Haustiere

Pferdekalender


Pferd in Pferdepension

» User #17141 schrieb:

Hallo. ich möchte mir nächstes Jahr entlich meinen großen Traum erfüllen und mir ein Pferd kaufen.

Da ich leider keine andere Möglcihkeit habe möchte ich es in eine Pferdepension stellen aber darüber habe ich mich noch nicht so recht informiert wie es dort zu geht ausser das es Halb- u. Vollpension gibt.

Aber was gehört zur Voll- und was zur Halbpension?

Wie viel kostet so etwas im Durchschnitt?

Und wie läuft es dort eigentlich genau ab?

Ich möchte eure eigene Meinung und Erfahrungen wissen, was Ihr darüber denkt und wisst...

Bitte schreibt icon_pray.gif

Lg sasa icon_wink.gif


» User #7859 schrieb:

Hi
Was für Ställe hast du denn bisher kennengelernt?

Also unter Vollpension versteh ich so was die den Stall in dem meiner steht. Dort wird gefüttert und gemistet, für Rausstellen, Führmaschine oder Beritt muss man extra zahlen, ist dann aber alles problemlos möglich.

Halbpension ist da wohl ein etwas unklarer Begriff, dort werden dann nicht alle Leistungen von STall angeboten. Dort wo meine Reitbeteiligung steht, wird zb morgens gefüttert, misten und abends fütter muss man dann aber selber... ich denke da gibt es verschiedene Varianten bei Halbpension...

LG
Katja


» User #5889 schrieb:

Ich würde unseren Stall als "Halbpension" bezeichnen.

Meine beiden haben eine Paddock-Box, kommen im Winter tagsüber auf den Paddock und stehen im Sommer 24 Stunden auf der Koppel.

Im Preis enthalten sind die Box (logo), Selbsttränke, Stroh, Heu und Heulage und Hafer. Es wird durch den SB alle vier Wochen gemistet. Morgens wird die Fütterung übernommen. Abends füttert der letzte Einstaller, der am Stall ist. Wir stellen das Kraftfutter in Schüsseln mit Deckel in der Futterkammer bereit - man kann auch sein selber gekauftes Kraftfutter füttern. Raus- und Reinbringen im Winter muss selbst organisiert werden, das machen wir nach Absprache. Im Sommer auf den Koppeln müssen wir selber die Zäune kontrollieren und den Wasserwagen.

Dafür bezahle ich für beide Pferde zusammen 280 €. Wir haben keine Halle, nur einen kleinen Reitplatz im Ort, der leider sehr wetterabhängig ist. Ich habe aber einen Anhänger und fahre bei Bedarf zum Reitverein in die Halle.

Viele Grüße, Yvonne


» User #17141 schrieb:

also heißt das wegen den füttern das du die menge sozusagen vorgibst und hinstellst und er füttert es dann?!

Aber das kann man ja alles mit denen sicherlich absprechen?.

280 € geht aber für 2 pferde.

ich habe schon 2 ställe zur auswahl da kann man doch sicherlich mal unverbindlich hingehen und sich informiern oder?


» User #17307 schrieb:

Also unter Vollpension verstehe ich, dass die Pfere morgens und abends gefüttert werden, wobei das Futter (Heu und Kraftfutter) im Preis enthalten ist. Die Pferde werden morgens rausgestellt und abends wieder reingeholt, was eigentlich der Bauer übernimmt. Auch das tägliche Misten muss nicht selbst übernommen werden, sondern wird vom Bauer gemacht. Die Wiesen müssen nicht abgeäppelt werden.
Der grösste Unterschied zur Halbpension (wir sagen auch Selbstversorger) besteht darin, dass sowohl die Box, als auch das Futter selbst gemacht werden, wobei Futter (Heu und Kraftfutter) vom Stall genommen werden (können). Auch muss im Sommer die Wiese und im Winter der Paddock abgeäppelt werden (wir können aber auch einen kleinen Betrag zahlen, dann wird das abäppeln übernommen.). Die Pferde werden wie auch bei der Vollpension morgens vom Bauer rausgestellt und abends reingeholt.
Bei uns im Stall kostet die Vollpension 185€, wie gesagt ist da das tägliche rein-/ rausstellen, tägliche Boxen und Futter machen enthalten. Bei der Halbpension werden 165€ gezahlt und der Unterschied besteht nur darin, dass selbst gemist und abgeäppelt wird und auch Futter für morgens und abends fertig gemacht wird. Wie bei der Vollpension übernimmt auch bei der Halbpension der Bauer das Füttern.
Normalerweise helfen bei uns aber abends beim Reinholen alle Einstaller die grade am Stall sind, die Pferde im Sommer von den Wiesen und im Winter von den Paddocks zu holen und der Letzte füttert "seinen Stalltrackt", sodass unser Bauer das nicht alles allein machen muss.
Unsere Pferde stehen in Grüppchen (Stuten und Wallache sind getrennt), was meiner Meinung nach für die Pferde viel entspannter ist. Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass alle Pferd vom Stall auf einer Wiese standen, dabei war weitaus mehr Unruhe in der Herde.
Wir haben zwei Reitplätze, einen Grösseren und einen Kleineren, die beide auch nach starkem Regen gut bereitbar sind. Der Kleinere der beiden ist für den Winter mit Lampen ausgestattet. Auch ist ein Longierzirkel vorhanden.
Die Preise finde ich vollkommen gerechtfertigt, ich denke, wir sind mit dem Betrag für unseren kleinen "Komfort" ziemlich gut dabei.
Ich weiß aber auch, dass sich die Preise durchaus weit in die Höhe schrauben können, zum Beispiel muss nur eine Halle vorhanden sein. Auch bei Ställen ohne Halle sind die Preise oft (ungerechtfertigt?) höher. Man sollte sein Pferd aber immer dort unterstellen, wo es einfach Pferd sein kann und meiner Meinung nach zum Beispiel nie in einem Stall einstellen, an dem das Pferd keinen täglichen Weidegang erhält. Auch, wenn man dann vielleicht auf eine Halle verzichten und wenn es sein muss auf dem matschigen Platz seine Runden absolvieren muss. Für mich geht das Wohl meines Pferdes immer über meinen eigenen Komfort!

Viel Glück bei deiner kommenden Stallsuche!


» User #5889 schrieb:

Ja, die Menge geben die Pferdebesitzer vor, bzw. mischen das Kraftfutter auch selber an und stellen es dann hin zum Füttern. Außerdem haben wir Tafeln an den Boxen, auf denen steht, ob das Pferd Heu oder Heulage bekommt oder beides und in welcher Menge.

Bei uns kann man mit dem Stallbesitzer auch reden, z.B. geben sie auch Medikamente wenn es mal nötig ist usw.

Ich würde mal zu den Ställen hinfahren und sie ansehen. Du kannst dann mit dem Besitzer und auch den Einstallern sprechen, wie alles abläuft.

Viele Grüße, Yvonne


» User #11837 schrieb:

Hi,

bei uns liegen die Preise zwischen 240 und 350 Euro/Monat. Dafür werden die Pferde täglich morgens und abends gefüttert, in der Woche morgens raus- und abends reingebracht, und die Boxen morgens frisch (dick) eingestreut. Die Weiden/Ausläufe und die Hallenböden werden grundsätzlich vom Stallbesitzer "in Schuß" gehalten.

An den Wochenenden und Feiertagen werden die Pferde morgens rausgebracht, aber wir müssen selbst dafür Sorge tragen, dass sie abends wieder reinkommen (hierfür hat jeder Stalltrakt - wir haben mehrere davon - seinen eigenen "Reinholplan" entwickelt. Das klappt wunderbar!).

Die teureren Boxen sind diejenigen die direkt an die Reithalle angrenzen (Innen- und Außenboxen -- variieren auch noch im Preis). Diese Boxen werden regelmässig seites des Stallbesitzers ausgemistet.

Dann gibt es noch die Stallungen auf dem (ehemaligen) Bauernhof. Das sind die günstigeren; dort wird zwar morgens eingestreut, aber man muss selbst ausmisten und der Weg zur Halle ist ca. 500 m "weit".

Im Sommerhalbjahr hat man die Wahl: Entweder 24 Stunden Weide oder - wie auch im Winterhalbjahr - Auslauf und Box. Im letzteren Fall läuft alles wie gehabt weiter (Futter/Misten/Raus-/Reinholen).

Der Stallbesitzer ist sehr kooperativ, wenn z.B. Medikamente gegeben werden müssen, braucht man sie nur hinzustellen und Bescheid zu geben. Wenn das Pferd mehr oder weniger Futter haben soll, reicht auch ein Hinweis. Wenn eigenes Futter gefüttert wird oder das Pferd auf Späne stehen soll (üblich ist bei uns Stroheinstreu), gibts 'ne monatliche Preisreduzierung. Futter + Stroh steht im Übrigen jedem frei zur Verfügung (man kann also jederzeit frisch einstreuen und auch jederzeit noch zusätzlich füttern, wenn man möchte).

Wir haben 2 Hallen, einen großen Außenreitplatz(leider nicht so gut drainagiert ... bei Regen nicht wirklich nutzbar), ein Roundpen und ein klasse Ausreitgelände. Viele Weiden/Ausläufe rundherum (mit Selbsttränken und Strohraufen); die Pferde sind in übersichtliche Gruppen aufgeteilt (wir haben insgesamt ca. 70 Pferde), es gibt im Sommerhalbjahr auch extra "Mager-"Weiden für die Pferde, die nicht so viel Gras haben sollen und dann gibt es noch 5 Krankenpaddocks (ca. doppelte bis dreifache Boxgröße), damit die Pferde, die krank sind und nicht in ihre Herde dürfen, wenigstens frische Luft kriegen und nicht den ganzen Tag in ihrer Box stehen müssen.

Ich fühle mich dort seit 15 Jahren sehr (!) wohl icon_biggrin.gif

Überleg' Dir erst, was Dir im Einzelnen wichtig ist, was Du Dir für Dein Pferd wünschst, was Du selbst gerne hättest und dann schau Dir die zur Verfügung stehenden Ställe an. Wie werden die Pferde dort gehalten etc. Welchen Eindruck machen die dort bereits eingestellten Pferde auf Dich usw. Dann sprich - wie schon gesagt wurde - mit dem Stallbesitzer und, falls Du die Möglichkeit hast, auch mit anderen Einstellern und dann musst Du Dich entscheiden. Falls Du Dir unsicher bist, ob Du wirklich ein "Auge" für evtl. Nachteile hast: Gibt es in Deinem Freundes-/Bekanntenkreis jemanden, der Pferdebesitzer ist und der Dich vielleicht begleiten würde?

Ich wünsche Dir alles Gute!

LG Barbara