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Pferdekalender


Tierquälerei auf Turnieren- warum tun die Richter nichts?

» User #6297 schrieb:

Ich red mir nichts schön 'von wegen Zuschauer'. Ich hab nur eben die Angewohnheit das von verschiedenen Seiten zu betrachten.

Das es diese Quäler gibt, streit ich ja nicht ab, und das da was unternommen werden muss, ist glaub ich auch klar. Ich wollte nur eben nicht, das dieser eigentlich sehr sinnvolle Thread in eine Hetzkampagne ausartet, ohne das die Sache mal von verschiedenen Seiten betrachtet wird. Wie predator ja auch schon sagte, es lesen nicht nur informierte Leute hier, sondern auch solche die vielleicht überhaupt keine Ahnung haben und nen Schrecken kriegen.
Schliesslich betrifft es alle, selbst die, die nie einen Turnierplatz betreten mit ihrem Pferd.

Ich hab selbst schon mehr als genug Gewalt erlebt, im Training wie auf dem Abreiteplatz vor und nach dem Start. icon_neutral.gif


» User #5889 schrieb:

Ich sehe es ähnlcih wie Chiandra... nicht auf allen turnieren werden Pferde misshandelt und malträtiert.

Natürlich gibt es immer solche und solche, auch unter den Reitern. Ich darf aber nciht alle über einen Kamm scheren. Und wenn ein Reiter seinem Pferd nach einer Verweigerung mal eine klatscht mit der Gerte oder mal eine etwas deutlichere Hilfe gibt, so ist das noch lange kein "Pferde verprügeln" oder "Tierquälerei".

Ich bin, seit ich mein pony habe, viel auf Turnieren hier in der Gegend unterwegs, und es gibt selten Fälle, bei denen eingeschritten werden muss.

Ich schließe mich da gar nciht aus, wenn mein Pferd nicht so will wie ich, und ich mich auf dem Abreiteplatz kurz vor einer Prüfung befinde, dann muss ich evt. einmal etwas deutlicher werden - ist das gleich Tierquälerei? Dann dürften wir wohl unsere Pferde gar nicht reiten, geschweige denn aufm Turnier.

Viel mehr ist mir aufgestoßen, dass hochklassige Reiter oft nur mit allerschärfsten Gebissen und Schlaufzügeln abreiten (gerade beim Turnier in Nörten-Hardenberg gesehen) - da gab es die abenteuerlichsten Verschnallungen, um den Pferden -wirklich - den kopf auf die Brust zu ziehen. Wir haben uns die ganze Zeit gefragt, warum wir eigentlich ohen Hilfszügel und mit Wassertrense reiten und uns so abmühen ... icon_confused.gif Aber auch hier darf man nicht alle über einen Kamm scheren.


» User #1580 schrieb:

ich rede nicht von Schlägen, sondern von der Art und Weise wie die Pferde durch die Prüfungen gejagt werden. Wie sie trainiert werden. Den Weg, den unsere Dressur einschlägt. Guck dir doch mal die Anky van Dingsbums an: http://youtube.com/watch?v=lMqS1DTShNE&feature=related
http://youtube.com/watch?v=otlXo3u-yAE&feature=related


» User #5889 schrieb:

@Sib, das ist bekannt und absolut nicht akzeptabel. Gerade bei den Holländern gibt es da echt fiese Bilder und Videos. Ich habe z.B. Anky mit Salinero bei den WEG in Aachen gesehen - selten habe ich ein so angespanntes bzw. verspanntes Pferd gesehen. Die Krönung ist aber, dass sie und ihr Mann das als korrekte Trainings- und Reitmethode verkaufen... Und die FEI kommt nicht in den Quark, um das endlich zu verbieten und Konsequenzen zu ziehen.

Aber das ist der "große" Sport, da geht es um richtig Geld. Züchter, Aufzüchter, Ausbilder, Sponsoren, da wollen alle dran verdienen. Möglichst viel und möglichst schnell.

Siehe "Finger in die Wunde" von Dr. Gerd Heuschmann...


» User #19082 schrieb:

Haha, ich wusste doch das es auch noch gerecht auf Turnieren zu gehen kann.
War vor kurzem auf einem Turnier im Unterallgäu und habe mir die Jungpferdeprüfungen angesehen.
Im Trail kam eine junge Frau rein deren Pferd total überdreht war. Es hat mit den Augen gerollt und war komplett naß geschwitzt.
Die Richterin hat sich das Pferd während der Pfüfung angesehen aber sehr skeptisch.
nach der Pfüfung holte sich die richterin den Abreiteplatz Aufseher her und sprach mit ihm.
Ich habe mir noch gedacht was macht die denn da?
Als dann die Siegerehrung kam kam eine Freundin von mir zu mir und erzählte mir dass die junge Frau am Abreiteplatz so fertig gemacht hatte ( also geschlagen, mit den Zügeln ins Gesicht) dass das Pferd komplett verstört war.
Die Reiterin wurde per Durchsage vom Turnier verwiesen. Die Reiterin ist dann mit hoch rotem Kopf vom Turnier abgehauen.
Die Reaktion der richterin fand ich echt toll.
Sonst war das turnier echt schön. Tolle Atmosphäre, schöne Ritte und nette Zuschauer.
So könnte jedes Turnier sein.
Lg SAbrina


» User #5011 schrieb:

YvonneK hat folgendes geschrieben::
@Sib, das ist bekannt und absolut nicht akzeptabel. Gerade bei den Holländern gibt es da echt fiese Bilder und Videos. Ich habe z.B. Anky mit Salinero bei den WEG in Aachen gesehen - selten habe ich ein so angespanntes bzw. verspanntes Pferd gesehen. Die Krönung ist aber, dass sie und ihr Mann das als korrekte Trainings- und Reitmethode verkaufen... Und die FEI kommt nicht in den Quark, um das endlich zu verbieten und Konsequenzen zu ziehen.


Viel schlimmer ist es, dass diese Methoden honoriert werden. Würden die Wertnoten wirklich das wiederspiegeln, was Reiter und Pferd zeigen wäre damit auch nicht mehr so viel Geld zu verdienen...
lg Vanessa


» User #4693 schrieb:

Ich hab da jetzt auch mal ein negatives Beispiel von einer (man höre und staune!) VFD-Verantaltung (Vereinigung der Freizeitreiter Deutschlands).
Man muß wissen, die hacken gern mal auf der FN rum.
Stattgefunden auf unserem Hof am vergangenem Wochenende. Ein Trail, also ein "Hindernisparcours", der das Vertauen zwischen Pferd und Reiter bzw. Führer unter Beweis stellen soll.
So weit gut. Find ich durchaus auch sinnvoll, die gestellten Aufgaben waren ganz interessant. Wer dort ohne größere Probleme durchkam, hatte mit Sicherheit ein Pferd, das ihm vertraut.

Ich habe dort eine Reiterin beobachtet (ich habe nur am Anfang kurz zugeschaut, die ersten 4 oder 5 Starter, wer weiß, was hinterher noch so abging), deren Pferd schon bei der 1. Aufgabe komplett die Mitarbeit versagte. Die erste Aufgabe war, über Stangen im Schritt zu treten, mit zwischendurch anhalten. Sie bekam das Pferd nichtmal ran an die Stangen. Das allein fand ich schon mehr als merkwürdig. Als sie dann aber anfing, an den Zügeln zumzuzerren, wie eine Blöde,auf das Pferd einprügelte, wäre der Zeitpunkt für eine Disqualifikation da gewesen. Die "Richter" (ich mag es eigentlich nicht so nennen, denn es waren keine, es waren z.T. Leute von unserem Hof, die selbst mehr als bescheiden reiten) schauten zu und tolerierten, dass die gute Frau ihr Pferd Aufgabe für Aufgabe durchzergelte und -prügelte. Irgendwann sollte man auch selbst einsehen, dass die Aufgabe nicht zu lösen ist und einfach aufgeben. Abhaken, nach Hause fahren, üben.

Ich kann einfach nicht verstehen, warum sowas bei Leuten möglich ist, die es doch angeblich besser machen wollen (was ja von der Idee her schon mal gut ist, aber man muß das dann auch in der Praxis umsetzten können)

Überhaupt war ich erstaunt, wie schwer sich die Leute mit diesen Augaben taten. Ich bilde mir ein, einige dieser Sachen hätte ich mit meinem Pferd geschafft, obwohl ich sowas nie übe. Ich dachte immer, die machen viel Bodenarbeit und sowas mit ihren Pferden. Erst recht, wenn man für sowas dann eine Nennung abgibt.

Dass dort ein Reiter mit Sandalen auf dem Pferd saß, sei nur mal am Rande erwähnt.


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