Haustiere

Deckakt zwischen zwei verschieden großen Hunden, machbar?

» User #20006 schrieb:

@predator

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,290838,00.html

Für mich gibt es keine "Kampfhunde", laut Statistik ist der bissigste Hund immer noch der Schäferhund, "Kampfhunde" liegen ganz weit drunter! Aber den finden ja alle so toll, der erscheint nicht in den Medien, aber Pitbulls oder Amstaffs etc. sind die Bösen, also bitte...
Aus kynologischer Sicht und Sicht von Züchtern und Hundehaltern ist diese ganze Listenverordnung und der Kampfhund-Käse Populismus pur für die, die es nicht besser wissen und nicht anhand von Fakten begründbar- weswegen einige Bundesländer niemals eine solche Listenverordnung aufstellten oder sie mittlerweile wieder abschafften.

Soviel zum Thema! Es setzen sich soviele Züchter, Tierärzte, Tierschutzvereine und Tierfreunde dafür ein, dass endlich dieses Vorurteil weggeräumt wird. Einige Bundesländer haben dies ja nun Gott sei dank begriffen.

@Gulo

Diese Planung fällt eh ins Wasser, habe es mir schon gedacht, dass die Hündin viel zu klein wäre und sie das vielleicht sogar nicht mal überleben würde. Wiederum gibt es aber Ausnahmehündinnen der Rasse, die bis zu 58cm messen. Deshalb auch meine Frage wie viel maximal dazwischen liegen kann/sollte.

Und ja, ich bin davon überzeugt, es würden schöne Welpen dabei entstehen, wenn dies alles so gut gehen würde. Aber nun gut, hat sich fürs erste erledigt.

Meine Frage bleibt aber nach wie vor unbeantwortet. icon_razz.gif


» User #14990 schrieb:

Die Planung wäre zudem auch illegal da es für den Pittbull ein Zuchtverbot gibt nach allem was ich herausgefunden habe! Dies beiinhaltet auch MIschlinge der betreffenden Rassen.


» User #20006 schrieb:

@Talia

Nein, siehe oben genannten Link. Dieses Gesetz wurde gekippt und ist nun Sache der Länder, sprich nicht in jedem Bundesland gibt es ein Zuchtverbot.


» User #3675 schrieb:

Hallo Joe,
zuerst mal herzlich willkommen hier im Hundeforum. Ich finde es gut, dass Du Dir vorher Gedanken machst und nachfragst und nicht blindlings irgendwelche Deckaktionen startest. Das spricht ja schon mal für Deine Sorgen um die Gesundheit der Elterntiere.
Ich finde es auch gut, dass Du hier weiter mitdiskutierst, auch wenn Dir etwas "Gegenwind" entgegenschlägt. Viele hätten sich längst schwer angegriffen gefühlt und sich schnell auf alle Ewigkeit aus dem Forum gestohlen.

Unseren "Gegenwind" musst Du vor dem Hintergrund betrachten, dass hier einfach viele Tierfreunde mitschreiben, die schon sehr viel Leid gesehen haben - vernachlässigte, misshandelte, unterforderte oder einfach nicht-artgerecht gehaltene Hunde - die selbst einen TH-Hund aufgenommen haben, den keiner wollte, und die sich eben über kurzsichtige Verpaarungsideen "unbedarfter" Hundehalter (Ich spreche allgemein, nicht vor Dir!) ärgern, weil dabei so viel passieren kann: Von der gesundheitlichen Gefährdung des Muttertieres in der Trächtigkeit über die ungewisse Zukunft für (vielleicht eine große Menge) Welpen bis hin zu der (ungewollten) Vererbung von schweren Erbkrankheiten oder der Produktion von Welpen mit Erbschäden durch falsche Verpaarung.

Aus diesen Gründen bin ich mit meinen Vorschreibern absolut einer Meinung, dass man von Verpaaarungen ohne das züchterische Wissen dahinter lieber absehen sollte und hoffe, dass wir Dich inzwischen auch davon überzeugt haben. icon_wink.gif

Ich wusste bei Deiner ersten Frage übrigens nicht, wobei Dich der Größenunterschied beunruhigte - beim Deckakt oder bei der Trächtigkeit später - sonst hätte ich auch geantwortet. Die Frage hat sich ja inzwischen geklärt.

Mich würde persönlich auch mal interessieren, wo die Grenze liegt, denn - ehrlich gesagt - spielt die Größe der Welpen im Mutterleib eine große Rolle für die Gesundheit der Hündin, aber ist Gulos Befürchtung in diesem Fall nicht übertrieben? (Ich frage argumentierend, nicht beleidigend, Gulo. icon_wink.gif)

Joe hat folgendes geschrieben::
habe es mir schon gedacht, dass die Hündin viel zu klein wäre und sie das vielleicht sogar nicht mal überleben würde.

Die Hündin ist 50 cm, der Rüde 70 cm. Laut Vererbungslehre sollte die Größe der Welpen also um die 60 cm liegen. Bei diesen Unterschieden von 10 cm glaube ich nicht, dass die Hündin sterben könnte (Das könnte sie allerdings auch aus ganz anderen Gründen, das Risiko ist ja trotzdem immer da icon_rolleyes.gif) - verpaart man eine Chihuahua-Hündin mit einem Doggenrüden, dann kann ich mir Lebensgefahr für die Hündin vorstellen, aber bei 20 cm eigentlich noch nicht ... icon_redface.gif Ich würde vielleicht mal rasse-intern schauen, wie klein die kleinsten Exemplare und wie groß die größten Exemplare einer Rasse sind, um die mögliche Differenz einzugrenzen - bleibe aber trotzdem bei meiner Meinung, es echt besser sein zu lassen (gerade wenn ich an die Vielzahl von Gendefekten wie HD, ED, Lebershunt, Netzhauttrübung, Gehörlosigkeit, ... denke, die man als Laie bei einem Wurf eben nicht ausschließen kann ... icon_confused.gif)

Ich finde es ja rührend, wie Du die Staffs verteidigst, zumal ich ebenso nicht davon überzeugt bin, dass sie signifikant gefährlicher als andere Hunde sind (Predator, ein Malinois hat eine Beißkraft von 320 kg und steht NICHT auf den Listen, obwohl schon ein Bruchteil davon - den sicherlich auch ein Yorki aufbringen könnte - für ein Kind tödlich sein kann ... icon_confused.gif ), aber ...

JoeJoe hat folgendes geschrieben::
laut Statistik ist der bissigste Hund immer noch der Schäferhund, "Kampfhunde" liegen ganz weit drunter!

... glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast! icon_wink.gif Die von Dir angeführten Statistiken sind schon deshalb nicht aussagekräftig, weil sie die Frequenz der Rassen nicht einbeziehen. Und Schäfis gibt es nun mal wie Sand am Meer, während die Anzahl der SoKas weitaus geringer ist. Logisch, dass die Zahl der Beissvorfälle auch davon abhängt, wie viele Tiere einer Rasse überhaupt vorhanden sind.

Und ja, ich habe eine Schäfi-Pflegehündin, die zwar noch nie einen Menschen gebissen (nicht mal geknurrt) hat - aber die allein durch ihre Kraft auch ohne Zähne jede Menge Schaden anrichten kann, wenn sie sich einfach nur freut. icon_rolleyes.gif Aber ich habe auch nichts gegen SoKas. icon_wink.gif Da sind wir nämlich wieder einer Meinung: Je nach Erziehung, Sozialisierung und Verantwortungsbewusstsein der Halter (!) halte ich das Risiko, das von diesen Rassen ausgeht, für durchaus überschaubar. Ich kann meine - in der Beißstatistik ganz oben stehende - Schäferdame ja auch freilaufen lassen. Weil ich sie gut kenne und genau weiß, wann Vorsicht gegenüber Mitmenschen und Mithunden angebracht ist.
Mit vielen Grüßen,
Minou

PS: Talia - das mit dem Zuchtverbot ist mir übrigens auch gleich eingefallen. icon_confused.gif Und leider denke ich gerade auch noch an einen weiteren Grund, der dagegen spricht: SoKas haben in der Gesellschaft einen super-miesen Ruf (bedingt durch die Presse und die allseits bekannten gesetzlichen Vorsichtsmaßnahmen). Joe, es wäre hyperschwierig, die Welpen wirklich gut unterzubringen, wenn ich bedenke, wie viel SoKas jetzt schon im TH sitzen, und das bis an ihr Lebensende. Natürlich gibt es Liebhaber dieser Rassen, die Euch sofort einen Welpen abnehmen würden. Aber auch wenn man diese Rassen liebt, macht man sich GERADE in diesem Fall auch Gedanken um sein Umfeld. Und das heißt, Ihr müsstet Menschen finden, die nicht nur diese Rasse von selbst haben wollen, sondern die auch noch bereit sind, eventuelle Anfeindungen ihres Umfeldes über sich ergehen zu lassen bzw. diesen ein ganzes Hundeleben lang zu begegnen. Da kann der Hund noch so "lieb" sein - wer keine Ahnung von Hunden hat, sagt bloß: "Iiih, das ist doch ein Kampfhund ..." icon_rolleyes.gif Und Du stehst am anderen Ende der Leine als super-verantwortungsbewusster Hundehalter mit einem vielleicht top-erzogenen Staff - und bist trotzdem für alle anderen der Böse. Ich kenne übrigens einige Hundehalter, die zwar gern einen Staff gehabt hätten, sich aber den Stress ihrer Mitmenschen NICHT antun wollten und sich deshalb gegen diese Rasse entschieden haben. Und verantwortungsbewusste Welpenkäufer, die das alles einkalkuliert haben - die müsst Ihr erst mal finden, wenn bei so einem Wurf so an die 10 Welpen entstehen ... icon_confused.gif


» User #4693 schrieb:

Minou hat folgendes geschrieben::
...(Predator, ein Malinois hat eine Beißkraft von 320 kg und steht NICHT auf den Listen, obwohl schon ein Bruchteil davon - den sicherlich auch ein Yorki aufbringen könnte - für ein Kind tödlich sein kann ... icon_confused.gif ), aber ...


Dann wird es mit dieser Rasse wohl noch keine Vorfälle gegeben haben. Zu mindest nicht über ein normales Maß hinaus. Neufundländer zB. haben auch eine nicht unerhebliche Beißkraft (deutlich mehr, als zB. ein Schäferhund), stehen auch nicht auf der Liste.


» User #12978 schrieb:

wenn ich mich mal so einmischen darf ..hab mich etwas belesen..weil auch viele der sogenannten "Kampfhunde" (böses Wort) bei mir auf der Arbeit erscheinen bzw deren Halter Fragen haben..
Züchtung der sogenannten Listenhunde ist in Berlin,Brandenburg,BaWü,Bremen,Meck-Pomm,Nordrhein-Westfalen,Rhl-Pf,Saarland,Sachsen,Schleswig Holstein und Thüringen verboten,wobei verschiedene Bundesländer die Verordnungen begrenzt haben, soll heißen manchmal nur eine Gültigkeit von 10 Jahren oder weniger ect.
Alle anderen sehen das Zuchtverbot teils als Verstoß gegen das TSchG an (Hamburg)bzw haben ein Zuchtverbot garnicht erst mehr im Gesetz vorgeschrieben.

Ich selbst muss schon sagen das ich die Idee der Verpaarung (unabhängig von dem Größenunterschied) für nicht gut halte..

Wie Minou schon sagte ist der Ruf dieser Rassen nicht gerade blumig,ob jetzt berechtigt oder nicht lass ich ma außer Acht.Wenn ich mir überlege als dass damals aktuell wurde,und die Tierheime urplötzlich überfüllt waren mit Staffs und Pittis..
und es ist nicht wirklich besser geworden.
Klar ist es ein Vorurteil,und auch verständlich wenn sich Zucht- und Tierschutzverbände dafür einsetzen dieses aus dem Weg zu räumen..
Nur musst du überlegen,es ist ein Unterschied ob nun ein anerkannter Züchter mit Leib und Seele seine Tiere anbietet, oder ob ein (tut mir leid für die Wortwahl..mir fällt nix andres ein,nich böse nehmen) Otto-Normal-Liebhaber der Rasse dieses tut.Hundewelpen an verantwortungsbewusste Menschen zu bringen ist sowieso schon schwer, ob jetzt Yorkie oder Pitti ist im Grunde egal..nur das letzterer um en tick schwerer sein dürfte.

Es ist einfach so das die Rassen einen (verdammt) schlechten Stand in unserer Gesellschaft haben,und dem entsprechend sollte die Zucht jenen überlassen sein,die wissen was sie tun mit Genetik und Erbanlagen,um den Vorurteilen entgegen zu treten.

LG bidena


» User #14649 schrieb:

Hallo zusammen

Ich rege mich immer auf, wenn ich sowas lese...Es gibt hunderte von Hunden in den Tierheimen, in Auffangstationen, von Privat abzugeben, inseriert usw.! Ich war gerade am letzten Freitag in einem TH, weil ich einem dieser armen, sich aufgebenden Geschöpfen in kleinen/kahlen/sterilen Zwingern ein neues Zuhause geben möchte. Wenn jemand Hunde wirklich mag, wieso gibt er dann nicht erst all den Leidenden ein neues, artgerechtes, geborgenes Zuhause? Und gerade mit Sokas noch weiter zu züchten, finde ich nicht sinnvoll. Wer mag noch solche Hunde aufnehmen und hat den passenden Hundeverstand? Auch wenn man 6 Abnehmer hätte, könnten es 10 Welpen werden und 2 Interessenten springen kurz vorher doch noch ab...was dann? Ich hab übrigens nichts gegen Sokas, bei meinen Favoriten aus dem TH ist auch eine Dogo Argentino-Hündin dabei, aber trotzdem...bitte erst bessser überlegen...

Und zu deiner Frage: Der Rüde ist ja der grössere, von dem her wäre das für ihn kein Problem. Umgekehrt wärs schwieriger dranzukommen.

LG


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