Haustiere

Pferdekalender


Konversation mit RB-Besitzer -- unmöglich!

» User #5724 schrieb:

Heute komme ich ausnahmsweise mal mit einem Menschenproblem zu euch statt mit einem Pferdeproblem.

Denn irgendwie schaffe ich es nicht mich mit dem Besitzer meines RB-Wallachs über irgendetwas zu einigen.
Im groben läuft es seit einem 3/4 Jahr so, dass ich 3X /Woche freie Hand bei seinem Pferd habe und so ziemlich alles mit ihm machen darf, was uns beide nicht gefährdet. Er gibt mir keine Tipps oder Anordnungen, an die ich mich zu halten habe oder sonst was.

Er selbst reitet vielleicht einmal im Monat und lässt sich auch nicht besonders oft am Stall blicken (Das Pferd steht 24h auf der Weide).

Das wär ja auch alles schön und gut, aber es gibt da einige Sachen die mir einfach nicht in den Kram passen. Beispielsweise bekommt er meiner Meinung nach viel zu viel Futter, dafür dass er kaum arbeitet bekommt er Unmengen an Kraftfutter.
Als ich den Besitzer darauf ansprach sagte er nur ein großes Pferd brauche eben auch viel Futter - stechende Logik!

Des weiteren macht der Wallach seit langem anstalten nach mir zu beißen wenn ich ihn Sattel und bleibt auch beim Aufsteigen nicht gut stehen. Beim reiten ist er oft hibbelig und neigt zum buckeln. Wenn ich ihn aber ohne Sattel reite ist er total ausgeglichen und ruhig. Als ich den Besitzer darauf ansprach, dass der Sattel wohl nicht gut passt, meinte dieser nur das stimme nicht, das Pferd habe schließlich keine Druckstellen am Rücken.

Diese Beispiele häufen sich langsam (z.B. brauch er auch Eisen, die Hufe sind sehr schlecht u. brechen aus) und ich weiß einfach nicht wie ich mit ihm reden soll. Über alles was ich sage macht er sich lustig, weil er ja angeblich so gut mit seinem Pferd zurecht kommt (andere am Stall sagen mir das Gegenteil).

Am liebsten würde ich das Pferd vom Fleck weg kaufen aber dazu fehlt mir leider das Geld.

Aber ist es richtig dass ich als zahlende Reitbeteiligung nun die Kosten für Sattler/Schmied/Futter übernehmen soll?
Darf ich mich als Reitbeteiligung eigentlich soweit 'einmischen' oder trete ich damit dem Besitzer auf den Schlips?
Aber sollte er nicht dafür sorgen, dass seine Reitbeteiligung zurecht kommt?

Huh, langer Text aber ich hoffe ihr habt trotzdem ein paar Tipps für mich...


» User #463 schrieb:

Hi Sumsum,

das ist eine verzwickte Lage. Doch im Großen und Ganzen ist es einfach so, ER ist der Besitzer, DU die RB. Traurig, dass er nicht hört, was du zu sagen hast, zumal du dich ja regelmässiger ums Pfd. kümmerst als er. icon_cry.gif

Ich in selbst Pfd.Besitzer und hatte mal eine RB. Wir waren uns meist einig. Es gab so gut wie nie Stress, da hatten wir eine gute Grundbasis.

Was musst du alles bezahlen? Wenn du einen regel,. betrag beisteuerst, finde ich nicht dass du Schmied etc. bez. müsstest. Allerd. kannst du dich beteiligen. Aber mach ja nix ohne seine Zustimmung! Auch wenn der Sattel zwickt, er Eisen bräuchte - hüte dich das auf eigene Faust zu machen!

Ist hart, aber ist sein Tier und da darfst du ohne seine Zustimmung nicht ran...

WEnn ich mich in die Lage versetze, das mir sowas geschehn sollte. Nur mal als Beispiel, meine RB kürzt meinem Pferd einfach die Haare weil sie findet dass es besser aussieht, da wär ich schon sauer.

Der Bes. scheint recht wenig Ahnung zu haben. Kannst du vllt. irgedwas tricksen, dass ihm jmd. anderes (evtl. jmd auf den er hören würde) ihm mal steckt dass sein Pfd, Eisen; Sattler etc. braucht?

Ansonsten könntest du dir einen eigenen, passenden Sattel kaufen u. zur Not Hufboots, und wenn ers erlaubt mit dem Reiten.

Aber wer kann das schon, wär schön überflüssig.
Ich hoffe mal, dass ihr eine Gesprächsbasis findet.

Grüßle
Renate


» User #5724 schrieb:

Hallo Renate

Ich zahle 60 euro im Monat für 3x die Woche + 30 euro im Monat für den Reitunterricht. Aber damit hat der Besitzer ja nix am Hut wenn ich Unterricht nehmen will. Ich finde 60 euro ist ein angemessener Preis wenn der Besitzer sich darum kümmert das alles ok ist.
Natürlich würde ich nichts an dem Pferd machen was ich nicht mit ihm abgesprochen habe, ich weiß dass das nicht in Ordnung ist, aber ich wüsste nicht auf wen er hören würde oder wer am Stall ihm wirklich so etwas sagen würde.
Wenn die anderen Einstaller finden, dass seine Hufe schlimm aussehen sagen sie's immer mir - ja toll und was soll ich daran ändern?
Für einen eigenen Sattel oder Hufschuhe habe ich leider kein Geld, das kostet ja ne Menge.
Außerdem kann es passieren dass ich ihm extra einen Sattel kaufe, und der Besitzer dann beschließt ohne Reitbeteiligung auszukommen. Dann belib ich auf dem Sattel hängen.
Das ist alles irgendwie keine Lösung..


» User #6382 schrieb:

Das hört sich ja echt schlecht an...
Ich hatte bei meiner ehm. Rb das glück das ich und die Bes. uns sehr sehr gut verstanden haben! Um die Stute habe ich mich auch alleine gekümmert.

Was du machen könntest zm ihn zu überzeugen wüsste ich allerdings auch nicht. Bei uns leistet die SB immer überzeugumgs arbeit... die redet mit den Bes. wenn irgendwas auffällig ist und meistens folgen sie ihren ratschlägen... Aber das der Bes. so uneinsichtig ist wie bei dir ist schon heftig.
Hast du ihm mal gezeigt wie er sich beim satteln benimmt?

Ich würde dir jetzt gerne einen schlauen tip geben doch ich bin ratlos... icon_confused.gif


» User #7470 schrieb:

Ich sage auch, wnen mir etwas auffällt Bescheid.
Ob es um Satteldruck geht, der Schmied kommen muß, der Weidezaun kaputt ist, ich meine, daß zu viel/wenig gefüttert wird, wenn sich eines den Schweif scheuert, etc, etc.
nett und freundlich, aber dringende Sachen (wie zb Schmied) auch bestimmt.
Ich denke,w enn ich mich im schnitt 7 Tage die WOche um ein Pferd kümmere, dann habe ich das Recht dazu.
Die Besitzerin allerdings ist ebenso sehr um das WOhl iherer Vierbeiner besorgt und es gab bisher keine Probleme. Sie hat einfach nicht die Zeit, ist zT selten in der Stadt und froh, daß ich die Stute vwie meien eigene versorge.

Also nein, ich finde nicht, daß man damit jemandem "auf den Schlips tritt". Nicht, wenn die DInge "Hand udn Fuß" haben und nett angebracht werden.


» User #7521 schrieb:

Hallo Sumsum!

Das ist ein schweiriges Thema, das kann keiner beantworten, der das Pferd nicht kennt.
Aber ich mag was zu deinen Beispielen schreiben:
1. Futter:
Unmengen sind relativ. Kann sein, dass das Pferd es braucht, kann aber auch sein, dass es unnötig ist. Wie sieht das Pferd denn aus?
Ist es fett oder nicht ausgeglichen?
2. Satteln:
Kann am Sattel liegen, ist vielleicht auch naheliegend, wenn Du öfter reitest, als das Pferd vorher bewegt wurde. Kann aber auch sein, dass das Pferd testet, und dann evtl mit Hinblick auf die Fütterung.
Viele Pferde die ich kenne, gehen ohne Sattel entspannter, das liegt aber zum goßen teil auch daran, dass die Leute ohne Sattel ganz anders arbeiten als mit, und das Pferd kann sich so simple Dinge merken.
3. Hufe:
Eisen sind ein extremer Eingriff in den Huf, auch wenn das mehrheitlich nicht wahrgenommen wird.
Brüchige Hufe bedeuten nicht gleich, dass das Pferd Eisen braucht. Aber evtl braucht es den Schmied öfter, was aber mit Eisen auch der Fall wäre.

Das sind jetzt nur meine gedanken zu dem thema, und daran erkennst Du, wie unterschiedlich man solche Dinge sehen kann.
An deiner Stelle würde ich ruhig mit dem Besitzer reden: Nicht: das Pferd braucht Eisen, sondern: das Pferd hat schlechte Hufe, was kann man dagegen machen.
Vielleicht auch an der Fütterung arbeiten.
Den dialog suchen. Und wenn er sich über dich lustig macht, dann hast du es ihm wenigstens gesagt. Manche leute hören eher auf die meinung von Profis, also, frag den Schmied (obwohl der wahrscheinlich Eisen draufklatschen möchte), den RL, den Stallbesitzer usw. Irgendwann redet auch mal einer mit dem Besitzer über die Belange des Pferdes.
Vielleicht reagiert er dann eher.
Oder aber es besteht kein handlungsbedarf, aber dich nervt dies und das, was schon seit Jahren so läuft.
Dann wäre ich als Besitzer auch angep..., wenn die RB da reinredet...
Aber, Probieren geht über studieren.
Also, ran an den bsietzer und auf ein neues!