Haustiere

Pferdekalender


Fragen zum longieren!

» User #13854 schrieb:

Hallo!

Also mein kleiner Gazal ist nun groß geworden (3 Jahre). Er wird jetz langsam gearbeit und ich longiere ihn! Es klappt alles super er hört perfekt und lernt sher schnell! Bis jetz habe ich ihn ohne Ausbinder und Hilfsmitel longiert- ich wollte das er ersteinmal auf meine komandos hört und versteht was ich von ihm will. Nun will ich aber während des longierens seine Rückenmuskulatur trainieren! Nur leider sind dafür so viele Hilfsmittel auf den Markt das ich da gar nicht durchsehe! Ich tendiere zu einen chambon. Jetzt meine Frage: ist es richtig für ein junges Pferd? Wird dadurch die Rückenmuskulatur gefördert? lg madlen


» User #1580 schrieb:

Naja, das aller aller beste für die gelenke und Muskeln eines jungen Pferdes ist Handpferdereiten. Also das junge Pferd neben einem äleren erfahrenen herlaufen lassen. Das ständige rennen im Kreis ist nicht sehr gut für die beine.
Aber ich weiß schon... wie will mans sonst machen.
Ich finde, ein junges Pferd braucht man gar nicht auszubinden. Wenn überhaupt, dann an einem kappzaum. Aber auf gar keinen fall an der Trense! Sonst verliert das junge Pferd das vertrauen in gebiss und Reiterhand, bevor jemals ein Reiter auf ihm drauf gesessen hat. Egal mit welchem der 1000 Ausbinder zuppelt es ihm immer im Maul rum. Das ist nicht gut und macht die Pferde entweder sauer oder es stumpft schon vor dem reiten ab.
Junge Pferde können auch ohne Ausbinder lernen in einer lockeren Dehnungshaltung zu laufen. Dehnungshaltung bedeutet NICHT (!) "am Zügel" oder "an der Senkrechten" oder "Nase im Sand". Die gesunde Dehnungshaltung ist annähernd Nase auf Bughöhe und ob er den Kopf dabei waagerecht oder senkrecht trägt ist erstmal sekundär. Wichtig ist, dass das Pferd auf die Kommandos hört und ruhig aber fleißig vorwärts geht. Erst muss das junge Pferd seine Balance finden.
Die "richtige" Haltung kommt später.


» User #12321 schrieb:

hi,
zum Anreiten empfiehlt sich das Chambon ganz gut, da es das Pferd nicht sehr einengt und durch leichten Druck aufs Genick zum Dehnen animiert. Weiter geeignet ist ein locker verschnallter Dreieckszügel oder, womit ich auch gute Erfahrungen gemacht hab, Halsverlängerer. Eigentlich mag ich Halsverlängerer nicht besonders, da die Pferde durch sie oft hinter die Senkrechte kommen, aber beim Jungpferd werden sie nur kurzfristig verwendet und länger verschnallt als beim älteren Pferd, wo man eine beizäumende Wirkung will. Das positive an den Halsverlängerern besteht für mich darin, dass sie ebenfalls aufs Genick wirken (anders als Dreieckszügel) und elastisch sind, also wie später die Reiterhand ein gewisses Maß nachgeben. So bekommt das Pferd keine Panik wie es bei starren Ausbindern der Fall sein kann, da es die Gummis langziehen kann, aber sie bieten doch eine gewisse Grenze. Beim Ausbinden generell ist ein Kappzaum von Vorteil. Später kann man auch dazu übergehen, nur die Longe in den Kappzaum einzuschnallen und die Hilfszügel ins Gebiss, das vorher nur "blind" im Maul gelegen hat. Messungen wie im Cavallo haben ergeben, dass Ausbinder eine recht gute Anlehnung bieten, die konstanter ist als die der Reiterhand...
Übrigens kann eine Alternative zum Longieren auch das Freilaufen in der Halle/auf dem Platz sein. Also das junge Pferd sozusagen auf dem Hufschlag laufen lassen. Man kann so genauso gut arbeiten wie mit Longe, hat aber den Vorteil, dass es nicht nur im Kreis herum geht. Mit etwas Übung kann ein Einzelner das Pferd so auf der ganzen Bahn gut arbeiten.
Glg ice