Haustiere

Pferdekalender


Wer hat Infos zur Weiden-Vorbereitung?

» User #10208 schrieb:

Habe seit 4 Wochen meine Pferde am Haus stehen.Das war über 6 Jahre anders,sie standen in einem Pensionsstall.
Nun hab ich leider das Problem...ich hab keine Peilung mehr davon, wie ich Weideland richtig vorbereite um es nächstes Jahr auch vernünftig nutzen zu können icon_heul.gif .
Bisher war das Land wohl ein Acker auf dem willkürlich vom BAuern angepflanzt wurde...mal war es Getreide, mal Sonnenblumen und son SchnickSchnack ( Bauer ist in Rente...).
Naja...dementsprechend uneben ist der Boden und es steht viel "Mist" drin, also schlechte Begrünung.
Nun will ich nicht viel falsch machen, damit meine beiden Mädels im nächsten JAhr wieder eine schöne Weide haben icon_biggrin.gif
Weiss jemand von euch Rat? Irgendeine Idee...müsste vorallem wegen der nötigen Maschinen euren Rat haben, da ich sie ausborgen muss. icon_pray.gif
LG
Mari


» User #13286 schrieb:

Also so voll die richtige Ahnung hab ich auch nicht. Vor über 20 Jahren hat ein Bauer für uns auch mal Weide neu angelegt, von daher weiss ich noch ein bisschen was, und im Übrigen steht uns das nächstes Jahr auch wieder bevor. Wenn Du die Maschinen sowieso ausleihen musst, ist es am sinnvollsten, dort zu fragen, bei dem Du ausleihen willst. Also entweder Lohnunternehmen oder Privatbauern. Die können Dich am besten beraten, - es gibt ja heutzutage auch Maschinen, die es vor 20 Jahren noch gar nicht gab, und die diverse Arbeiten viel effektiver und ggf schon kombiniert ausführen können. Die Bodenbewirtschaftung hängt wohl auch von der speziellen Bodenart ab, ist also z.B. auf schwerem Lehmboden etwas anders als bei leichtem sandhaltigen Boden. Da können Dir ortsansässige Profis bestimmt am besten Ratschläge erteilen.

Im Groben und Ganzen waren die Arbeitsgänge bei uns damals : Pflügen, damit Unkraut untergebuttert wird und der Boden schonmal einigermassen vor-geebnet wird, dann eggen, um den Boden weiter zu glätten und die Krume feiner zu machen, dann einsäen, dann walzen, damit die Saat fest auf den Boden gepresst wird und nicht vom Wind weggeweht wird, und dabei wird dann auch noch mehr geglättet und die Oberfläche gefestigt. Danach irgendwann nochmal Dünger (oder gleich beim Säen?), und der erste Aufwuchs wird gemäht und den kannst Du entweder an einen Bauern für seine Rinder verschenken oder entsorgen, denn die Pferde kannst Du da noch nicht drauflassen, da die Grasnarbe noch nicht solide genug ist, würden die Pferde gleich alles wieder kaputt trampeln. Heu kannst Du davon auch nicht machen, weil man im ersten Aufwuchs noch so viel dickfleischige Pflanzen (Unkraut) dazwischen hat, die würden nicht zügig genug trocknen und zuviel Feuchtigkeit ins Heu bringen, sodass es schnell schimmelt (diese Pflanzensorten gehen nachher zurück, wenn sich die Grasnarbe mehr schliesst). Du kannst zwar vom ersten Aufwuchs auch portionsweise mähen und als Frischfutter den Pferden geben, aber die ganze Weide kannst Du auf die Art nicht verwerten, weil man auf einen Schlag soooviel Grünzeug hat, dass die Pferde nicht so schnell alles verputzen können. Und es ist doch auch wichtig, dass der erste Aufwuchs rechtzeitig gemäht wird, damit Licht an die kleineren Pflänzchen kommt und die Grasnarbe dichter wird. Wenn man das schnell wachsende Zeug (meist ist das eher das Unkraut) nicht rechtzeitig mäht, kriegen die kleineren Pflänzchen dazwischen nicht genug Licht und verkümmern, und das trägt nicht zur zügigen Entwicklung einer soliden Grasnarbe bei.

Nach dem Mähen des ersten Aufwuchses gibst Du der Weide etwas Zeit, sich zu erholen, und dann können die Pferde drauf, - anfangs eher zeitlich begrenzt, damit die immer noch nicht voll entwickelte Grasnarbe nicht zusehr durch die Pferdehufe zu leiden hat. Im Folgejahr kann die Weide normal benutzt werden. Die weitere optimale Weidepflege nach dieser Anfangszeit ist wesentlich komplizierter und fast eine Wissenschaft für sich, und da empfehle ich entsprechende Bücher über Weidepflege, - da gibt es inzwischen wohl diverse zu kaufen.


» User #13286 schrieb:

Sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber vorsichtshalber sag ich es nochmal dazu : wenn Du Saatgut und Dünger kaufst : immer ausdrücklich dazusagen, dass es für PFERDEweide sein soll. Die normalen Produkte für Rinderweiden sind für Pferde nicht so gut (zu fett, zu eiweissreich, zu einseitig in der Pflanzenzusammensetzung, denn Weidesaat ist ja nicht einfach "Gras", sondern besteht aus einer Mischung von einer Vielzahl Gräser- und Kräutersorten, und die sollte halt nicht auf Rinder, sondern auf Pferde abgestimmt sein).


» User #4186 schrieb:

Ein Buchtipp:

"Handbuch Pferdeweide" von Ingolf Bender
- Da steht so ziemlich ALLES drin icon_wink.gif

Viel Erfolg!


» User #14990 schrieb:

Stimmt hätte ich auch mal drauf kommen können als ich den Thread damals gelesen hab.

Der hat in sachen Offenstall und Weidehaltung und sowas gute Bücher geschrieben.
Wisst ihr was das Kuriose ist? Seine Schul und Pensionspferde stehn in Boxen mit Weidegang - da hab ich schon mal drüber gestaunt.


» User #4186 schrieb:

Echt?! Das ist ja der Hammer! Naja - wenn mein sein Buch über Pferdefütterung liest: Klar, in ner Box kann man sich sicher sein, dass das Pferd genau das gefressen hat, was auch in den Trog gewandert ist icon_wink.gif
Hat der denn einen Reitschulbetrieb? *neugierig* icon_mrgreen.gif Weil auf seinen Fotos sieht das ja immer so aus, als würde er 4 Pferde am Haus halten...


» User #14990 schrieb:

Ne - des ist ein Schul-und Pensionsstall bei München!
Da steht zwar seit paar Jahren ein Offenstall, aber den haben einige seiner ehemaligen Einsteller da hingesetzt icon_wink.gif

Ich kenn den Stall auch nur von Besuchen, weil ich drei Kilometer weiter (in der Ecke kommst auf ner Strecke von gut 5km an 5 Reitställen vorbei) mein Pferd stehen hatte und die besitzerin mit denen recht gut konnte...


» User #4186 schrieb:

Also jetzt bin ich ja echt mal desillusioniert icon_eek.gif Ich hab alle seine Bücher und bin halt schon davon ausgegangen, dass er da vollkommen dahintersteht. - Besonders hinter seinen Offenstallkonzepten. Sowas! Da bin ich ja ganz platt...
Kannst du mir vllt. per PN schicke WO sein Stall ist? Ich komme nämlich auch aus München und das würde mich doch echt ma interessieren icon_wink.gif
LG


» User #14990 schrieb:

Liegt im Freisinger Moos - an der Verbindungsstrasse zwischen Freising(attaching) und Giggenhausen.
Aber das ist nun auch schon wieder paar Jahre her.

unsre damalige Besi hat ihren Stall da auch soooo tollgeplant - Offenlaufstall für 10 Pferde - der Platz reicht für 7-8 (ganz zu schweigen dass zuwenige Koppeln da sind) - als ich vor 2 Jahren da war standen da schon 14 Pferde drin.
Meine Kleine musste da wegen Umzug raus - bis dahin hatte sie immer wieder schwere Schübe einer Mondblinheit.
Seit sie da weg ist ist sie gesund - kein Herdenstress mehr,Box mit Kleinstherde (inzwischen auch das nimmer icon_redface.gif ) und das reichte - keine teure OP!

Wenn dich gute Offenstallkonzepte interessieren dann kann ich dir das Gut Wildschwaige bei Hallbergmoss empfehlen!


» User #5889 schrieb:

Ich kann Dir nur Wärmstens das oben bereits genannte Buch von Ingolf Bender empfehlen. Ansonsten ist es nicht ganz so einfach, aus einem Acker eine Weide zu machen. Einsähen ist jetzt zu spät, da wirst Du bis zum Frühjahr warten müssen, und wenn Du dann im Sommer die Pferde drauflassen willst, hast Du noch keine konstante, feste Grasnarbe.

Aber wie gesagt, in dem Buch findest Du alles, was Du wissen musst.


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