Haustiere

Deutsche Schäferhunde, Vorurteile, Schutzdienst

» User #9177 schrieb:

Hallo,
Ich bin total für die Schutzhundausbildung. Ich kannte einen Schäferhund der wie wild an den Mann ging auf dem Arbeitsplatz, er war aber ein richtiges Schaf im Umgang mit jederman, wollte immer nur lieb sein und freute sich über jeden Besuch. Meine Meinung ist, dass gerade bei der Schutzhundarbeit der Hund Selbstkontrolle und absolutes Gehorsam erlernt. Wer dagegen ist, sollte sich doch einmal solch ein Training im Detail ansehen. Vorausgesetzt der Trainer ist gut, das ist eher der springende Punkt bei der Sache.
Eine GUTE! Schutzhundausbildung ist immer empfehlenswert.


» User #9631 schrieb:

Unser erster Rauhaardackel wurde von einem Schäferhund mehrfach so gebissen, dass wir ihn schließlich einschläfern lassen mussten.
Immer wieder bin ich ich Schäferhunden begegnet, die scheinbar aus der Luft gegriffen andere Hunde gebissen haben. Aber: Das waren alles Schäferunde, die mit eingezogenem Schwanz an kurzer Leine neben ihrem Herrn marschieren mussten. Und diese Herren...
Wahrscheinlich also mal wieder weniger die Hunderasse als der Menschenschlag schuld.
Schutzhunde in den Händen von Nichtprofis (d.h. Polizei...) sind mir persönlich unheimlich.
Kathrin


» User #9177 schrieb:

Sehr schade dass du nur negative Erfahrungen mit Schäferhunden gemacht hast. Tut mir leid für dich, den Dackel aber auch für die Schäferhunde allgemein, die an sich ganz ganz tolle Hunde sind. icon_sad.gif


» User #11014 schrieb:

Hallo,

meiner Meinung nach gehört Schutzhundeausbildung in die "richtigen" Hände. Das heißt z.B. Polizei usw..

Gehorsamkeit kann man mit seinem Hunde auch ohne Ärmelbeißen lernen mit einer anderen "Beute" als Belohnung.

So wie ich der Meinung bin dass es keinen Sinn hat Rettungshunde auszubilden, die nie einen echten Einsatz haben.

Das "Scharfmachen" gehört für mich nicht unbedingt zu Hunden, die in einer Familie mit Kindern leben müssen.

Der, der Lust hat das zu tun: Bitte sehr. Jeder hat seine Meinung.

Nun zum Schäferhund. Ich liebe Schäferhunde über alles, habe selber 4.
Ich finde es schade, dass der Schäferhund so ein schlechtes Bild in Öffentlichkeit gewonnen hat, wo doch zumeist der Halter, die Probleme verursacht und nicht der Hund.

Die andere Straßenseite wechseln die Leute auch bei uns, dass könnte aber eher an der Verstopfung des Bürgersteiges durch 2 Erwachsene, 3 Kinder und 4 Hunde herrühren. icon_lol.gif

Gruss Adina


» User #10959 schrieb:

Hy warum verdammt ihr den Schutzdienst so?
es liegt in der Natur des Hundes arbeiten zu wollen,egal ob Hüten oder im Schutzdienst oder als Wachhund. Es kommt doch auf den Menschen an und wie er die Ausbildung macht.Habt ihr euch schon mal auf einem guten Platz oder bei Wettkämpfen umgesehen?Die DSH gehorchen ihrem Führer(was nicht immer der Besitzer sein muß) aufs Wort oder Zeichen.Ausserdem sind das nicht die einzigen Rassen im Schutzdienst.
Unverantwortliche Hundebesitzer gibt es leider viel zu viele,die müssen in die Hundeschule! icon_mrgreen.gif


» User #107 schrieb:

kasma0 hat folgendes geschrieben::
Hy warum verdammt ihr den Schutzdienst so?


Lies Dir meine Beiträge durch. Steht alles drin! icon_wink.gif

Viele Grüße
Charly


» User #11014 schrieb:

Hallo,

ich verdamme den Schutzdienst nicht. Ich finde nur das es kein Hobby sondern Arbeit ist, die von den richtigen Leuten gemacht werden sollte.

Genau, der Schäferhund möchte beschäftigt werden, dennoch gibt es auch andere Sportarten, bei denen man (unter falscher Führung) nicht unbedingt Zeitbomben herstellt. icon_wink.gif

Gruss Adina


» User #11207 schrieb:

Meine Erfahrungen mit Menschen, die in solchen sog. Schäferhund und/oder Schutzhundvereinen tätig sind, sind leider durchweg negativ.

Hier sind mal drei Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit:

1.: Mann kommt mit seinem Hund auf mich und eine Freundin zu, sein Hund unterbricht ganz rigoros das Spiel unserer Hunde, wird von unseren Hunden in seine Schranken verwiesen (gezwickt, nachdem er auf Knurren u.ä. nicht reagiert hat), haut erst ab, kommt zurück, fängt eine Keilerei an, merkt, er ist unterlegen, haut ab - und was tut der Besitzer? Er schreit herum, er würde dem Hund meiner Freundin jetzt aber mal richtig auf die Fresse hauen (allein die Ausdrucksweise!), holt mit seiner Lederleine aus und will tatsächlich ihren Hund verprügeln!

Übrigens mit der Begründung, er würde nicht zulassen, daß sein Hund gebissen würde... Er wäre nämlich seit dreißig Jahren Ausbilder von Polizei-und Schutzhunden und das wäre nicht gut für das Ego seines Hundes!

2.: Ein Nachbar meiner Eltern, der ebenfalls seit Jahrzehnten Schutzhundesport betreibt, und "merkwürdigerweise" genausolange immer Schäferhunde hat, die jeden am liebsten ermorden würden, wenn man am Grundstück vorbeikommt, und bei denen jeder die Straßenseite wechseln muß, wenn man dem Typ mit seinen Hunden entgegenkommt...

Nun hatte er vor ein paar Monaten einen neuen, sechsmonatigen Junghund, der total verspielt und absolut menschenfreundlich war. Als ich dann so in etwa gesagt habe:"Oh, das ist aber ein süßer Hund!" bekam ich zur Antwort, daß der Hund überhaupt gar nicht süß wäre und überhaupt erst mal ein "HUND" werden müßte!

Ist heute übrigens genauso eine Aggro-Töle wie seine Hunde davor auch...

Gut, ich kann durchaus verstehen, wenn jemand sagt, ich will nicht, daß mein Hund von jedem Leckerlies nimmt o.ä., aber das man bewußt dafür sorgt, daß der Hund nicht mehr ohne Leine gehen kann?

Ist das denn nicht das, was jeder normale Hundebesitzer seinem Hund wünscht?

3.: "Tatort": Hundewiese. Zwanzig Hunde spielen miteinander. Jemand ruft seinen Hund zurück, er kommt nicht. Irgendwann bekommt er ihn zu fassen und verprügelt ihn zur Strafe, daß er nicht gekommen ist, derart, daß andere dazwischen gehen mußten.

Mit Verprügeln meine ich in dem Fall richtig zusammentreten. Der Hund hat geschrien vor Angst und Schmerzen!

War auch so ein rigoroser Schutzhundesportler. O-Ton: "Schließlich hat mein Hund sich zu unterwerfen und auf der Stelle zu hören!"

Ich möchte sicherlich jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, aber wenn es denn diesen Vereinen soooo wichtig ist, sich von solchen Mitgliedern zu distanzieren, dann müßte die logische Konsequenz doch sein, daß man sie ausschließt, oder?

Oder wenn ich sowas lese, wie an anderer Stelle hier im Forum, daß jemand tatsächlich die Meinung vertritt, es wäre eine Leistung, einen eh schon aggressiven Hund vom Menschen auf den Arm "umzuerziehen" und das als Positivum darstellt...

Sorry! Wenn ich schon umerziehe, dann nicht von "Mensch" auf "Arm", sondern auf gar nicht beißen! Und das geht auch - wenn man sich die Mühe macht. Und es überhaupt will!

Und mir soll jetzt niemand erzählen, das ginge nicht anders! Das weiß ich nämlich besser!

Ich bin letztendlich im Zuge der ganzen Umsetzung der Landeshundeverordnungen bezgl. der sog. "Kampfhunde" ohnehin der Meinung, es sollte privaten Leuten gänzlich untersagt werden, Hunde auf Menschen zu trainieren.

Sonst reglementiert man die einen - und erlaubt es den anderen.

Und, wie schon mehrfach an anderer Stelle erwähnt, wozu brauche ich einen Hund, der "auf Kommando" losläßt, nachdem ich bedroht oder angegriffen worden bin? Die Wahrscheinlichkeit, daß einen überhaupt jemand angreift, wenn man einen größeren Hund dabei hat, dürfte bei nahezu Null liegen.

Okay, es sei denn, jemand möchte einen erschießen, aber dann bin ich eh tot und mein Hund auch...

Die Wahrscheinlichkeit liegt im übrigen auch bei ungefähr Null...

Wie gesagt, ich will nicht pauschal behaupten, es wären "alle" so, die Schutz- und/oder Polizeihundesport betreiben (ich weiß sehr wohl wie falsch solche Verallgemeinerungen sein können, weil ich selber einen Kampfhund-Mix habe und mit Vorurteilen zu kämpfen habe), aber solche Vereine sollten dann im Zuge der Gesetzesänderungen auch durchweg gesetzlich überwacht werden, damit Leuten, die durch ihren Hund eigene Ego-Probleme kompensieren wollen, die Grundlage entzogen wird.

Und noch mal so am Rande: Wer schon mal im Tierheim oder für einen Tierschutzverein gearbeitet hat, wird wissen, wieviele verknackste Schäferhunde aus dem Schutzhundesport (und nicht nur sog. "Kampfhunde") dort sitzen und eigentlich nicht mehr vermittelbar sind...

Und um noch einmal die Vereine anzusprechen: Ich weiß sehr wohl, daß es überall schwarze Schafe gibt. Aber es ist dann auch EURE verdammte Aufgabe, solche Leute auszuschließen und dafür zu sorgen, daß sie in anderen Vereinen gar nicht erst Mitglied weden können!

DAS nämlich ist meiner Meinung dann Eure (auch überregionale) Aufgabe!


» User #10959 schrieb:

Zum teil muß ich euch leider recht geben, es gibt immer noch Sogenannte Hundesportler,die mit ihren Tieren so umgehen.Nur machen die es meist privat, wenn andere dabei sind ,sind sie lammfrom.Bei uns darf keiner mit seinem Tier so umgehen.Sind schon einige des Platzes verwiesen worden.Über das Thema kann man,wie über Kampfhunde ohne Ende diskutieren.Solange es nicht in die Köpfe der Menschen geht,das Tiere auch Geschöpfe sind,wird sich nichts ändern.
Geht doch mal zum Tierschutz und zeigt so einen an,die schauen nach:-Hund hat Wasser und Futter, auch eine vernünftige Unterkunft-und dann gehen sie wieder.Weil die Gesetze es verbieten etwas zu unternehmen.
Trotz alledem bleib ich bei meiner Meinung,das die Schutzausbildung nicht verkehrt ist.Schwarze Schafe gibt es leider überall,und verantwortungsvolle Führer benehmen sich nicht so.Ich kenne übrigens einen Boxerbesitzer der sich anderen gegenüber ähnlich verhält.Er meint sogar,da wo er gerade geht,haben andere nichts zu suchen-auch nett,oder?


» User #107 schrieb:

kasma0 hat folgendes geschrieben::
Schwarze Schafe gibt es leider überall,...


Schwarze Schafe? Das ist schön ausgedrückt. Man sollte sich aber davor hüten, dass Thema zu verharmlosen, indem man hier von "schwarzen Schafen" spricht.

Wenn hier - bei der Schutzhundausbildung - nämlich "schwarze Schafe" am Werk sind, so haben wir es letztendlich mit gefährlichen Tieren zu tun, die im Zweifelsfall von diesen nicht mehr kontrollierbar sind. Diese Tiere sind nunmal eine Gefahr für die Öffentlichkeit - für Mensch und Tier.

Gehen beim Agility oder bei sonstigen Beschäftigungsmöglichkeiten "schwarze Schafe" zu Werke, so produzieren diese schließlich nur einen Hund, der vielleicht nicht sauber die Geräte läuft bzw. das eine oder andere Gerät meidet. Von diesen Hunden geht aber aufgrund dessen keine Gefahr für die Bevölkerung und andere Tiere aus.

Also hier - bei der Schutzhundausbildung - von "schwarzen Schafen" zu sprechen verharmlost die Problematik nur, die nun einmal unwiderlegbar damit verbunden ist.

Viele Grüße
Charly


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