Haustiere

Pferdekalender


Sporen- wann sind sie sinnvoll?

» User #4693 schrieb:

Auf einem Ausritt würde ich mir das mit Sicherheit auch klemmen.
Gerade bei meinem Pferd. Der versucht in größeren zeitlichen Abständen mal durchzugehen und dann möchte ich definitiv keine Sporen an den Füßen haben, mit denen ich beim durchparieren vielleicht versehendlich ans Pferd komme.
In der Situation laß ich dann auch zuerst die Gerte fallen. Die ich dann hinterher wieder aufsammel. Wenn ich sie noch finde. Was auch nicht immer klappte. icon_mrgreen.gif

Abgesehen davon ist mir der Grund auch nicht klar, im Gelände Sporen zu tragen. Außer eben oben bereits erwähnte Kategorie "Was bin ich doch für´n toller Reiter, schaut doch mal!"


» User #19082 schrieb:

Hallo Leute,
mir ist noch eine Frage eingefallen zum Thema Sporen:
welche art von Sporen sind besser Rädchensporen oder Kugelsporen?
Das würde mich echt mal interessieren.
Lg Sabrina


» User #5011 schrieb:

Hi,

ich bin mal kurzzeitig mit Sporen ins Gelände gegangen, weil mein Pferd meinte seinen eigenen Kopf durchsetzen zu wollen und meinen Schenkel komplett ignoriert hat. Mit Sporn hatte ich einfach eine bessere Einwirkung.
Davon ab gibt es auch genug Leute, die im Gelände dressurmäßig arbeiten. Gelände heißt ja nicht zwangsläufig durch die Gegend juckeln icon_wink.gif
Aber generell bin ich auch der Meinung dass es in den meisten Fällen nicht sein muss.
lg Vanessa


» User #14048 schrieb:

Ich verstehe diese Sporenangst nicht. Für mich sind Sporen ein Hilfsmittel wie der Sattel eines ist, oder das Kopfstück samt Gebiss. Die wenigsten Leute regen sich über Sättel auf. (Obwohl, manche Pferdebesitzer reiten nicht, weil ein Pferd dazu nicht geboren wurde icon_wink.gif )
Spaß beiseite: Ein gut ausgebildetes Pferd regt sich über Sporen nicht auf. Auch bei unsicherer Reiteranwendung nicht. Ein schlecht ausgebidletes Pferd läuft mit dem Kopf in der Luft und will sich der Zügeleinwirkung entziehen, weil es diese nie nützlich kennen gelernt hat. Man könnte auch ein Halfter nehmen, der Kopf wäre trotzdem oben. Genauso ist es m. M. n. mit Sporen. Fürs Pferd bleibt sichs gehüpft wie gehatscht ob ich nun mit oder ohne Gebiss reite, wenn es nichts kann. Entspannen tut es sich so und so nicht, und genauso ist es mit Sporen.
Mit Gebiss und mit Sporen kann ich feiner reiten, sofern ich reiten kann, ich kann ein Pferd eher ausbilden, weil ich es besser überzeugen kann. Ich kann auch bei einem Streit besser aussteigen als ohne. Sporen sind sicher nicht dazu da um nur zu tippen, genausowenig wie man im Gebiss nicht immer nur mit fünf milligramm zupft, denn wenn ein Pferd nun einmal mit der Schulter quer über den Platz nach außen abhaut, weil es seinen Kopf durchsetzen will, dann muss sich der Reiter eben seinerseits durchsetzen können. In dem Fall nützt milligramm Zufpen nichts und milligramm Sporendruck auch nicht. Aber, der Reiter soll seine Hilfen mit oder ohne Sporen der Situation angepasst anwenden, niemals zu viel und niemals zu wenig.
Und warum soll jemand zum Ausreiten die Sporen extra abnehmen? Nur damit niemand denkt, er sei ein Angeber? Ehrlich, auf die Meinung pfeiff ich. Außerdem kann es gerade im Gelände zu Situtionen kommen, wo es durchaus sinnvoll sein kann, ein solches Hilfsmittel an den Beinen zu haben. Ein Pferd ist ein Fluchttier und solange ich es nicht gut genug kenne um mir gebisslose Reiterei im Gelände zu zutrauen, reite ich auch nicht gebisslos aus. Ebenso ist es mit den Sporen. So sehe ich das jedenfalls.
Ich glaube, dass die Leute Angst vor Sporen haben, weil sie denken sie seien wie Nadeln. Aber das sind sie genausowenig wie Trensen dünne Drähte sind.
Ja, Sporen haben einen schlechten Ruf, vielleicht wegen div. Westernfilme. Ich denke auch nicht, dass man sich Sporen so extra verdienen muss. Eine Gerte verdient sich auch niemand, aber solange immer davon geredet wird, dass nur die besten der Besten Sporen tragen dürfen, wird sich an der Einstellung: "Nur die guten können fein damit umgehen, alle anderen sind Fleischhacker" nichts ändern.

Kurz und gut: Schlechte Reiterei bleibt schlechte Reiterei, mit oder ohne Sporen. Unfair zum Pferd kann man immer sein. Und im Vergleich zu einem Huftritt von Artgenossen ist ein Sporentritt nichts. Problematisch wird es nur, wenn es nicht auskann und der Reiter es mit allen Mitteln quält, aber das hat wieder weniger mit Sporen zu tun als mit dem Quälen an sich.

PS:Und dass man einen Reitanfänger nicht sofort mit Sporen ans Pferd lässt, ist klar. (Schließlich gibts auch zuerst mal keine Zügel in die Hand sondern Sitzschulung an der Longe icon_mrgreen.gif )


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