte icon_biggrin.gif , aber da ich sie dann nicht gelassen habe (wenn wir auf dem Hinweg waren) und sie obendrein ein "Nein" kassiert hat, hat sie es meist sein gelassen und auch nicht angefangen mit mir zu "diskutieren". Manchmal habe ich sie auch überrascht und bin schlicht nur zum Grasen mit ihr gegangen, da hat sie schon das ein oder andere Mal "dumm geguckt" icon_wink.gif so nach dem Motto "eeeeehrlich?" icon_wink.gif


» User #1580 schrieb:

Genau. Trense drauf, halfter drüber und schon zuppelst du ihr nicht im maul rum.
Ne andere Möglichkeit wäre noch zum Spazierengehen die Gerte mit nehmen zum Grasen nicht. Aber ich weiß nicht, ob sie das kapiert.
Die Trense halte ich immer noch für die beste methode, wenn man einen klaren Unterschied will.

LG
sabine


» User #19765 schrieb:

Hey,

Danke für eure Mühe!

Sie hat nur leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht, was das Maul angeht, und ich möchte ihr nicht weiter zusetzen! Sie ist sehr fein, und das möchte ich nicht verderben.

Beim Spazierengehen ist sie ebenfalls normalerweise sehr aufmerksam und mit Halfter sehr gut zu händeln. Aber es kommt ja immer mal vor, dass man sich gegen den "pferdischen" Willen durchsetzen muss, und dann ist mir ein kräftiger Ruck am Halfter 1000x lieber als ein Ruck im Maul.

Sie ist, wie gesagt, wirklich gut zu kontrollieren. Mit manchen Pferden vor ihr wäre ich sicher nicht einfach nur mit Halfter rausgegangen.

Und Halfter + Trense ist mir ehrlich gesagt zuviel "gebamsel" am Kopf und die Hilfen kommen extrem schwammig an.

Danke trotzdem für eure Gedanken! icon_mrgreen.gif


» User #1580 schrieb:

Nein, dass die Hlfen schwammig ankommen stimmt aber nicht. Ich bin als Azubi auf einem Isländer Hof und dort werden die Jungepferde erst mit Hafter, dann mit Halfter über Trense (am halfter) longiert. Das geht wunderbar, die Samtmäulchen bleiben samtig und die Jungpferde lernen trotzdem die Stimmkommendos und Körpersprache. Zügelhilfen bringe ich ihnen grad vom Boden aus bei.
Ich persönlich mag ja den Kappzaum lieber als nur ein Halfter, aber dort mache sie es nunmal so. Da muss ich mich anpassen.

Und es geht ja nicht ums kontrollieren des Pferdes. Es geht ja nur um die Unterscheidung, damit sie weiß, dass sie nicht zum Gras ziehen soll, wenn sie die Trense anhat.
Darf ich mal fragen wie ihr sie reitet, wenn sie so schlechte Erfahrungen mit gebissen gemacht hat? Wenn ihr sie Gebisslos reitet ist mein Tip natürlich für die Füße icon_mrgreen.gif


» User #4693 schrieb:

Wo ist das Problem?

Bei meinem ist das so, dass er abwartet, was geht.
Laufe ich los (zum Beispiel, um ihn auf seinen Paddock zu bringen, gleiches wäre auch beim spazierengehen, mach ich nur normalerweise nicht)
läuft er mit. Würde ich ihn grasen lassen wollen, läuft er mit, bis ich auf der entsprechenden Wiese stehe. Bleibe ich stehen, fängt er an zu fressen.
Wenn ich weiter will, kurzer Ruck am Halfter und er kommt mit.
Will ich, dass er nicht frißt und er erliegt trotzdem mal der Versuchung (z.B. während ich das Tor zum Paddock öffne) kurzer Ruck am Halfter und der Kopf ist wieder oben.

Reine Erziehungssache. Wenn deine RB so fein reagiert, sollte das absolut kein Problem sein. Sie wird es unterscheiden können, ohne dass du da groß irgendwelche "Sonderausrüstung" mitführst.


» User #19765 schrieb:

Ja, du hast recht!

Ich führe sie jetzt immer in die Wiese rein und zeig ihr mit der Hand den Weg nach unten. Dann darf sie.

Alles andere (also so aus dem Laufen raus am Rand futtern) gibts nicht. Ich denke, das wird so klappen, da sie nicht doof ist... icon_mrgreen.gif


@ Sib:

Ich habe sie tatsächlich zeitweise gebisslos geritten. Mittlerweile bauen wir das fiese Metallding aber immer wieder ein und sie entwickelt langsam wieder Vertrauen in die Hand. Die Halshaltung ist allerdings noch sehr unkonstant... Sie weiß noch nicht so recht, wohin. Aber immerhin findet sie den Weg in die Tiefe (eben zeitweise sehr unruhig) anstatt wie vorher immer wie eine Ziege durch die Gegend zu rasen...
Damit bin ich ja schon erstmal super stolz auf ihren Mut! icon_biggrin.gif

Merci!


» User #240 schrieb:

Meine RB hatte gelernt, dass er erst den Kopf runter nehmen darf, wenn ich stehen bleibe. Also so lange ich in Bewegung war, hatte er mitzulaufen, sonst gabs nen Ruck am Halfter und ein "Nein!". Sobald ich stehen blieb, durfte die Nase runter gehen und er grasen. Klar hat er immer mal wieder "angefragt", aber da hat die Stimme dann gereicht und er lief brav mit weiter. Immer die Trense drauf machen wäre mir ehrlich gesagt einfach zu viel Arbeit gewesen icon_wink.gif. Außerdem durfte er ja in den "Pausen" immer grasen...


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