Haustiere

Was macht ihr gegen Zecken?

» User #212 schrieb:

Hallo!
Euch geht es doch sicher nicht anders als mir: die Zecken sind wieder unterwegs. Pro Spaziergang sammle ich mindestens 3 Stück ab, leider übersehe ich manchmal welche. Mein Hund bekommt immer dicke, harte Beulen, wenn ich sie entferne oder sie länger unbemerkt saugen. Mal ganz zu schweigen von Borelliose...Jetzt gibt es doch jede Menge Mittel auf dem Markt. Wer hat denn Erfahrung damit und kann mir etwas empfehlen? Ich bin bei Exspot und Frontline skeptisch, da ich von Ausschlägen und Unverträglichkeit gehört habe. Am ehesten würde ich zum Scalibor- Halsband tendieren, hat da jemand Erfahrungen damit? Außerdem fahren wir bald in Urlaub. Ich bekam vom Tierarzt Frontline, er meinte, das wirkt auch gegen Sandmücken. Jetzt hat mir jemand aber das Gegenteil erzählt. Was wirkt denn dann gegen die? Über Tips und Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.
Grüße
Flori


» User #278 schrieb:

Hallo,
gegen Zecken und Flöhe gibt es tatsächlich eine ganze Menge Produkte auf dem Markt. Die chemischen sind giftig und man darf teilweise den Hund oder die Katze nicht mehr anfassen. Das ist schon sehr bedenklich.
Nun gibt es aber auch biologische. Hier muß man etwas aufpassen, nicht alles ist so biologisch wie es der Hersteller aussehen lassen möchte. Mit allen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht: sie sind wenig wirksam. Allerdings habe ich schon vor geraumer Zeit ein Produkt gefunden, was ganz toll wirkt. Es ist nur in der Anwendung wesentllich aufwändiger als die chemischen.
Der Erfolg zeigte sich bei dem Hund meiner Eltern ganz extrem. Mein Vater ging jeden Tag ca 3 Stunden im Wald spazieren und Asko kam in der Stoßzeit mit ca. 15-20 Zecken nach Hause. Nach wenigen Tagen reduzierte sich die Anzahl schon um die Hälfte und 3 Wochen später waren es vielleicht noch 2-3 Zecken. Das Mittel wirkt so, daß die Hunde für die Zecken und andere Plagegeister nicht mehr nach potentiellem Wirtstier riechen. Also kann man durchaus davon ausgehen, daß auch die Sandmücke sich täuschen lässt. Ich selbst setze es seitdem jedes Jahr ein.
Übrigens ist es gar nicht teuer, weil ein kleines Fläschchen schon für eine Saison ausreicht. Das Produkt heißt: Abwehrkonzentrat und wenn Du wissen willst., wo Du es erhalten kannst, sende mir eine private Mail.

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.
Gruß gabi


» User #668 schrieb:

Also wir füttern unseren Schäferhunden immer Knoblauchpulver zu, so ab März, ist erstens billiger und zweitens hatten unsere noch nie ne Zecke obwohl die denganzen Tag auf dem Feld oder im Wald rumtollen!


» User #243 schrieb:

Frontline ist nicht zu empfehlen da es erst über das Blut wirkt, also erst dann wenn sich die Zecke bereits festgebissen hat.

Von Knoblauch ist abzuraten da giftig. Siehe: Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie

Gefährlichkeitsgrad: Giftig + bis stark giftig ++

Hauptwirkstoffe: Alliin (S-Allyl-Cystein-Sulfoxid), das bei Beschädigung der Pflanze enzymatisch in Allicin umgewandelt wird, Diallyldisulfid, Diallyltrisulfid, Diallyltetrasulfid.

Wirkungsmechanismen: Der Haupteffekt ist die oxidative Denaturierung des Hämoglobins, was zur Bildung von Heinz-Körperchen in den Erythrozyten und zu hämolytischer Anämie führt.

Klinische Symptome: Erbrechen, Durchfall, Anämie, Ikterus, Blutharnen.

Therapie: Dekontamination / Symptomatische Therapie (siehe Toxikologie)
Bluttransfusion bei starker Anämie.


Exspot ist eine ziemlich starke chemische Keule, wirkt zwar recht gut, aber wie gesagt.

Was recht gut hilft und unschädlich ist, ist Zedan.

Von Zeckenhalsbändern ist abzuraten, da etliche Hunde diese nicht vertragen, außerdem verteilt sich der Wirkstoff im Fell und nach jedem Streicheln kann man sich die Hände waschen. Kinder sollen die Wirkstoffe eh nicht abbekommen.


» User #212 schrieb:

Ich kann mir nicht vorstellen, daß Knoblauch in diesen geringen Mengen giftig wirkt. Man füttert ja dem Hund keine ganze Knolle pro Tag! Homöopathische Mittel sind zum Teil ja auch in geringen Mengen wirksam und in Überdosierung giftig...


» User #278 schrieb:

Hallo Flori,

das ist ja Unsinn! Du kannst doch die Giftigkeit von Knoblauch (oder anderen Pflanzen) nicht mit der Homöopathie vergleichen:
Der Knoblauch enthält als Hauptwirkstoff Alliin, das beim Verzehr in Allicin umgewandelt wird. Es entsteht eine oxedative Denaturierung des Hämaglobins. Die Folge sind Erbrechen, Durchfall, Blutharn, Anämie und Ikterus.
Das alles möchte ich meinem Hund nicht zumuten!
Ich denke allerdings, daß Du das auch nicht willst. Nur wäre es Dummheit, wenn man um die Gefährlichkeit weiß, diesen Fehler weiter zu machen.

Gruß gabi


» User #253 schrieb:

hallo gabi,
ich will mich auch mal kurz zum thema knoblauch melden! ich habe auch schon gehört, dass er giftig sein soll kann das aber nicht ganz glauben, da es so viele knoblauch produkte für den hund gibt und in einigen büchern die TÄGLICHE gabe von einer bis einer halben zehe knoblauch empfohlen wird.
ich habe meinen hunden über einen zeitraum von ca. drei wochen alle zwei tagen eine zehe knoblauch unter das futter gemischt und habe garnichts von vergiftungserscheineungen bemerkt. ich denke solange sie nicht jeden tag eine knolle bekommen ist das echt okay. ich denke einfach die menge machts.
dasselbe ist doch die schokoladen geschichte, dass hunde an schokolade sterben KÖNNEN. mein zwergschnauzer hat an weihnachten ne tafel zartbitterschokolade erwischt und außer ein bisschen verstopfung gabs da auch keine probleme. dass soll jetzt nicht heißen, man sollte hunden schokolade füttern, aber ich denke einfach was für uns nicht giftig ist ist für den hund in geringen mengen auch nicht giftig (also in sachen nahrungsmittel).
alles liebe
mella


» User #243 schrieb:

Hallo mella!

Auch wenn in manchen Büchern sogar die tägliche Gabe von Knoblauch enpfohlen wird, heißt das noch lange nicht, daß dies auch gesund ist. In wievielen Büchern wird Quatsch geschrieben...
Das Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie stuft Knoblauch nicht umsonst als giftig bis sehr giftig ein. Natürlich gibt es diverse Knoblauchmittelchen für Hunde, aber wie gesagt, was auf Bücher zutrifft, trifft auch auf anderes Hundezubehör zu. Mein Hund bekommt jedenfalls kein Knoblauch, egal ob als Zehe oder in irgendeiner Form als Futterzusatz. In manchen TroFu ist ja auch Knoblauch drin, aber da achte ich auf die Zusammensetzung, solches Futter bekommt er halt nicht!

Gruß
Ice


» User #769 schrieb:

Hallo,

normalerweise habe ich auch ein geteiltes Verhältnis zu chemischen Keulen, jedoch vor einer Urlaubsreise in den Mittelmeerraum würde ich meinen Hund im höchsten Maße schützen, d.h. Frontline zum Sprühen gegen Sandmücken und Herzwürmer und das Scalibor-Halsband gegen Leishmaniose.

Für zuhause habe ich mich für Veminex entschieden, ein Mittel ohne toxische Inhaltsstoffe, rein planzlich (müffelt ein bisschen - ist aber zu ertragen).

Viele Grüße

Anja


» User #212 schrieb:

Hallo Gabi!
Zum Thema Homöopathie möchte ich noch folgendes sagen- diese arbeitet doch hauptsächlich mit der Wirkungsumkehr eines Stoffes nach erheblicher Verrringerung der Dosis. Zum Beispiel Arsen (Arsenicum Album nennt sich das homöpathische Mittel). In größeren Mengen hochgiftig, in Kleinst- Dosierung wird damit Durchfall und Erbrechen behandelt. Ich denke schon, daß man das vergleichen kann, da gibt es noch mehr Beispiele. Flußsäure z. B. oder die Tollkirsche...
Abgesehen davon bekommt mein Hund trotzdem keinen Knoblauch, weil ich denke, daß es bessere und sicherere Lösungen gibt, um Zecken vorzubeugen.
Das Abwehrkonzentrat habe ich bestellt und freue mich darauf, leider kommt es nicht mehr vor dem Urlaub und ich werde wohl für die Zeit Exspot nehmen...
Viele Grüße
Flori


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