Haustiere

Pferdekalender


Mein Pferd ist dämpfig

» User #19661 schrieb:

Wer kann mir helfen

ich habe mir vor 2 Tagen einen keinen Pony Hengst ein Jahr alt vom Holland Schlacht LKW gekauft. Heute hat mir mein Tierarzt die Diagnose gegeben, dass mein Pferd hochgradig dämpfig ist. icon_heul.gif Da ich noch nie in so einer Situation war benötige ich dringend hilfe
Bitte schreibt mir wenn ihr Erfahrungen mit so etwas habt, Heilmethoden oder Medikamente für diese Krankheit kennt.
Vielen Dank


» User #1580 schrieb:

Dämpfig... jetzt überlegen wir mal, WARUM das Pony beim Schlachter war icon_rolleyes.gif

Es dauert wirklich seeeehr lange bis ein Pferd wirklich dämpfig ist.
Und das passiert meistens nur, wenn Hustenerkrankungen und darauf folgendes allergischea Astma nicht entsprechend behandelt werden.
Von Dämpfigkeit spricht man, wenn bereits starke Schäden in der Lunge entstanden sind, durch Lungenüberdehnung und geplatzte Lungenbläschen. Das Pferd drückt dann mit hilfe der bauchmuskeln die Luft aus der Lunge. Dadurchentsteht die "Dämpfigkeitsrinne" an der Seite.
Also sprich, das Pferd hat chronische Atemnot.
Solche Pferde (wenn man sie nicht irgendwann erlöst, sprich einschläfert oder... SCHLACHTET) darf man nicht mehr reiten und vor allem darf man sie nicht im Stall halten.
Sie brauchen viel frische Luft, dürfen kein stabiges Heu fressen, nicht auf staubiger Einstreu stehen, müssen vermutlich relemäßig inhalieren...

Wie bist du denn auf die Schnapsidee gekommen, ohne Untersuchung ein Pferd vom Schlachter wegzukaufen?


» User #956 schrieb:

Hallo,

all dem, was Sib schreibt, kann ich mir nur anschließen! "Dämpfigkeit", oder im Fachchinesisch COB = Chronisch obstruktive Bronchitis ist definitiv unheilbar, wie eigentlich alle chronischen Krankheiten. Man kann dem Patienten nur Linderung verschaffen. Wie hoch die Lebensqualität eines derart kranken Tieres ist, ist relativ zweifelhaft, leider...Ich kann Dein Mitleid mit dem Tierchen ja aus der Seele verstehen, aber in solchen Fällen ist der Tod oft eine Erlösung... Stell Dir vor, Du selbst oder Deine Liebsten müßten jahrelang bei jeden Atemzug mühevoll nach Luft ringen- kein schöner Gedanke, aber das ist letztenendes das, was Dein Tier durchmacht.

Mich wundert sehr, dass Du gar nicht schreibst, was Dein Tierarzt dazu sagt; er hat seine Diagnose ja gewiss nicht völlig kommentarlos gestellt. Und falls doch, warum hast Du ihn nicht gleich mit fragen bombardiert? Er als Fachmann kann am ehesten Rat geben, auf den Du Dich dann auch verlassen kannst. Oder hol Dir noch eine zweite tierärztliche Meinung ein, wenn Du Dir unsicher bist.

Wenn Dein Pony schon in so jungem Alter so schwerkrank ist, wird es wohl nie belastbar, d.h. reitbar sein, darüber solltest Du Dir auch im Klaren sein. Zudem kosten seine Haltung und Medikation erheblich mehr als die Haltung eines gesunden Tieres. Vor solchen Mitleidskäufen kann man immer nur wieder warnen. Pferdesuche muss man schon auch zum Teil nicht nur aus dem Herzen, sondern auch "logisch" angehen, mit der Frage, was will ich mit dem Tier machen, und ich möchte doch auch lange Zeit einen vierbeinigen Freund, der ein schönes Leben hat.

Ich wünsche Dir viel Kraft, mit der Situation umzugehen.

VlG,
Corry


» User #4693 schrieb:

Ich überlege gerade krampfhaft, unter welchen Bedingungen ein Pferd es schafft, immerhalb eines Jahres nach seiner Geburt hochgradig dämpfig zu werden.
Die Pferde, die ich bisher mit sowas gesehen habe, waren deutlich älter. Das ist ja eigentlich eine Erkrankung, die sich über einen längeren Zeitraum entwickelt.
Sicher, dass die Diagnose stimmt?
Ich würde das nochmal durch einen anderen Arzt bestätigen lassen.


» User #1580 schrieb:

Muffige, ungepflegte Stallhaltung? Unbehandelter Husten seit Fohlenalter?
Das junge Tiere aus schlechter Haltung schon dämpfig sind, halte ich nicht für unwahrscheinlich.
Vielleicht ist das Pony ja auch älter als gedacht.


» User #4693 schrieb:

Die Ursachen sind klar, ja. Und das muß gar keine extrem schlechte Haltung sein, "normal" schlecht (z.B. Boxen- oder Laufstallhaltung in Verbindung mit Tiefstreu) reicht u.U. über Jahre hinweg schon aus.
Aber innerhalb eines Jahres hochgradig dämpfig?
Ich weiß nicht. Schon komisch. Sag nicht, dass es nicht möglich ist, kann es mir nur nicht vorstellen.


» User #19909 schrieb:

hallo Ihr lieben.
ich habe seit 7 Jahren eine Haflingerstute aus der Manderozucht.Sie ist inzwischen 17 jahre alt und ist seit ca. 5 Jahren mit Asthma geplagt wodurch sich die Dämpigkeit entwickelte.

Vor zwei Jahren ging es ihr so mies dass wir dachten sie macht es nicht mehr länger und haben darüber nachgedacht sie zu erlösen.Sie hatte eine tiefe Dampfrinne und hat sich echt gequält.Es kam heraus dass der Bauer ihr des öfteren heimlich ( müsst ihr euch mal vorstellen) trockenes Heu gegeben hatte da ihm der Bottich mit dem nassen Heu zu schwer (!) war.Wenn ich überlege wieviele Tierarztkosten ich mir hätte sparen können wenn ich diese Info eher gehabt hätte.
Daraufhin haben wir sie in einen kleinen schnuckligen Offenstall mit grossem Auslauf gestellt wo die Inhaber selbst viel wert auf gute Fütterung und gesunde Lebensweise der Pferde legen..Drei Tage später ging es ihr bereits um 70% (!) besser.

Inzwischen bekommt sie täglich nasses Heu und steht ganzjährig auf der Weide.Sie hustet selten und die Dampfrinne ist zu 90% verschwunden.Klar ganz geht sie nie weg aber mein Pferd kämfpt nicht mehr bei jedem Atemzug um ihr überleben.
Wir streuen im Sommer nichts ein sodass die Pferde zwar einen trockenen Unterstand haben aber auf der Weide schlafen müssen- gebe zu dass ich erst dachte "Oh mein armes Pferd muss bei Regen und Wind auf der Wiese liegen." Aber ich war wohl in der hinsicht das verwöhnte Ding und musste mir eingestehen dass die Pferde keinen Schaden davontragen sondern eher im Gegenteil viel robuster werden.Ich muss sagen das dieser Schritt ihr wirklich das Leben gerettet hat und ich kann nur jedem empfehlen ein dämpfiges Pferd SOFORT aus der Strohbox zu holen und in einen guten Offenstall zu stellen.


» User #20032 schrieb:

Hallo icon_wink.gif

Im Februar diesen Jahres habe ich meiner Tochter ein Pony bei einem Händler gekauft. Anfangs war ich nicht sehr begeistert weil unsere Luna (das Pony)starken Husten hatte. Nach mehreren Behandlungen und Untersuchungen vom Tierarzt stellte dieser letzendlich fest das unsere Luna hochgradig dämpfig ist. Natürlich war ich am Boden zerstört. Aber was sollte ich machen. Meine Tochter liebte sie. Also fing ich an im Internet nach allen möglichen Produkten zu suchen die linderung der Symtome versprachen. Trotz Medikamentöser Behandlung verschlechterte sich der Zustand unserer Kleinen zusehens. Im Mai als es wärmer wurde stand sie total aphatisch in ihrer Box und rang nach Luft. Sie konnte nicht mehr gearbeitet werden weil sie es nicht mehr schaffte ausreichend zu atmen. Schließlich bin ich dann auf ein super Mittelchen gestoßen, das noch dazu Preislich erschwinglich ist. Im Internet habe ich die Produkte von Makana entdeckt. 16 Atemkräuterpellets und Schwarzkümmelöl in Kombination. Ich fütterte anfangs doppelt so viel wie empfolen wurde, da es sich um einen akuten Fall handelte, und bin jetzt mittlerweile auf die normale Tagesdosis runtergegangen. Unsere Luna bekommt diese Pellets und das Öl jetz seit zwei Monaten, außerdem haben wir im Stall die möglichkeit auf Offenstallhaltung. Die Beschwerden sind alle weg. Sie husten! gar nicht mehr! und tollt auf der Koppel mit den anderen Pferden mit. Man kann sie wieder ganz normal arbeiten, und die Atmung ist total normal. Klar merkt man ab und an noch eine leichte kurzatmigkeit, aber wenn man den Zustand jetzt mit dem vor zwei Monaten vergleicht, ist das was da passiert ist echt der Wahnsinn. Also Pferd raus aus dem Stall, und einfach mal die Pellets und das Öl versuchen. Bei uns hats prima funktioniert! icon_biggrin.gif


» User #4693 schrieb:

Ich denke eher, dass es die Haltungsumstellung ist. Bin kein TA, aber ich könnte mir absolut nicht vorstellen, wie man diese Problem über Futter so drastisch verbessern sollte.

Dämpfigkeit ist doch sozusagen ein Lumgenemphysem. Dabei werden (durch Schadstoffe oder irgendwelche nicht richtig auskurierten Infekte) die Lungenbläschen so geschädigt, dass die Lunge nicht mehr in der Lage ist, die verbrauchte Luft vollständig auszuatmen. Somit wird die Frischluftzufuhr zunehmend behindert. Das führt zur Atemnot. Das Pferd versucht, die verbrauchte Luft nun mit Hilfe der Bauchmuskulatur rauszupressen (Dampfrinne, doppelschlägige Atmung) um wieder richtig einatmen zu können.
Dämfigkeit ist nicht heilbar. Man kann aber durch optimale Haltungsbedingungen (24 h Frischluft) 1. ein schnelles Fortschreiten verlangsamen und 2. die Sauerstoffzufuhr und damit die Situation des erkrankten Pferdes deutlich verbessern.

Klar ist auch, dass staubige und / oder Schimmelpilzverseute Stallluft für so ein Pferd eine absolute Tortour und eine zusätzliche Belastung sind.

Das mal ganz Laienhaft erklärt. Wenn ich irgendwo Blödsinn geschrieben habe, gern korrigieren.

An welcher Stelle nun sollte man mit irgendwelchen mehr oder weniger teuren Spezielfuttermitteln irgendeine Verbesserung bewirken? Was sollten die bewirken?