Haustiere

Pferdekalender


Pferd selber einreiten?!

» User #6297 schrieb:

Aramis hat folgendes geschrieben::

Also ich kann Dir wirklich nur empfehlen, versuch es selber. Wenn es nich klappt, kannst Du immer noch einen Beritt ins Auge fassen.


Genau, dann darf ein Profi ran und versuchen zu retten, was noch zu retten ist!
Wenn ich sowas les kann ich nur den Kopf schütteln. Erstmal verbocken und dann Hilfe suchen, und im schlimmsten Fall .. holt man sich ein neues Pferd.
Bei einem jungen Pferd hat man so schnell was versaut, das einem schwindlig wird. Dinge die ein erfahrenes Pferd einem Reiter auch gern mal verzeiht und ausgleicht, können ein junges Pferd völlig aus der Fassung bringen.


Ich hab schon viele junge Pferde ausgebildet, bzw angeritten. Da waren welche dabei, da setzte man sich drauf, ritt los und das war schon alles. Ich bin aber auch an einen geraten, der mich mit Vergnügen an die nächst verfügbare Wand klatschte, so das der Tag im Krankenhaus endete.
Und das war im übrigen einer, an dem sich vorher schon drei andere versucht hatten nach dem Motto: Wenns nicht klappt, kann ich immer noch Hilfe dazu nehmen! Bei diesem Pferd hat es Monate gedauert, bis der einen Reiter akzeptierte.
Oder auch der Hengst einer Freundin ... keine Chance, der hat sich so angestellt, das er eine wirklich erfahrene Bereiterin zum schwitzen gebracht hat. Die war kurz davor aufzugeben.
Längst nicht jedes Jungtier zeigt sich kooperativ.

Und wie Predator schon sagt ... keiner hier kennt die Person und ihr reiterliches Vermögen, geschweige denn das Pferd persönlich. Da wär ich etwas vorsichtiger mit solchen Tipps.


Sorry wenn das grad etwas heftig war, aber ich reite derzeit meinen 4jährigen an und wenn ich dann sowas les, kommts mir hoch. Das war nicht bös gemeint, aber manchmal muss man was deutlich aussprechen.


» User #4693 schrieb:

chiandra hat folgendes geschrieben::

Ich bin aber auch an einen geraten, der mich mit Vergnügen an die nächst verfügbare Wand klatschte, so das der Tag im Krankenhaus endete.
Und das war im übrigen einer, an dem sich vorher schon drei andere versucht hatten nach dem Motto: Wenns nicht klappt, kann ich immer noch Hilfe dazu nehmen!


Genau sowas meine ich.
Mein (Ex-)Mann hat solche Pferde, wo sich keiner mehr draufsetzen mochte, weil die alles, was sich draufgesetzt hat, gnadenlos runtergebuckelt haben,Korrektur geritten. Der war da komplett angstfrei, extrem Sattelfest und wenn er dann doch runtergeflogen hatte, wußte er, wie er sich so abrollt, dass er die Landung heil übersteht.

Ich hab mir das normalerweise nicht angeschaut, nur einmal war ich dabei...das war der Hammer. Rodeo sind Kindergartenspiele dagegen. Eine recht kräftige junge Stute (Kaltblutmix, denke ich mal), 3 Sekunden Vorwarnzeit und dann ist die förmlich explodiert. Der die Stute eigentlich festhalten sollte, hatte keine Chance. Nach dem 3. buckler saß mein Mann unten, mir hätte der erste gereicht, um da nie wieder draufzusteigen.
Er hat sie zuerst longiert, bis die Luft raus war (anders wär es nicht gegangen) und sich wieder draufgesetzt. Er hat sie noch einige Male geritten und soweit ich weiß, hat er sie "geknackt".

Das alles müßte nicht sein. Wenn von vorn herein ein sicherer, erfahrener, sattelfester Reiter in den Sattel steigt. Dann buckeln sie halt mal, merken, dass es anstrengend ist aber eigentlich nix bringt und geben es mehr oder weniger schnell auf.


» User #19302 schrieb:

Hallo an alle!
Also, ich hab mir vor etwas mehr als 2 Jahren meine Stute gekauft. Damals war sie 3 1/2 Jahre jung und kam grad von der Wiese. Ich hab ihr alles beigebracht wie führen, putzen (die konnte noch nich mal hufe geben), longieren, usw.. Dafür hab ich fast 4 Monate verbraucht, aber es hat sich gelohnt. Ich habe die ersten zwei, drei male einen bereiter drauf gelassen, als es dann ans reiten ging. Zum einen, weil ich mich im "Notfall" nicht genügend auf dem Pferd halten kann (denke ich) und ich sowohl mir als auch dem Pferd einen Sturz und damit schlechte erfahrung ersparen wollte. Zum zweiten konnte ich sie von unten unterstützen, weil sie das von mir kannte. Natürlich hätte ich auch später fallen können (Gott sei dank hat sie in Ihrem leben noch nicht einen Bocksprung gemacht!), aber ich denke dass die ersten male unter dem Sattel mit die Wichtigsten sind. Leider musste meine Stute dann wegen Krankheit ne lange Pause machen. Daher sind wir noch nicht so weit wie sie sein könnte... Nichts desto trotz solltest du dir das alles nicht so einfach vorstellen! Ich fand es ene tolle erfahrung, dass ich meine Stute selbst eingeritten habe und ich würds immer wieder tun (sie hat jetzt ein Fohlen, was ich in 3 Jahren auch selbst einreiten werde icon_wink.gif ) aber meine Stute war EXTREM brav, egal, was sie lernen sollte und ich kenn auch andere, die nicht so leicht einzureiten waren bis gar nicht... An deiner Stelle würde ich einen erfahrenen Trainer fragen, der dich kennt und das Pferd was der sagt.
Ich hoffe dass dir das ein wenig weiter hilft...
Ganz liebe Grüße...


» User #6755 schrieb:

Ich reite mein Pferd alleine ein. Ab und zu bekomme ich Hilfe von einer Freundin, die sehr gut reitet und auch selber schon einige Pferde eingeritten hat.
Es ist aufregend und ein schönes Gefühl, wenn das Pferd gut mitarbeitet. Aber manchmal echt nicht einfach, wenn es einfach nicht klappt. Also wenn selber Einreiten, dann nur mit Hilfe. Vor allem wenn man unsicher ist. Dann gerade junge Pferde sollten einen sicheren Reiter haben.


» User #1326 schrieb:

Aramis hat folgendes geschrieben::

Also ich kann Dir wirklich nur empfehlen, versuch es selber. Wenn es nich klappt, kannst Du immer noch einen Beritt ins Auge fassen.
Was Du natürlich brauchst, ist eine menge Geduld und
etwas reiten solltest Du auch können.
LG Tanja


genau, ein verprelltes Pferd, an dem schon erflogfrei rumprobiert wurde, das lässt sich auch ganz leicht durch Beritt wieder gerade biegen icon_pray.gif von wegen, was bei den ersten Schritte schiefgeht, das prägt die Pferde so dermaßen, dass du evtl. immer daran zu knabbern hast.


» User #19504 schrieb:

Hallo @all,
Ich habe eine 3 jährige Stute, die ich auch selber einreiten wollte mit Professioneller Hilfe, sie ist anlongiert!
Ich möchte aber nicht zuviel longieren, wegen der Gelenke. Wie lange (Wochen) soll ich longieren?
Mehr oder weniger? Meine RLin meinte 2-3 Wochen a 15 min 2-3 mal die Woche! Ist das in Ordnung?
Ich lese ziemlich viel, deswegen bin ich etwas Verunsichert.
Vielen Lieben Dank
icon_smile.gif


» User #4693 schrieb:

Hat deine RL Erfahrung damit? Wenn ja, warum fragst du dann hier? Dann solltset du ihrem Rat vertrauen können. Wenn nein, warum willst du dann mit ihr zusammen ein Pferd einreiten?

Nicht böse gemeint, mich wundert das nur.

Meine ganz persönliche Meinung:

Das genaue Maß, welches einem Pferd gut tut, ist individuell festzulegen. Daher kann man das vorab und aus der Entfernung nicht so wirklich.
15 Minuten als Einstieg - klingt ok. Sollte man aber steigern können bis auf 30 Minuten.
2-3 mal pro Woche - finde ich zu wenig. Ich würde es eher 5-6 mal pro Woche arbeiten.
2-3 Wochen lang - da würde ich mich im Vorfeld absolut nicht festlegen. Ich würde das Pferd zuerst mit Decke, dann mit Sattel ohne Steigbügel, dann mit Sattel und hängenden Steigbügeln longieren.
Ich würde immer erst zum nächsten Schritt übergehen, wenn das Pferd die aktuelle Anforderung 2-3 Tage lang komplett ohne Widerstand und vor allem entspannt (auf eingeklemmten Schweif achten!) in allen Gangarten annimmt.
Man erreicht damit, wenn man Glück hat, dass das Pferd merkt, dass neue Dinge nicht zwangsläufig gefährlich sind. Das könnte dazu führen, dass das Pferd dem auf seinen Rücken steigenden Reiter eher abwartend begegnet, als mit sofortiger Abwehr.
Daher finde ich den Zeitraum knapp. Bin aber ebenfalls der Meinung, dass man die Longierphase nicht wesentlich länger ausdehnen sollte, als nötig.


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