Haustiere

Schadensersatz gegenüber Hundepension

» User #578 schrieb:

Hi,
ich bräuchte mal eine rechtliche Auskunft. Wir hatten letzte Woche unsere Hunde während unseres Ski-Urlaubs in einer Hundepension. Die Pension machte bei unseren 2maligen Besuchen einen guten Eindruck und andere Leute, die ihre Hunde dort hatten, haben auch bestätigt, das sie gut sei. Naja, gestern holten wir die Wuffs wieder ab. Der eine (ältere) war wie immer, nur etwas müde. Der jüngere der beiden, der immer schon ein rechter Wirbelwind war/ist, war sehr matt, hat den ganzen Tag geschlafen, war auch heute morgen kaum zum Aufstehen zu bewegen. Ausserdem ist er so heiser, das er kaum Bellen kann! icon_eek.gif Heute Nachmittag will ich zum TA. Zum einen soll der Urin (ggf. auch Blut) untersucht werden, da ich vermute, das die Pensionsbesitzer ihm irgendwas unters Futter gemischt haben, damit er ruhig gestellt ist. Ausserdem hat er entweder eine fette Erkältung (Fieber hat er allerdings nicht), oder aber hat sich "heiser gebellt" (s.o.). Jetzt meine Frage: Inwieweit kann ich die Pension kostenersatzpflichtig machen? Ich hätte dann schon gerne die Behandlungskosten für den TA zurück (bzgl. der "Erkältung"). Ausserdem inwieweit kann ich noch Schadensersatz verlangen, wenn sich bewahrheiten sollte, das meinem Hund irgendwelche Mittel zur Ruhigstellung gegeben wurden?
Bin für jeden Tip dankbar.
Gruss, Ronchos


» User #471 schrieb:

Ups, das ist ja heftig; da meint man, man hat die Hunde gut untergebracht und dann das icon_sad.gif .
Was steht denn im Vertrag? Ich bin leider keine Expertin, aber Hunde einfach ruhig stellen, das kann kaum zulässig sein, es sei denn, es lag eine medizinische Indikation vor, was ich mir kaum vorstellen kann. Wenn ihr zum TA geht, fragt doch mal nach, vielleicht hat man dort Erfahrung mit solchen Sachen.
Mit der Erkältung oder dem heiser bellen glaube ich allerdings, daß nicht viel zu machen ist (rechtlich gesehen).

Liebe Grüßle, Anouc


» User #578 schrieb:

Hi Anouc,
danke für die schnelle Antwort. Also im Vertrag habe ich schon nachgesehen. Da steht LEIDER drin, das man die Hunde in deren Verantwortung gibt und für Schäden oder Erkrankungen keine Haftung übernommen wird. Allerdings steht auch drin, das bei den Anzeichen einer Erkrankung der Hof-Tierarzt auch ohne mein vorheriges Einverständnis geholt werden darf und auch geholt wird. Das finde ich vom Grundsatz her auch richtig, da ich ja schlecht in 800 km Entfernung abschätzen kann, wie es dem Hund geht. Genau deshalb denke ich ja, das die Besitzer ein "Heiser-Bellen" hätten erkennen müssen und daraufhin einen TA hätten holen müssen! Ich habe nun für heute Nachmittag nach telefonischer Rücksprache einen Termin beim TA. Am Telefon sagte sie mir aber schon, das sich Beruhigungsmittel kaum nachweisen lassen. So wie ich den Zustand des Hundes geschildert habe, vermutet sie, das ihm ein Narkosemittel gegeben wurde, welches auch vor Vollnarkosen zur Vorab-Beruhigung gegeben wird (da ich bei ihm einen Vorfall des 3. Augenlides gestern beobachtet habe). Und eben dieses Mittel ist nicht testbar. Sie will sich nochmal erkundigen, ob irgendein Labor dies macht, aber selbst wenn, dann dürfte alleine der Test sehr, sehr teuer werden. Aber wenn er nun eine Erkältung "verschleppt" hat, dann müsste doch eine Kostenerstattung möglich sein, oder? Meiner Meinung nach muss ein Pensionsbesitzer doch sehen/hören, wenn ein Hund nicht mehr bellen kann, nur noch heiseres Gekrächtze raus kommt und auch sonst ganz anders ist, als an den ersten Tagen, oder?
Gruss, Ronchos


» User #991 schrieb:

Rochos,

hast du mit den Pensionbetreibern mal gesprochen?
Wurde dir der Hund von denen übergeben oder nur vom Personal?
Ist der Hund ggf. während deiner Abwesenheit aufgrund irgendwelcher Vorfälle tierärztlich versorgt worden - ggf. daduch die Mattheit?


» User #578 schrieb:

Hallo Michaela,
die Hunde wurden von uns der Pensionsbesitzerin persönlich übergeben, mit ihr wurde auch alles abgesprochen (Futter, Verhaltensweisen etc) und bei ihr wurden die Wuffs auch wieder persönlich abgeholt.
Gesprochen habe ich noch nicht mit ihr, da ich erst den TA-Besuch heute Nachmittag abwarten will. Wenn sich nichts nachweisen lässt und der Hund klinisch gesund ist, dann erspare ich mir den Ärger, da ich eh nichts beweisen kann.
Der Hund ist während des Aufenthalts nicht tierärztlich behandelt worden, da ich ja sonst die Rechnung dafür hätte zahlen müssen. Als wir die Wuffs abgeholt haben, haben wir gefragt, ob alles "glatt" gelaufen ist, das wurde von der Pensionsbesitzerin bejaht. Es sei alles gut gelaufen, die Hunde waren lieb, nur das der jüngere halt sehr lebhaft sei. Von Medikamentenbehandlung etc. war nicht die Rede.
Gruss, Ronchos


» User #991 schrieb:

Ich würde trotzdem mit den Pensionbetreibern darüber sprechen.
1) um ggf. Klarheit darüber zu bekommen, was da evtl. abgelaufen ist
2) vielleicht gibt oder gab es Problem mit dem Pflegepersonal - dass die dem Hund was gegeben haben ohne Wissen des Betreibers
3) ggf. hatten andere Hunde ähnliche Reaktionen

Da sich ein Hund mal heiser bellt, kommt vor. Fenchelhonig lindert das relativ schnell.
Evtl. hat dein Jungspunt die Tage auch so am Rad gedreht dass er einfach völlig erschöpft war.

Wenn ich Ricky aus "seiner" Hundepension abhole, hatt er im Regelfall 1 bis 2 Kilo weniger auf den Rippen - durchs viele rumtoben, pennt wie ein Toter - so wie ich wenn ich einen Partyrausch ausschlafe icon_wink.gif

Rede mit den Leuten, oftmals lässt sich da schnell ein Missverständnis oder Irrglaube aus der Welt schaffen.


» User #578 schrieb:

Hi,
also wir waren ja gestern beim Doc. Vermutlich hat er sich tatsächlich "nur" heiser gebellt. Eine dicke Erkältung kann nicht festgestellt werden! Auch die TÄ vermutet, das mein Wuff ein Beruhigungsmittel erhalten hat. Sie kennt den Hund nun von Welpenalter an und so hat sie ihn auch noch nicht gesehen. Aber ein Nachweis ist nicht zu führen. Die Nachfrage in 3 Labors hat ergeben, das nicht getestet werden kann. Es könnte für ein bestimmtes, vermutetes Mittel ein Test entwickelt werden, der aber ab 200,00 Eur aufwärts kostet. Das ist mir dann doch zu teuer.
Ja, ich habe gestern bei der Pensionsbesitzerin angerufen. Pflegepersonal scheidet aus, da es sich um einen Familienbetrieb handelt, sie die Hunde also selbst betreut. Ab und zu hilft tagsüber die Schwiegertochter mit, die aber auch mit im selben Haus wohnt! Wir hatten ja 2 Hunde dort in Pension. Der andere Hund (ein ganz lieber übrigens) war ganz normal, sodass ähnliche Reaktionen anderer Hunde (zumindest dieses Hundes) ausscheiden.
Tja, und ich habe diese Dame echt nett gefragt, ob ihr an meinem Hund irgendwas aufgefallen sei, er sei so matt und so ANDERS. Da trötet die sofort los, ob ich ihr was unterstellen wollte blabla. Obwohl ich das Gespräch nett und höflich begonnen habe! Ein Reden war nicht mehr möglich. Ich bin der Meinung ein "guter" Pensionsbesitzer hätte doch erstmal nachgefragt, was wie mit dem Hund los ist, oder? Das Gespräch wurde von mir durch Auflegen beendet, nachdem sie sagte: "Versuchen Sie doch, uns was nachzuweisen, denn das wird Ihnen nicht gelingen". Dann kam noch ein fetter Grinser von ihr und sie hat aufgelegt.
Tja, da kann ich wohl nichts machen, ausser, das mich diese Pension nie wieder sieht.
Gruss, Ronchos


» User #991 schrieb:

Ups, ist ja nette Person.

Zitat:
Tja, da kann ich wohl nichts machen, ausser, das mich diese Pension nie wieder sieht.


sehe ich unter diesen Umständen auch so. Und ein bitterer Beigeschmack bleibt wohl auch dabei. Schade eigentlich.


» User #2181 schrieb:

Aber man kann die Propagandamaschine anwerfen und jedem, der von dem Thema betroffen ist oder sein kann, darüber berichten.

Ich hatte einen ähnlichen Fall, allerdings mit meinem Kater, der mir total krank, mit entzündeten Augen und bös vereiterten Kampfwunden am Kopf nach einem Pensionsaufenthalt wieder übergeben wurde. Auf meinen Protest hin wurde behauptet, er sei wohl schon so dort abgegeben worden! Wochenlange TA-Besuche waren die Folge. Seither posaune ich herum, was für ein Sauladen das ist, und der TA hat die Prospekte dieser Hunde- und Katzenpension aus seinem Wartezimmer verbannt. Wenigstens ein klitzekleiner Erfolg.

Gruß aus der Katzen-Ecke
Corinna


» User #991 schrieb:

Corinna, klar kann man das machen. Man muss nur auspassen wie man es verpackt, sonst ist man ggf. 1..2..3.. wegen übler Nachrede dran.


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