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Pferdekalender


reiten mit Hund als Begleitung?

» User #14649 schrieb:

Hallo Pferde- und gleichzeitig Hundebesitzer! icon_wink.gif

Wie macht ihr das mit Pferd & Hund?
Ich meine jeder Hund kann mal weglaufen oder man trifft auf andere Hunde, welche er nicht mag...

Läuft euer Hund immer frei nebenher? Oder habt ihr ihn immer an einer langen Leine? Verfängt sich da nichts?

Und wenn mal was ist, was macht ihr dann mit dem Pferd? Kann man ja auch nicht so einfach stehenlassen...

Ich weiss nicht so recht, wie ich das später anstellen soll...

Klar kann man zuerst "konzentriert" einen Ausritt machen und danach separat noch mit dem Hund raus, aber das benötgt dann auch doppelte Zeit icon_rolleyes.gif Und für den Hund wärs wohl auch toller, immer dabeisein zu können.

Gruss


» User #3675 schrieb:

Hallo Marina,
habe zwar weder Hund noch Pferd, aber bei uns im Nachbardorf ist ein großer Reitstall, weswegen ich sehr häufig beim Gassi auf Reiter und ihre Hunde treffe.

Die meisten Reitbegleithunde sind - wie auch immer - extrem gut sozialisiert. Ich habe praktisch nie erlebt, dass so ein Hund auf meine Hündin zugegangen wäre. Entweder warten sie auf Erlaubnis ihres Halters vom Pferderücken aus, oder sie laufen in großem Bogen um andere Hunde herum und gehen ihres Weges. Generell sind die meisten Wuffels an anderen Hunden eher uninteressiert. Wenn Reitbegleithunde mit meiner Hündin Kontakt aufnehmen, tun sie das in großem Bogen sehr vorsichtig und wissen sich instinktiv sofort ganz unauffällig aus der Affaire zu ziehen, wenn es brenzlig wird. Ich habe oft das Gefühl, die Hunde wissen ganz genau, dass sie total auf sich gestellt sind, weil Frauchen oder Herrchen ihnen vom Pferderücken aus sowieso nicht hilft bzw. helfen kann.

Sib hatte mal geschrieben, dass sie ihren Hund nie an die Leine genommen hat, sondern er seine Probleme immer allein lösen musste bzw. zusehen musste, dass er gar nicht erst Probleme bekam. Diese Einstellung finde ich total klasse (wenn man nicht Rücksicht auf andere Hundehalter nehmen müsste, weil Menschen gegenüber unangeleinten Hunden wesentlich sensibler reagieren.)

Die Reitbegleithunde, die ich so kenne, sind auch relativ sicher abrufbar und lassen sich per Kommando neben dem Pferd absetzen oder ablegen. Eine Reiterin in unserer Nähe hatte in ihrer Colliehündin eine Notbremse installiert. icon_mrgreen.gif Sie konnte den Hund auch aus vollem Galopp (des Hundes) mit einem Ruf auf der Stelle schlagartig ins Platz fallen lassen. icon_eek.gif Ich habe das mal miterlebt und mit größter Hochachtung vor so einer erzieherischen Leistung reagiert. icon_pray.gif So ein Notbremsen-Kommando ist noch etwas, wovon ich träume. Aber ich weiß leider nicht, wie man das so zuverlässig antrainiert - wenn meine Hündin eine Katze sieht, hat sie keine Notbremse mehr. icon_rolleyes.gif Praktisch ist es sicher, wenn der Hund sicher abrufbar und auch aus der Ferne gut lenkbar ist, da man vom Pferderücken ja nur begrenzte Möglichkeiten zum Eingreifen hat. Ich könnte mir vorstellen, dass Obedience-Training (speziell die Distanzkontrolle) da sehr hilfreich wäre.

Ein einziger Reitbegleithund bei uns in der Gegend läuft angeleint mit (Schäfer-Husky-Mix). Ich habe die Besitzerin mal darauf angesprochen, weil ich es für schwierig hielt, Zügel und Leine gleichzeitig festzuhalten. Und der Hund darf ja auch nicht zu nah am Pferd, aber auch nicht zu weit weg laufen. Wäre der Hund unangeleint, wäre er wegen starken Jagdtriebes sofort weg, deshalb Leinenpflicht. Die Reiterin meinte aber, Hund und Pferd seien daran gewöhnt und es sei nicht weiter problematisch.

Ich fände es auch sehr praktisch, den Hund auf dem Ausritt gleich mitzunehmen. Dazu ist er gezwungen, eine ordentliche Laufstrecke zurückzulegen und viele Hunde sind nach so einem Ausritt so gut wie halbtot. icon_wink.gif Am letzten Wochenende haben es die zwei Reiterinnen, die ich häufiger treffe, allerdings andersherum gemacht: Sie haben nicht die Hunde mit zum Ausritt, sondern die Pferde mit zum Gassi genommen. icon_mrgreen.gif Sie kamen mir mit Hunderudel und zwei Pferden an der Leine entgegen, weil es regnete und sie zum Reiten keine Lust hatten. Die Pferde mussten aber auch mal raus, also gab es einfach einen Spaziergang. Ich hatte den Eindruck, die Pferde fanden das mal ganz gut, keinen Stress, kein Gewicht zu tragen und zwischendurch immer mal anhalten und eine Minute grasen können. icon_lol.gif Nur das mit dem Stöckchen-Werfen und Apportieren haben sie nicht ganz begriffen. icon_mrgreen.gif

Aber zum Reiten sollte man schon einen Hund ohne großen Jagdtrieb und mit absolut sicherem Grundgehorsam haben, denke ich.
Liebe Grüße,
Minou


» User #19264 schrieb:

Hallo,

ich habe eine Bekannte, die beim Ausritt immer auch ihren Hund dabei hat. Der Hund läuft ohne Leine.
Allerdings hat er das nie anders gelernt.

Ich denke ein Hund sollte 100% an Pferde gewöhnt sein und muss vor allem auf Komandos hören. Wenn das nicht wirklich funktioniert, dann würd ich das nicht riskieren. Am besten ist es wenn Hunde schon von klein auf mit Pferden und dem Bewusstsein konfrontiert werden, dass sie beim Gassi gehen eben 1. hören müssen, 2. bei Gefahr auf sich alleine gestellt sind.

Hunde sind schlaue Tiere und können viel lernen. Du musst allerdings ein bißchen Zeit in Deinen Hund investieren. Du musst ihn langsam an die Pferde gewöhnen und bestenfalls eine Hundeschule besuchen, damit er absolut folgt.


» User #240 schrieb:

Ich hab meinen Hund auch "einfach so" mit zum Reiten genommen. Allerdings kannte das Pferd Hunde in allen Situationen und mein Hund war schon etwas älter und ein sehr souveräner Typ. Soll heißen, wenn ein anderer Hund kam, hat er erstmal abgewartet, ob der andere Stunk macht und wenn ja, hat er ihn ignoriert.
Aber zu der Story mit den Gassi gehenden Pferden: Ich war mit meinem Pferd ab und zu joggen icon_lol.gif. Mein Hund war da schon zu alt für und außerdem fand er joggen doof. Und wenn ich zwar Lust auf Bewegung hatte, aber nicht auf Reiten, hab ich das Pferd mitgenommen - er fands gut. Konstante Bewegung, aber für ihn nicht wirklich anstrengend, da er in ruhigem, entspanntem Tempo nebenher traben durfte. Nur die Blicke der Spaziergänger waren immer zum Totlachen icon_biggrin.gif


» User #14649 schrieb:

Hallo Minou & ihr anderen icon_wink.gif

Danke für deine/eure sehr interessante Antwort, obwohl du weder Hund noch Pferd hast icon_wink.gif

Ich hätte auch überhaupt kein Problem, wenn wir (Pferd, eigener Hund und ich) fremde, freie Hunde alleine treffend würden!
Dann würde ich sie das selber klären lassen und einfach versuchen möglichst zügig weiter zu reiten und meinen Hund zu rufen. Aber wie du schon schriebst, man hat ja eben mit Menschen (den anderen Hundehaltern) zu tun. Und genau da sehe ich das Problem. Dann kommen vielleicht welche, die ihren Hund angeleint haben und das von mir dann auch verlangen. Oder einfach Hunde, die uns „anpöbeln“.

Natürlich, das mit der super Erziehung ist eine tolle Sache. Aber bei einem älteren Tierheimhund evt. nicht machbar und ein Welpe kann auch noch nicht so viel. Erst nur langsames Training. Bis dann alles sitzt, muss man ja trotzdem irgendwie raus können.

Ja, also am Anfang würde ich natürlich mit den beiden auch oft nur spazieren gehen, damit sie sich an den anderen gewöhnen und auch nicht gleich panisch werden, wenn mal eine Leine zwischen die Beine rutscht o.ä. Übrigens gehe ich jetzt schon mit Shetty und Hund spazieren icon_wink.gif Aber später mit reiten und einem anderen Hund ist das dann natürlich was anderes. Wobei ich auch jetzt schon merke, dass ich den Westi lieber an der langen Leine lasse. Denn 100% gehorcht er leider nicht und ich könnte ihm nicht so einfach hinterher ins Unterholz, mit Pony...

Ah übrigens kann ich mir gut vorstellen, dass Reitbegleithunde nicht auf Zank aus sind, da diese Hunde ja eben gefordert werden und nach so einem Ausflug k.o. Und zufrieden sind.

Lieben Gruss
Ps: Es gibt auf Leute, die mit ihren Pferden Fahrradfahren gehen icon_mrgreen.gif


» User #1580 schrieb:

Normalerweise werden Pferdebegleithunde automatisch coll anderen Hunden gegenüber.
Frauchen ist flott unterwegs und Hund muss gucken, dass er den Anschluss nicht verliert. Da ist gar keine Zeit zum stänkern.
Die meisten Hunde lieben es am Pferd mitzulaufen.
Wenn es tatächlich mal dazu kommt dass jemand verlangt dass der Hund angeleint wird, musst du halt absteigen und den Hund anleinen.
Wenn ich zB Straßen überqueren will oder ein Stück an der Straße entlangreiten will, steige ich immer sicherheitshalber ab und nehm den Hund bei-Fuß oder an die Leine. Er geht zwar recht sicher am Pferd bei-Fuß, aber mir ist es doch sichrer, wenn ich näher dran bin. Macht das Pferd zB mal einen Hüpfer Richtung Hund oder stolpert, dann weicht mein Hund den Hufen aus... und im schlimmsten Fall dann vor's Auto. Das will ich natürlich vermeiden.
An sonsten läuft Ego immer frei. Ich würd NIE NIE NIE den Hund vom Pferd aus an der Leine führen. Das wäre mir viel zu gefährlich.

Das bei_Fuß gehen am Pferd hab ich mit dem Fahrrad angefangen.
Da Ego ein Jagdhund ist, geht er immer links bei-Fuß, weil ich rechts das Gewehr hab. Am Fahrrad und am Pferd will ich den Hund aber rechts von mir haben, damit ich zwischen ihm und potentiellem Verkehr bin.
Man hat mir zwar gesagt, dass Hunde das nie lernen da Unterschiede zu machen, aber ich hab alle Klugsch**er eines besseren belehrt. Ego läuft am Fahrrad (frei oder an der Leine) und am Pferd rechts bei Fuß, zu Fuß links. Wenn ich anhalte, sitzt der Hund. Den Notstop haben wir auch geübt. Es klappt zwar nicht aus vollem Lauf, aber auf das Kommando "HALT!" und die erhobene Hand hält er an, dreht sich um, legt sich eigentlich sofort hin und legt den Kopf auf die Vorberpfoten.
WIE man das einem Hund beibringt, kann ich dir im Forum nicht so pauschal sagen. Ich kenne nur die ziehmlich harte Jägermethode mit Stachelhalsband und Gerte. Die wollte ich aber nicht anwenden und hab für mich und meinen Hund eine individuelle und nettere Lösung gefunden.

Und mit dem Pferd Fahrradfahren... würd ich auch nie. o.O Was da alles passieren kann icon_eek.gif


» User #14649 schrieb:

Hallo Sib

Ja, denke ich auch dass die Pferdebegleithunde von sich aus ausgelastet und ausgeglichen sind!

Bis man vom Pferd runter ist und den Hund zurückgerufen+angeleint hat, ist es vielleicht schon zu spät. Also ich weiss von unserem Westi, dass er dann schon längst beim anderen Hund wäre. Jedoch nehme ich den auch nicht mit icon_wink.gif

Zitat:
„Ich würd NIE NIE NIE den Hund vom Pferd aus an der Leine führen. Das wäre mir viel zu gefährlich.“

Warum? Man kann in der Not doch die Leine fallen lassen. Wäre am Boden ja auch so, falls sich eine heikle Situation mit Leine ergibt.

Wie ich sehe, ist dein Ego ganz gut erzogen, schön icon_wink.gif

Zum Thema denke ich, dass mein zukünftiger Hund wohl auch einfach frei mitgenommen wird, da ich sehr ländlich wohne, sollte das eigentlich gut gehen. Also nicht so viele Spaziergänger, andere Hunde, Strassen etc. und sollte ich eine Gruppe sehen, wäre das meist schon von weitem, dann hätte ich die Zeit zu reagieren.

Zitat:
„Und mit dem Pferd Fahrradfahren... würd ich auch nie. o.O Was da alles passieren kann“

Auch hier die Frage warum…Das selbe könnte doch „zu Fuss“ mit Pferd auch passieren. Denn wenn es sich losreisst o,ä. lässt man es auf dem Fahrrad natürlich los. Naja aber stimmt schon, man steht besser auf den eigenen Beinen, als aufm Fahrrad icon_wink.gif

LG


» User #6297 schrieb:

Ich hab keinen Hund und kann nicht genau sagen was ich machen würde, aber ich bin schon oft mit Leuten mit Hund geritten. Von daher mal meine Meinung...

Bei uns im Wald herrscht Leinenpflicht, und da mein Reitgelände zu mehr als 75% aus Wald besteht erübrigt sich im Prinzip die Frage. Eine Freudin mit der ich früher oft ritt hatte immer ihren Pudel mit. Das waren eher gemütliche Ausritte, der Hund war nicht mehr der jüngste und hielt von sich aus so viel Abstand zu den Pferden das man keine Bedenken haben musste. Er lief auch frei, da er sehr gut aufs Wort gehorchte, was dann aber zu Stress mit dem damaligen Förster führte.

Eine andere hatte ihren Retrievermix an der langen Leine dabei, der sprang ständig ums Pferd herum, davor, dahinter, drunter, und das nicht nur bei ihrem Pferd. Auf diese Ritte hab ich schnell verzichtet da ich Pferde reite, die nach Hunden keilen die ihnen um die Füße toben. Ich hatte schlicht keine Lust ständig auf anderer Leute Hund aufpassen zu müssen.

Dann mit einer passionierten BorderCollie Besitzerin. Perfekt erzogene Hunde im Gelände, auf die Pferde hin erzogen waren, also wussten das es weg von den Hufen zu gehen hat. Eigentlich problemlos, die waren wirklich super brav und erzogen. Da war das größte Problem wieder mein Pferd, das echt nen Grimm auf kleinere Tiere hat und versucht ständig nach denen zu schnappen.

Abschliessend eine 'Horrorgeschichte' über die ich schon so oft gelacht habe. Eine Freundin, von Beruf Kleintierärztin, wollte mal mit mir ausreiten. Sie ritt die Stute meines Vaters und wollte unbedingt ihren Hund mitnehmen, ausgebildeter Jagdbegleithund (heißt glaub ich so, oder?). Rasse Deutsch Stichelhaar. Jedenfalls hörte der sehr gut aufs Wort.
Zumindest so lange, bis Frauchen auf dem großen komischen Ding sass und der Hund die Welt nicht mehr verstand. Ich bat sie noch die Leine mitzunehmen, eben weil Wald und Leinenpflicht, aber sie meinte nur, der hört und bleibt bei Fuß. Gut, wir also los. Schon nach wenigen Minuten war klar, der Hund hörte nicht! Er schnüffelte, rannte planlos herum, sich dabei immer weiter vom Pferd entfernend, und machte uns allgemein wahnsinnig. Es kam was kommen musste ... wir traffen auf unseren Förster, samt seinem natürlich angeleinten Hund! Da ich ihn schon aus 200 m Entfernung erspähen konnte, aber keine Möglichkeit mehr bestand ihm zu entgehen hab ich meine Freundin vom Pferd gescheucht, wir haben den Hund an einen Zügel als Leinenersatz gehängt und gaaanz höflich-brav-kleinlaut die folgende Strafpredigt über uns ergehen lassen, die natürlich kam. Zum Glück hatte ich bei unserem Förster nen Stein im Brett wie man so schön sagt und er belies es dabei, zumal wir überzeugend vorlogen die Leine verloren zu haben und so. Wir durften dann mit der improvisierten Leine den Weg fortsetzen, was natürlich mit einschloss das wir gehen mussten weil ja der Zügel schon nötig war zum reiten icon_wink.gif
Gleich hinter der nächsten Kurve Hund los, rauf auf die Gäule und Feuer .. ich wollte den kürzesten Weg aus dem Wald raus nehmen um Ruhe zu haben. Leider hatte ich dabei nicht einkalkuliert, das meine Mitreiterin nicht gewohnt ist abseits der Wege steile Hänge runterzurutschen .. für die Pferde und mich kein Problem. Und als es endlich klappen sollte, das sie ihre Angst überwindet ... war der Hund weg!
Wir hörten ihn noch wie er hysterisch kläffend hinter einem Hasen herjagte und sahen ihn im Gestrüpp verschwinden. Ganz toll!

Noch viel toller die Reaktion meiner Mitreiterin ... als der Hund weder auf Pfiffe noch Rufe hören wollte, sprang sie vom Pferd und rannte hinter ihm her ... das Pferd frei und ungebunden mitten im Wald stehen lassend. Die Stute dachte sich: "Prima, Feierabend!" .. machte auf den Hinterhufen kehrt und gab Gas! Ich hinterher ... schonmal ne Vollblüterin, Ex-Rennpferd, in freier Wildbahn verfolgt, die grad den Spaß an der großen Freiheit entdeckt? Ich war definitiv näher am Stall als an Hund und Frau bis ich sie eingefangen hatte, inkl der Tatsache das ich einem wütenden Förster erklären musste warum ich wie eine angestochene Wildsau durch den Wald rase. Als ich also an den Punkt zurückkam, wo ich sie verlassen hatte, schäumte ich vor Wut und war nah dran den Hund an nen Baum zu binden und sie dazu. (Schliesslich hätte dem Pferd sonstwas passieren können...)
Gut, Hund gepackt und mitgezerrt und raus aus dem Wald, waren zum Glück nur noch 100 m. Wir sind dann auf laaangen Wiesen um den Wald herumgeritten so im Halbkreisförmigen Bogen zurück zum Stall, jedenfalls so lange das möglich war. Da mein Wohnort fast komplett von Wald eingeschlossen ist, mussten wir wieder in den Wald irgendwann. Die Strecke wurde dadurch recht lang für meine Freundin, die länger nicht geritten war und der Hund heizte sich immer mehr auf und wurde immer unkontrollierbarer. Das war ne echte Qual, dieser Ausritt.
Das letzte Stück durch den Wald haben wir dann im Trab und Galopp zurückgelegt als wär der Teufel hinter uns, nur um nicht nochmal dem Förster zu begegnen und der Hund hatte seine helle Freude daran.

Als wir am Stall wieder ankamen waren die Pferde bestens gelaunt, der Hund hysterisch, meine Freundin am Ende ihrer Kräfte und wundgeritten und ich hab mir geschworen NIE wieder jemanden mitzunehmen, der nen Hund mitbringt, der nicht in die Satteltasche passt!
Sie hat daraus gelernt das gut erzogen nicht gleich gut erzogen ist, das Pferd hatte den Hund scheinbar völlig aus dem Konzept gebracht und sie hat anschliessend intensiv mit ihm an dem Punkt Gehorsam gearbeitet. Trotzdem hat sie ihn nie wieder mitgenommen, es lief nämlich immer gleich ab (mit anderen Pferden)

Heute lach ich über diese Aktion, bei der sie bestimmt drei graue Haare bekommen hat, aber ganz ehrlich? Ich bin heut noch skeptisch wenn ich auf Leute treffe, die Hund bei sich haben beim Ausritt. Ich persönlich mags nicht.
Natürlich ist das nur so eine 'wie man es nicht machen sollte - Story' icon_wink.gif Ordentlich ausgebildete Reitbegleithunde sind da ein ganz anderes Thema.


Hm, ich hät kein Problem nen angeleinten Hund mitzunehmen, sofern er gelernt hätte, dem Pferd nicht in die Beine zu springen. Notfalls müsste man dann loslassen, aber hat sich das Pferd schon verheddert, hilft auch das nicht viel. Ich bin an die Leine wohl gewohnt, da ich fast immer mit Handpferd reite.
Frei laufend wär halt bei mir wegen dem Wald ein Problem, wobei ich nicht weiß ob unser neuer Förster da auch so krass reagiert wie der Vorgänger.

Ich bin früher auch schon mal mit Pferd Fahrrad gefahren, allerdings nur Kurzstrecke von und zur Weide. Von daher ... ich hab kein Problem damit, aber .. es ist definitiv nicht das gleiche wie führen. Wenn du führst und dein Pferd zieht plötzlich vor/zurück/zur Seite weils nen Schreck bekommen hat, kannst du die Füße einstemmen oder dich mit der Schulter gegen stemmen um es zu halten/stoppen.
Beim Fahrrad hat man für gewöhnlich die Füße auf den Pedalen. Bis die Bodenkontakt haben kann alles zu spät sein, zudem ist man dann durch das Drahtgestell zwischen den Beinen behindert und legt sich womöglich noch lang auf die Nase. Schlimm wäre es, wenn das Pferd in die speichen tritt, das kann üble Sehnenverletzungen zur Folge haben.
(Loslassen ist für mich übrigens keine Option!)


So, das wars nun aber wirklich von einer Nicht-Hundereiterin icon_wink.gif


» User #14649 schrieb:

Na du machst mir ja Vorfreude... icon_rolleyes.gif
Ich hoffe mein Wunsch von Pferd UND Hund erfüllt sich trotzdem mal...Ansonsten bleibt nichts anderes übrig, als den Hund auf dem Hof/Zuhause zu lassen. Ich wohn ja gleich da.

Zum loslassen: Klar soll man nicht einfach loslassen. Aber ein Pferd ist nunmal stärker und wenn es weg will, kann es das auch. Dann in einer Notsituation lieber kurz loslassen/nachgeben, statt sich die Hände blutig zu schreissen. Natürlich kommt aber auch das auf die Situation an. An einer Strasse z.Bsp. weiss ja jeder, was passieren kann...

LG


» User #1580 schrieb:

Ja, das kann ich bestätigen. Auch mein Hund zeigt mir manchmal den mentalen Stinkefinger wenn ich hoch oben auf dem Pferd sitze und der Hund halt mal länger an einer Pinkelstelle schnuffeln muss... am besten da wo die Galoppstrecke anfängt und unter mir das Pferd im Fünfeck hoppst weils rennen will.
Gehorsam vom Pferd aus ist schwieriger als vom Boden! Man ist abgelekt, hoch oben und der Hund weiß das... ich hab schon Hunde-Cutting gemacht, wenn der junge Mann mal nicht gehorcht hat icon_twisted.gif
Aber an die Leine wärend des Ausritts würde ich ihn trotzdem nicht nehmen. Was wenn das Pferd durchgeht, was wenn es zur Seite springt und der Hund durch die Leine daran gehindert wird auszuweichen? Was wenn sich Hund und Pferd in der Leine verwickeln?
Ne... Leine gibts bei mir nur, wenn ich absteige.
Und auf dem fahrrad... wenn dich das Pferd mal anrempelt oder doch mal zieht... lässt du es dann immer gleich los? Viel zu gefährlich für mich UND für das Pferd. Am Boden hat man dann doch mehr Kontrolle als auf dem wackeligen Fahrrad.


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