Haustiere

Blinder hellenikos ichnilatis-mischling

» User #19950 schrieb:

hallo zusammen,
ich habe gerade herausgefunden, dass ich einen hellenikos ichnilatis mischling besitze. er ist blind, was man aber eigentlich kaum merkt.
ich trau mich nicht, ihn ohne leine laufen zu lassen, weil ich ja weiss, das in ihm ein jagdhund steckt.
würde mich mal interessieren, ob andere hellenikos-besitzer ihre hunde ohne leine laufen lassen können?
lg
wanderfalke icon_oldie.gif


» User #18600 schrieb:

Ich würd eniemals einen blinden Hund ohne Leine laufen lassen...egal welche Rasse.


» User #3675 schrieb:

Hallo Wanderfalke,
und herzlich willkommen hier. icon_biggrin.gif Auf eine so schöne klare, kurze Frage gibt es eine ganz klare, kurze Antwort:

Nein, auch andere Ichnilatis-Besitzer können ihren Hund NICHT ohne Leine laufen lassen. Ich habe eine Kollegin mit Ichnilatis und habe selbst erlebt, dass der Hund - sowie er auch nur den Hauch einer Fährte hatte - ziemlich rasch weg war. Und zwar dann ohne Netz und doppelten Boden, das heißt: Nicht abrufbar, nicht etwa nochmal umschauen und Frauchen fragen, ob okay (Das würde mein Hund so machen icon_wink.gif) ... Einfach hin und weg ...

Ich würde es - besonders weil er blind ist - nicht unbedingt riskieren. Dann lieber Auslauf in einem sicher eingezäunten Gelände oder an einer langen Schleppleine.

Übrigens hat hier mal eine Ichnilatis-Halterin mitgeschrieben. Ich weiß nicht, ob sie noch mitliest, aber wenn Du ganz viel Glück hast, meldet sie sich noch hier.

Wenn Deine Eingangsfrage hinreichend beantwortet ist, würde mich noch interessieren: Wie lebt es sich mit einem blinden Hund? Merkt man ihm das an? Sind besondere Vorsichtsmaßnahmen nötig? Lässt er sich per Laut "dirigieren"? Wenn Du Lust und Zeit hast, beschreibe doch mal ein wenig. Solche Erfahrungen sind immer wieder 1. interessant und 2. vielleicht eine wertvolle Hilfe für andere Besitzer blinder Hunde, die hier mitlesen. icon_wink.gif
Viele gespannte Grüße,
Minou


» User #18721 schrieb:

Hallo Wanderfalke!

Ich habe einen Hellenikos Ichnilatis. Sie ist jetzt 2 Jahre alt. Habe letztes Jahr die Begleithundprüfung gemacht und im Sommer werde ich die Beginner-Obedience Prüfung machen.
Mache mit ihr Agility und habe jetzt noch Fährtensuche angefangen.Meiner Meinung nach ist das eine Rasse, die, wenn sie nicht für die Jagd eingesetzt werden, beschäftigt werden muss. Meine Hündin flippt jedesmal vor Freude fast aus, wenn sie merkt, dass es auf den Hundeplatz geht.

Meine Hündin läuft beim Spaziergang und beim reiten frei und ist abrufbar.

Aber ich habe keine Ahnung, wie das bei einem blinden Hund ist!
Wie lange hast du ihn schon?
Wie orientiert er sich an dir?
Wie beschäftigst du ihn?

Schreib doch bitte mal ein bisschen mehr!

LG elcid


» User #10797 schrieb:

Ich habe einen Hellinikos Ichnilatis in Pflege (zumindest würde ich Stein und Bein drauf schwören dass es einer ist) und der kann auch frei laufen.
Nicht immer, nicht überall, aber es geht.

Allerdings habe ich, nachdem ich ihn bei mir hatte und viel im Internet recherchiert habe, sofort einen Hundetrainer kontaktiert, der sich mit Jagdhunden auskennt weil ich dachte, Oh mein Goooott, du musst diesen Hund rund um die Uhr beschäftigen und auslasten und ihm jagdliche Ersatzhandlungen bieten sonst dreht der ja durch und was war...?
Pustekuchen. Klar, wenn ein Karnickel vor seiner Nase losjumpt würde er hinter her gehen, aber welcher Hund würde das nicht?

Dieser Hellinikos zeigt kaum Appetenzverhalten. Klar, er schnüffelt mal hier und mal da, aber es rennt nicht kopflos durch die Weltgeschichte auf der Suche nach der nächsten heissen Spur.
Auch nicht in der Wildnis.

Ich denke, dass Hellinikos grade gut auszubilden sind, eben weil es Jagdhunde sind.
Ein Jäger kann sich wohl kaum leisten, einen unkontrollierbaren Hund zu halten der macht was er will statt ihm konstruktiv bei der Jagd zu helfen.

Das ist wohl eher eine Frage der Erziehung. Man sollte nicht immer alles auf die Rasse schieben.

EInen blinden Hund würde ich allerdings wirklich nicht ableinen denke ich.