Haustiere

Schock bei der Hundschule

» User #19281 schrieb:

Hallo

Ich möchte mich mal kurz vorstellen. Mein name ist jürgen und komme aus der steiermark in österreich.

Ich habe seit ca 7 monaten meinen schnauzer mischling flopi der jetzt ein jahr alt ist.

Heute hatten wir unsere erste stunde beim junghunde kurs. Was wir da erlebt haben war ein richtiger schock für mich.
Der kursleiter hat gesagt das man hunde nur mit schmerzen etwas lernen kann. Seiner meinung nach sind
kettenhalsbänder die beste möglichkeit den hund zu würgen,damit er besser hört.
Als sein hund nicht ordentlich an der leine gegangen ist hat er ihn mit aller kraft in die wange gekniffen
und herum gedreht.
Einen anderen hund hat er mit einem kettenhandschuh auf die schnauze geschlagen weil er gebellt hat.

Ich finde das einfach unvorstellbar was da heute gelaufen ist, und werde das sicher keinem hund antun nur das er etwas "lernt".
Ich hab mir das 15 minuten angeschaut und bin dann gegangen.
Nur weis ich jetzt nicht was ich am besten gegen diese schweinerei unternehmen soll.


» User #15161 schrieb:

Hi,
sowas ähnliches habe ich auch schon erlebt,allerdings war mein"Hundetrainer" Fan von Teletakt-Geräten. icon_evil.gif
Meine Beschwerde beim Veterinäramt hat irgendwie nichts gebracht.Ich denke,er benutzt das Gerät jetzt nur noch nach dem eigentlichen Training,auf Wunsch der Halter;oder weil er anders nicht weiter weiß.Solche Gewalt ist doch immer ein Zeichen von Inkompetenz,ich frage mich,wieso andere Hunde-Besitzer sowas zulassen.
Aber Blödheit stirbt nicht aus...
LG Gin


» User #12972 schrieb:

flopi hat folgendes geschrieben::
Hallo

Ich möchte mich mal kurz vorstellen. Mein name ist jürgen und komme aus der steiermark in österreich.

Ich habe seit ca 7 monaten meinen schnauzer mischling flopi der jetzt ein jahr alt ist.

Heute hatten wir unsere erste stunde beim junghunde kurs. Was wir da erlebt haben war ein richtiger schock für mich.
Der kursleiter hat gesagt das man hunde nur mit schmerzen etwas lernen kann. Seiner meinung nach sind
kettenhalsbänder die beste möglichkeit den hund zu würgen,damit er besser hört.
Als sein hund nicht ordentlich an der leine gegangen ist hat er ihn mit aller kraft in die wange gekniffen
und herum gedreht.
Einen anderen hund hat er mit einem kettenhandschuh auf die schnauze geschlagen weil er gebellt hat.

Ich finde das einfach unvorstellbar was da heute gelaufen ist, und werde das sicher keinem hund antun nur das er etwas "lernt".
Ich hab mir das 15 minuten angeschaut und bin dann gegangen.
Nur weis ich jetzt nicht was ich am besten gegen diese schweinerei unternehmen soll.


Hallo,
erst einmal Respekt dafür, dass Du die Konsequenzen gezogen hast.
Ich kenne nämlich einige Hundehalter, die blind alles schlucken, was dämliche Kollegen ihnen vorkauen. Bin ja selbst Trainer.
Ein Hund gehorcht nicht besser oder schlechter wenn er Schmerz erfährt, er gehorcht weil man ihn bricht.
Also ich will keinen gebrochenen Hund, die sind nämlich irgendwo nicht mehr richtig einzuschätzen.

Ich habe keine Ahnung, wie das bei Euch in Österreich so läuft mit Veterinäramt usw. deshalb kann ich Dir nur eins anraten.
Jede Huschu lebt nicht nur von ihrer Werbung, sondern auch von der mündlichen Werbung und hier würde ich meine Erfahrung kundtun.

Es ist richtig und es ist gut, dass es Halter wie Dich gibt, die sagen: Das ist Tierquälerei, das mache ich nicht mit.

Ich bedaure es sehr, dass diese Huschu soweit weg ist, ansonsten würde ich dort mal unvermittelt aufschlagen und mir den Kollegen mal zur Brust nehmen.
Solche altertümlichen *** machen unsere Berufsgruppe das Leben schwer!
Nicht nur das sie gequirlten Unsinn erzählen, nein seriöse Trainer müssen dann das wieder gerade biegen, was sie vermasselt haben.

Fakt ist, Hunde lernen am Besten, wenn der Halter ihnen vermittelt, dass er die "Chefposition" ausfüllen kann und wird. Dies geschieht immer über artgerechte, konsequente, motivierte und maßvolle Übungen.
Ich reg mich gerade auf - sorry!

icon_motz.gif icon_motz.gif
Gruß eggi


» User #14587 schrieb:

Also das finde ich wirklich sehr schlimm, was Du da schilderst. Kann man diese mittelalterlichen Erziehungsmethoden nicht einfach dem örtlichen Tierschutz melden? Es könnte doch mal einer dort sozusagen undercover auftauchen. Es wundert mich, dass nicht mehr Leute dort protestieren und dies alles mitmachen! Arme Hundeschüler! Ich kann verstehen, dass sich Eggi als Trainer sichtbar darüber aufregt! icon_rolleyes.gif Gruß Isabel 93


» User #12972 schrieb:

Hallo Isabel,
das Problem an der ganzen Geschichte ist einfach die, dass man ja immer mit seinen 1. Hund anfängt.
Zwar irgendwo seine Vorstellung hat und sich das auch niemals ausmalen könnte, aber, wenn dann ein Trainer in einer Hundeschule so eine Gülle erzählt, ist es ja die Autoritätsperson. Und dann kippt das alles.
Viele trauen sich da gar nicht etwas zu sagen. Man steht ja in der Gruppe und da blockiert man.
Die Meisten kommen sogar wieder, weil es auch funktioniert.
Leider!
Was sie aber alles vernichten wird ihnen nicht bewußt.
Mir ist manchmal, als ob manche "Schüler" ihr Gehirn, ihre Liebe zum Tier und auch die Eigenverantwortung an der Tür abgeben...

Manche Schüler kommen aber dann auch mit solchen Vorstellungen zu mir.
Ist auch schon passiert.
Die wollen ganz schnell das Ergebnis und das ist der Weg.
Ich sehs anders und das muss ich ihnen erst einmal klar machen.
Nicht der Hund muss lernen, sondern der Mensch.
Wer diesen kleinen Grundsatz erkennt, der hat zwar in einer Woche keinen total ausgebildeten Hund, aber einen echten Kumpel nach der Ausbildung an seiner Seite...

Beide, weder dieser Möchtegerntrainer, noch die Halter können es nicht erfassen, was sie da eigentlich machen.
Manche wollen es auch nicht wissen...weil sie schnell eine notwendige Prüfung machen wollen oder ähnliches.
Gruß eggi


» User #19281 schrieb:

Erst mal danke für die vielen antworten.

Wir haben den welpenkurs auch schon gemacht. Jedoch bei einer anderen hundeschule, mit der wir sehr zufrieden waren. Die andere schule haben wir eigentlich nur wegen der kürzeren anfahrt gewählt.

Wir werden uns jetzt bei unserer alten hundeschule erkundigen was wir am besten gegen diesen "hundetrainer" unternehmen können.

Ich hoffe das uns da jemand helfen kann.


» User #12972 schrieb:

Hallo,
find ich supi!

Aber mal für die, die eine Huschu besuchen wollen:
Grundsätzlich erst zuschauen, nach den Lernmethoden fragen und wenn irgendwas "komisch" klingt hinterfragen.

Teilnehmer befragen, wie sie zufrieden sind.
Und dann würde ich eine Probestunde machen, die meistens kostenslos ist. Wenn in dieser Probestunde eine Trainingsphase entsteht, wo Gewalt im Spiel ist, eben mit Schlägen usw... Lasst Euch von den Trainer nicht beeindrucken. Nehmt Euren Hund, lächelt und traut Euch auch mal Eure Meinung zu äußern. Klar und deutlich. Frau/Mann muss da nicht laut werden und sich von dem Trainerschein beeindrucken lassen.

Gruß eggi


» User #19264 schrieb:

Hallo,

ich finde es auch unwahrscheinlich welche Methoden in manchen Hundeschulen noch verfolgt werden...

Das versteht ja schon ein kleines Kind, dass man mit Gewalt nichts erreicht. Ich würde auf jeden Fall auch überall erzählen, wie es in dieser Hundeschule zugeht.

Ich würde das evtl. dem Tierschutzverein (falls es bei Euch sowas gibt) melden! Das sind ja keine Zustände so.

Viele Grüße