Haustiere

Pferdekalender


Pony macht Probleme beim "Einfahren"

» User #13873 schrieb:

Also, wir haben bei uns am Stall ein Pony, es ist noch nicht alt, er wird auf ca.4 geschätzt. Nun wollten wir ihn gerne bis zum nächsten Winter einfahren, damit er bei Schnee vielleicht einen Schlitten ziehen kann( so nen einfachen Kinderschlitten, nichts großes oder so!)! Also jetzt auch nicht so total provesionell, nur das er das halt recht gut und ohne Angst macht! Jetzt habe ich heute was mit ihm an der Doppellonge gemacht (nicht zum ersten Mal, eher zum 100...) und er war stur wie ein Esel...! Irgendwann hatte er einfach keinen Bock mehr, hat sogar nach mir ausgetreten wenn ich mal hinter ihm gelaufen bin und ist da rumgerannt wie sonst was...! Ich denke nicht, dass es daran liegt das er mir nicht vertraut oder so, eher im Gegenteil!
Jetzt wollte ich mal von erfahrenen Kutschprofis icon_biggrin.gif hören, was ihr dazu sagt...! Hat er da einfach keinen Bock drauf, ist das die normale Pony-Sturheit und man muss sich einfach durchsetzen? Oder ist er für solche Sachen vielleicht einfach noch zu jung und braucht noch ein wenig Zeit?
Ich freue mich sehr über Antworten, da ich selbst nicht viel Erfahrung mit dem "Einfahren" habe!


» User #13846 schrieb:

Hmm kann natürlich sein dass das Pony seine Grenzen testet...
aber andererseits ist die Frage, ob es Spaß an der ganzen Sache hat. War es bisher immer mit Elanbei der Sache oder her nach dem motto 'ich machs halt'..?


» User #13873 schrieb:

Also bei ihm ist es immer so, dass er sich zunächst gegen alles sträubt, außer gegens schmusen icon_smile.gif! Er ist schon beim "normalen" Longieren total wiederspänstig, aber da bin ich mir ziemlich sicher, dass er da nur rumzickt, denn wenn man sich dann wirklich durchsetzt macht ers dann auch, auch recht gut...!


» User #14211 schrieb:

Mal eine Frage zu deinem Pony, ist es schon seit langem in eurem Besitz? Den die Probleme die du jetzt hast könnten auch gut durch völlig falsche Behandlung durch die Vorbesitzer kommen. Wäre nicht das erste mal das man sich wundert warum sich ein Pferd so anstellt ohne erkennbaren Grund und sich nachhher rausstellt das es vom Vorbesitzer total verdorben wurde. Ansonsten hilft nur viiiieeeellll Gedult, kleiner Tipp erstmal normale Longe und keine Doppellonge, ist für das Pony deutlich schneller zu lernen und die Gefahr das es sich in die Longen einwickelt ist nicht so groß. Ach ja noch eins, oft hört man, man sollte erstmal einen Reifen oder so hinter das Pony hängen um es an das ziehen zu gewöhnen. Bitte nicht! Das Problem ist durch das schleifende Geräuch regen sich die Pferde meistens noch mehr auf und mit höherer Geschwindigkeit wird es immer lauter und das Pferd kann nicht sehen woher das Geräusch kommt. Besser ist es zwei Helfer nehmen jeder einen Strang in die Hand und lassen sich vorsichtig mitziehen. Hoffe konnt dir ein wenig helfen.


» User #14211 schrieb:

Mal eine Frage zu deinem Pony, ist es schon seit langem in eurem Besitz? Den die Probleme die du jetzt hast könnten auch gut durch völlig falsche Behandlung durch die Vorbesitzer kommen. Wäre nicht das erste mal das man sich wundert warum sich ein Pferd so anstellt ohne erkennbaren Grund und sich nachhher rausstellt das es vom Vorbesitzer total verdorben wurde. Ansonsten hilft nur viiiieeeellll Gedult, kleiner Tipp erstmal normale Longe und keine Doppellonge, ist für das Pony deutlich schneller zu lernen und die Gefahr das es sich in die Longen einwickelt ist nicht so groß. Ach ja noch eins, oft hört man, man sollte erstmal einen Reifen oder so hinter das Pony hängen um es an das ziehen zu gewöhnen. Bitte nicht! Das Problem ist durch das schleifende Geräuch regen sich die Pferde meistens noch mehr auf und mit höherer Geschwindigkeit wird es immer lauter und das Pferd kann nicht sehen woher das Geräusch kommt. Besser ist es zwei Helfer nehmen jeder einen Strang in die Hand und lassen sich vorsichtig mitziehen. Hoffe konnt dir ein wenig helfen.


» User #13873 schrieb:

Wir haben ihn schon seit ca. 2 Jahren und was vorher mit ihm war weiß ich aber nicht genau...! Also der alte Besitzer hat uns das Pony schon für 2 Jahre älter verkauft, für mich sagt das schon einiges aus, aber er macht eigentlich nicht den eindruckt als wäre er früher mal nicht gut behandelt worden oder so...


» User #13873 schrieb:

Wir haben ihn schon seit ca. 2 Jahren und was vorher mit ihm war weiß ich aber nicht genau...! Also der alte Besitzer hat uns das Pony schon für 2 Jahre älter verkauft, für mich sagt das schon einiges aus, aber er macht eigentlich nicht den eindruckt als wäre er früher mal nicht gut behandelt worden oder so...


» User #13873 schrieb:

Wir haben ihn schon seit ca. 2 Jahren und was vorher mit ihm war weiß ich aber nicht genau...! Also der alte Besitzer hat uns das Pony schon für 2 Jahre älter verkauft, für mich sagt das schon einiges aus, aber er macht eigentlich nicht den eindruckt als wäre er früher mal nicht gut behandelt worden oder so...


» User #6141 schrieb:

Hallo,

ich habe zwar keine Erfahrung im "Einfahren", habe aber meine Stute selbst eingeritten und außerdem auch ein Shetty, dass nur angeritten war, als wir es bekamen. Ich denke, dein Pony testet seine Grenzen und versucht dich zu veräppeln. Das wichtigste ist in so einer Situation dem Tier eine Respektsperson und ein Führer zu sein. Erst wenn es in der Rangordnung eindeutig unter dir steht, wird es dir auch gehorchen und Spaß an der Arbeit haben.
Insofern erstmal Rangordnung klären und dann mit dem "Einfahren" beginnen icon_smile.gif
LG


» User #13286 schrieb:

Merie, Du schreibst "... Irgendwann hatte er einfach keinen Bock mehr...", - was heisst "irgendwann"? Wie lange hast Du mit ihm trainiert an dem Tag? Pferde - erst recht in dem Alter - sind zeitlich nur relativ begrenzt konzentrationsfähig, ich hab mal gelesen, dass sie sich maximal ca 10 - 15 Minuten voll konzentrieren können, und aufnahmefähig für Neues sind. Das muss nicht heissen, dass man nur 10 Minuten trainieren kann, - man beginnt mit dem Wiederholen von bereits Gelerntem, und versucht dann innerhalb der konzentrationsfähigen Zeit, Neues zu vermitteln (wenn das nicht klappt, sollte man sich fragen, ob man die Aufgabe dem Pferd auch verständlich genug vermittelt hat, oder ob man es ihm evtl auf eine andere Art besser begreiflich machen kann). Sobald das Pferd die Lektion begreift : sofort Lob, Leckerli (muss nicht sein) und vor allem die Übungseinheit beenden(also die jeweilige Übungsstunde, nur dass es halt keine ganze Stunde ist, weswegen ich lieber "Übungseinheit" sage). Dann weiss das Pferd : JETZT war es richtig, und wenn ich es gut gemacht habe, darf ich aufhören. Das ist die grösste Belohnung, die man geben kann, und wird noch mehr geschätzt als Leckerli oder stimmliches Lob. Man erreicht mehr, wenn man 2-3x am Tag 10-20 Minuten übt (oder wenn nicht möglich, dann nur 1x am Tag oder nur alle paar Tage einmal, jedoch nie länger als ca 20 Minuten am Stück), als wenn man "bis zum Umfallen" an einem Stück trainiert. Wenn die konzentrationsfähige Phase vorbei ist, wird das Pferd nämlich schludrig, passt nicht mehr so recht auf (das KANN es dann auch gar nicht mehr, weil es sich einfach nicht mehr konzentrieren kann), beginnt sich zu langweilen, macht Unsinn, wird zunehmend mürrisch und das macht alles immer schwieriger statt besser. Wenn das Ziel der Übungseinheit nicht erreicht wird (entweder weil das Ziel zu hoch gesteckt war, oder weil das Pferd einen schlechten Tag erwischt hat - kann ja auchmal vorkommen, oder weil man keine Methode gefunden hat, dem Pferd den Lehrstoff pferdegerecht zu vermitteln), dann steckt man die Ansprüche für den Tag zurück und fordert eine bekannte Lektion ab, die dann mit Lob und Beenden der Übung endet, sodass man das Training für das Pferd mit einer positiven Erinnerung abschliesst und es somit gern wieder bereit ist für die folgende Übungseinheit.

Dass das Pony "schon beim "normalen" Longieren total wiederspänstig ist und da nur rumzickt", hört sich so an, als ob ihm das Training nicht viel Spass macht. Vorausgesetzt, es hat kapiert, was man von ihm will (und das scheint ja der Fall zu sein), könnte es sein, dass entweder das Lob zu kurz kommt (viele Menschen finden Gehorsam "selbstverständlich" und finden ihn keines Lobes wert, sondern schimpfen nur oder strafen gar, wenn der Gehorsam ausbleibt) oder dass es die Lektion öde findet, weil er sie schon kennt und sich langweilt (darauf könnte auch der Hinweis deuten, Du habest die Doppellongenarbeit "...nicht zum ersten Mal, eher zum 100..." gemacht. Vielleicht ist das Training einfach zu öde und eintönig gestaltet?), und versucht, sich dann halt selber zu amüsieren, wenn sein Mensch ihm schon keine Abwechslung bietet?

Was das Hinterherziehen von Reifen etc angeht, so ist das gar keine schlechte Methode, nur sollte man - bevor man den Reifen hinter das Pony hängt, ihn zuvor von einem Helfer VOR dem Pony herziehen lassen, damit es sich das Ding angucken kann, was da dieses ätzende Geräusch verursacht. Erst wenn das Pony angstfrei hinter dem schleifenden Reifen hergeht, kann man den Reifen hinter das Pony verfrachten (zuvor evtl auch noch den Reifen sanft gegen die Beine des Ponys rollen, bis es kapiert, dass von dem Ding total keine Gefahr ausgeht). Ich habe auf die Art schliesslich nicht nur den Reifen hinter das Pony gehängt, sondern sogar noch eine ganze Traube scheppernder Konservenbüchsen an den Reifen gebunden, - natürlich nicht alles auf einmal, sondern etappenweise geübt.


Weiterlesen: Pony macht Probleme beim "Einfahren"

Seite 1, 2