Haustiere

Inkontinenz nach Kastration?

» User #14649 schrieb:

Liebe Hundefreunde icon_wink.gif

Ist es korrekt, dass sehr viele Hündinnen nach einer Kastration Pillen/Medikamente (ein Leben lang...) gegen Inkontinenz nehmen müssen? Dies wurde mir so von meiner Mutter erzählt. Sie hat das schon öfters gehört und kennt Beispiele aus dem Bekanntenkreis. Dabei handelt es sich nicht nur um ältere Hündinnen, sondern auch um junge! Die Zwergpudeldame meiner Tante macht seit längerer Zeit auch in die Wohnung. Zuerst wurde an Protest (Umzug, Kinder...) oder das Alter gedacht, doch mittlerweile geht man auch von genanntem Problem nach der Kastration aus. Abklärungen beim TA finden/fanden statt.

Nun frage ich mich einfach, ob ich mir da wirklich mehr Probleme ins Haus hole, wenn ich eine Hündin bei mir aufnehme. War ja eh immer mehr zu Rüden hingeneigt, in letzter Zeit spielte es jedoch keine Rolle mehr. Aber wenn ich jetzt wieder solches zu hören kriege und auch an die „Hündinnentage“ denke...Dann wohl doch lieber ein Rüde. Man möchte ja nicht gerne Dauergast beim TA sein...

Liebe Grüsse


» User #15161 schrieb:

Hi,
ich finde es schon ein wenig komisch,worüber du dir da Gedanken machst...Warum soll eine Hündin denn unbedingt kastriert werden?Damit sie keine Jungen bekommt?Das kann man in der Regel doch verhindern!
Oder weil sie"ihreTage"bekommt,und dann ein paar Tropfen Blut verliert?
Hunde sind nun mal Lebewesen,die auch mal etwas Arbeit machen.Es ist schrecklich,dass die Menschen sich alles so zurecht operieren,wie sie es gerne hätten.Ohren ab,Rute ab,Gebärmutter raus.Noch ein wenig Haarspray drauf,und fertig ist der pflegeleichte,beste Freund des Menschen.
Ich bin kein Gegner von Kastrationen in "Krisengebieten",da,wo sich die Hunde und Katzen unkontrolliert vermehren.Aber ein" normales" Haustier,das doch immer unter Kontrolle ist,prophilaktisch zu verstümmeln,halte ich nicht für erstrebenswert.
Und das Argument,dass kastrierte Hündinnen nicht an Gebärmutterkrebs erkranken,kann auch nicht wirklich überzeugen.Da gibt es noch jede Menge andere Organe,die auch erkranken können...
War jetzt einfach mal so meine Meinung.
...und inkontinent werden sie auch noch...
LG
Gin(mit Hündin,wo noch alles dran und drin ist icon_razz.gif )


» User #14649 schrieb:

Hallo Gin

Entschuldige bitte, musst mich nicht so "angiften". Ich habe schon immer zu einem Rüden tendiert und würde da auch alles "dranlassen", sofern sich keine Probleme zeigen. Es gibt aber durchaus Rüden, die "durch ihre Potenz" leiden, sprich jenige welche in der Nachbarschaft ständig (läufige) Hündinnen um sich rum haben, dann winseln, suchen, evt. sogar abhauen und einfach Stress haben und wohlgemerkt nie decken dürfen und sollen. Oder einfach zu ungehalten gegenüber Artgenossen sind (trotz guter Erziehung). DANN würde ich zur Kastration tendieren. Selbes bei einer Hündin, sprich wenn sie "Unmassen" an Blut verliert (manche können sich nicht selber sauber halten) oder das mit der Inkontinenz/Krebs wirklich so wäre. Aber da ich das mit der Inkontinenz nur GEHÖRT habe, wollte ich jetzt einfach mal nachfragen, wie das so ist, ob das überhaupt stimmt...

Zudem übernehme ich einen Hund aus dem TH, und da sind die meisten eh schon kastriert, was ja auch sinnvoll ist (um mehr Leid zu verhindern). Kann ich also gar nichts mehr einwirken. Trotzdem informiere ich mich einfach gerne.

Alles klar? icon_wink.gif

LG


» User #15161 schrieb:

Hallo ValMarina,
ich wollte gar nicht "giftig"rüberkommen.
Ich ärgere mich nur immer darüber,dass Hunde nicht mehr"natürlich"sein dürfen.Meine Hündin z.B.verbellt Leute am Gartenzaun,was an sich für einen Hund ein ganz normaler Job ist.Manche halten das schon für "aggressives Verhalten",das unbedingt "therapiert"werden muss!Und die Hunde einer Bekannten haben den ganzen Tag auf ihren Platz zu liegen,dürfen sich nur auf Kommando von der Stelle rühren...Sie hält das für normal!(Sie ist übrigens"ausgebildete"Hunde-Trainerin,mit Zertifikat. icon_rolleyes.gif
Unfassbar,nicht wahr?
Übrigens habe ich auch einen Rüden aus dem Tierschutz,der demnächst den Gang zum Tierarzt antreten muss. icon_redface.gif
Und meine Freigänger-Katzen sind auch kastriert.
LG Gin


» User #14649 schrieb:

Hallo Gin

Na dann ist das ja jetzt geklärt icon_wink.gif
Ich bin auch ganz deiner Meinung und die Beispiele welche du genannt hast, finde ich auch unmöglich. Ich war immer diejenige, welche gesagt hatte, dass wenn ich einen Chihuahua hätte, dass ich ihn dann genauso erziehen und fordern würde wie einen Grossen. Tier darf bei mir Tier sein! Nur so als Beispiel. Ebenso habe ich mich schon mit meiner Mutter gestritten, weil ich ihr sagte, ich werde meinen zukünftigen Rüden nicht kastrieren lassen, wenn sich keinerlei Probleme zeigen (sofern ich einen unkastrierten aufnehmen würde). Das mit dem bellen find ich auch ok – genau dies ist der Grund, dass ich nicht möchte, dass jemand morgens oder abends reinkommt und den Hund zum spazieren abholt (Tagesplatz, Nachbarin…), denn mein Hund soll den Beschützerinstinkt behalten und nicht bei jedem Klopfen/Geräusch die nette Nachbarin vermuten. Trotzdem würde ich mit ihm ein „Fertig“ üben, denn minutenlang bellen ist auch nicht angebracht, als Rücksicht auf die Nachbarn. Ah ja zum Schluss: Klar kann man Krankheitsanfälligkeit so nicht pauschalisieren icon_wink.gif Jedoch ist es für mich einfach interessant, ob an der Sache mit der Inkontinenz was dran ist oder nicht. Wie geschrieben gibt es ja mehrere „Fallbeispiele“.

Liebe Grüsse & einen schönen Abend
Valli