Haustiere

Pferdekalender


Pferd ist hitzig und stumpf im Maul

» User #4693 schrieb:

wauziwuff hat folgendes geschrieben::
Hast du schon wechsel versucht? ich meine einmal gebiss einmal sidepul? Villeicht bekommste Ihn durch die abwechslung wieder an die Hand.


Lg
Nick


Wohl kaum. Das Problem liegt in den meisten Fällen nicht beim Gebiß. Außer z.B. wenn es größenmäßig nicht i.O. ist. Daher kann das Problem in den meisten Fällen auch nicht durch einen Gebißwechsel gelöst werden. In den weitaus meisten Fällen dürfte die Ursache beim Reiter liegen. Schlechter Sitz, unruhige Hände, zu starke Einwirkung über die Hand...usw. usw., die Ursachen können vielfältig sein.
Gebissloses reiten mit weich einwirkenden Hilfsmitteln wird nur bei eimen gut rittigen Pferd zu empfehlen sein. Besonders im Gelände. Alle anderen normal bis scharf einwirkenden Gebisse, Hackemore usw., ganz gleich, ob sie im Maul einwirken oder außerhalb, können bei o.g. Reiterfehlern z.T. massive Gegenwehr hervorrufen.

Ich würde empfehlen, eine gut passende einfach oder doppelt gebrochene Wassertrense zu verwenden und mit sehr, sehr viel Geduld und ggf. Sitz- und Einwirkungskorrekturen durch Reitlehrer an dem Problem zu arbeiten. Das Pferd muß lernen fleißig vorwärts gehen, sich selbst zu tragen, Vertrauen in die Reiterhand finden und über Schenkel- und Gewichtshilfen zu reiten sein. Wenn es das kann, wird es auch keine Anlehnungsprobleme mehr geben. Aber das ist ein Weg, der nicht morgen oder übermorgen zu Ziel führen wird. Es wird dauern. Die Erfolge werden sich in kleine Schritten einstellen, Rückschläge nicht ausgeschlossen. Aber es ist eine sichere Methode. Denke ich mal.

Bei meinem Dicken hat es so jedenfalls funktioniert. Auch er war als Jungspund angespannt worden und absolut tot im Maul. Da ging so gar nix mehr. Der hat einfach nur die Birne hochgemacht und stur gegengehalten bei gleichzeitiger Verweigerung der treibenden Hilfen.

Heute, fast 10 Jahre später, ein hochsensibel reagierendes, fleißig und in korrekter Anlehnung gehendes Pferd, das einfach nur Spaß macht und weit mehr kann, als ich jamals zu hoffen wagte.
Aber keine Bange, es hat nicht 10 Jahre gebraucht. Die gröbsten Probleme ließen sich mit einmal wöchentlich Unterricht in ca. 1-1,5 Jahren lösen. icon_mrgreen.gif


» User #18034 schrieb:

Wohl kaum ist denke ich nicht richtig. Abwechsung kann ein Pferd durchaus sensiebbler machen...


LG
Nick


» User #19302 schrieb:

Hallo!
Also ich muss mal was schreiben... haste schonmal nen Tierarzt gefragt? Ganz oft haben die was am Rücken oder an den Zähnen... Oder frag mal nen guten Trainer- weis ja nicht ob du Unterricht bekommst- ob du zu hart oder falsch mit der hand einwirkst. Ich will nix unterstellen, aber das sind so meine Erfahrungen, was ich zuerst mache, bevor ich an Anderes denke. Meine Stute war auch mal so. ist nur noch gerannt und gegen den Zügel gegangen. Sie hatte einfach die Zähne sehr spitz. Als das behandelt war lief sie wieder super. Hoffe ich konnte etwas helfen. GLG


» User #4693 schrieb:

wauziwuff hat folgendes geschrieben::
Wohl kaum ist denke ich nicht richtig. Abwechsung kann ein Pferd durchaus sensiebbler machen...


LG
Nick


Das hat nix mit Abwechslung zu tun.
Man beseitigt mit einem Gebißwechsel in den meisten Fällen das eigentliche Problem nicht. Und somit wird das Pferd, wenn der "Überraschungsmoment" vorbei ist, immer wieder in alte Muster zurückfallen, solange der Reiter seine Einwirkungen nicht verbessert/korrigiert.
Und wenn du mal den Eröffnungspost liest, findest du meine Ansicht dort voll bestätigt. Sie hat schon mehrfach gewechselt und das Problem tritt nach einiger Zeit immer wieder auf. Zeit, nach anderen Möglichkeiten zu suchen, würde ich sagen. Und da empfehle ich eine WIRKLICH guten Reitlehrer.


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