Haustiere

Dringend Rat gesucht! Hund weggeben oder nicht?

» User #12705 schrieb:

Hallo, ich weiß einfach nicht mehr weiter und brauche euren Rat oder eure Meinung. Ist aber eine längere Geschichte, ich hoffe ihr haltet durch beim lesen und ich versuche mich kurz zu fassen und erspare euch und mir das wieso, weshalb und warum.
Ich habe vor 4 Jahren die "Patenschaft"," Finanzierung" und "Betreuung" für eine jetzt fast 8 Jahre alte Husky- Schäferhundmischlingsdame übernommen. Sie kam auf ein Grundstück, wo ein Freund wohnt und sie bekam dort ihre Hütte und konnte dort Tag und Nacht draußen sein. Der Freund versorgte sie mit Futter und ging ab und an mit ihr ne Runde spazieren. Wir( mein jetzt Ex und ich) haben dort Nutzungsrecht, das heißt wir können jeder Zeit dorthin wann wir wollen, wir wohnen/ wohnten dort jedoch nicht. Mein Ex ist/war täglich dort und eigentlich die einzigste wirklich Bezugsperson den die Maus je wirklich hatte. Mich hat die Maus immer als Gassigehpartner, Spielgefährte und Leckerligeber angesehen. (Ich möchte jetzt bitte nicht erläutern müssen wieso das so war, wir fanden dieses Leben besser für sie als sie Vorher gehabt hatte.) Hätte auch alles so bleiben können wenn dort nicht jemand auf das Grundstück ziehen würde der panische Angst vor Hunden hat und auch kein Interesse daran hat etwas dagegen zu unternehmen und für sich die einfachste Variante wählt den Hund abzuschieben. Kurzum, die Maus muss bis Ostern dort weg sein. Die Maus hat vor ca. 2 Jahren Probleme mit dem linken Hinterbein bekommen. Es war auf einmal gelähmt, kein Stellreflex mehr vorhanden gewesen. Die Tierärzte dachten erst an einen Bandscheibenvorfall was es dann wohl doch nicht war. So genau weiß keiner was es war, jedenfalls kann sie wieder ganz gut laufen, jedoch nach größerer Anstrengung zittert das Bein stark und sie steht dann wieder oft auf der Oberseite der Pfote. Bei den Tierarztbesuchen stellte sich auch heraus das sie eine beginnende HD hat, aber das das noch nicht der Grund für ihr Problem sei. Aber wir sind froh das das Bein überhaupt wieder funktioniert.
Mein Ex kann/ will sie nicht zu sich nehmen. Warum weiß ich nicht, denke er will keine wirkliche Verpflichtung eingehen. Und ich kann ihr eigentlich nicht wirklich ein schönes Hundeleben bieten: Neubauwohnung, 5 Etagen ohne Fahrstuhl, und mind. 5h am Tag alleine zu Hause. Also habe ich versucht für sie ein zu Hause zu finden was ihrem Leben dort auf dem Grundstück ähnlich ist. Habe aber keine gescheiten Angebote bekommen. Also habe ich sie letzten Freitag zu mir geholt( besser als Tierheim, das kommt gar nicht in Frage) um sie einzugewöhnen. Ich habe ne Woche Urlaub und da dachte ich es passt, dann ist sie nicht gleich von Anfang an alleine. Sie kennt die Wohnung, war öfters schon hier. Die Treppen schafft sie auch ganz gut, alleine war sie auch schon mehrmals, die längste Zeit 4h und keinerlei Probleme. Stubenrein ist sie sowieso.Die ersten 2 Tage war sie richtig deprimiert lag nur rum, aber jetzt ist sie schon besser drauf. Freut sich wenn man mit ihr spricht, spielt und begrüßt mich freudig. Nur ihr Futter mag sie auf einmal nicht mehr. Hat sie seid Samstag nicht mehr angerührt, aber Appetit hat sie, zu nem Leckerli sagt sie nicht nein. Gibts aber jetzt nicht mehr!
Heute habe ich einen Anruf bekommen das ich sie zu ner Familie 250km von hier geben könnte. Garten, Haus, 3 Jahre alter Husky- Rüde und 2 ältere Kinder. Sie könnte dort drin wie draußen sein, sie wissen von ihrer "Krankheit" und die eventuelle Finanzielle Belastung die auf sie zukommen könnte. Morgen würde es schon los gehen. Würde sie dort hinbringen, mir alles anschauen, gucken obs mit dem anderen Hund auf Anhieb klappt und dann erstmal da lassen. Wenn es nicht funktionieren sollte würden die sie wieder zurück bringen. So weit so schön. Nur natürlich hänge ich extrem an der Maus, auch wenn ich nicht die 100% Hundemutti war/bin und ich würde sie am liebsten behalten,aber mir ist natürlich das Wohl der Kleinen am wichtigsten und das was das Beste für sie ist.
Das größte Problem was ich habe ist aber: Wie oft kann ich einem Hund die Trennung von der Bezugsperson zumuten, sie wären dann die 4 Besitzer in ihrem Leben. Als wir sie damals genommen hatten hat sie 2 Wochen lang richtig gelitten, nur gejault und nichts gefressen, was dann aber schlagartig vorbei war. Ich habe Angst das sie dann vollig zusammen bricht und die Welt gar nicht mehr versteht. Was meint ihr?
Tut mir leid das es doch soviel geworden ist, ist eben alles ziehmlich verworren.


» User #-1 schrieb:

Bei aller Liebe, am Besten gibst Du diese Hündin ab.
Aus folgenden Gründen:
1. diagnostizierte HD
Wenn Du die Hündin nicht jeden Tag alle Stockwerke hochtragen willst oder kannst, wäre es besser für sie in einem Haus mit Garten.
2. Hunde gewöhnen sich relativ schnell an neue Besitzer, dies kann ich dir aus meiner früheren Erfahrung als Tierheimleiterin bestätigen.
Natürlich solltest Du Dir die neuen Besitzer genau anschauen und ein Besuchsrecht einräumen lassen.

Die Pfotenstellung weist auf eine Nervenverletzung hin, die wahrscheinlich nicht reparabel ist.
LG Martina


» User #19751 schrieb:

Hallo zusammen,
ich bin zwar ganz neu hier, möchte aber dennoch meine Meinung dazu sagen. icon_biggrin.gif
Es ist zwar nicht leicht, aber zum Wohle des Hundes - vorausgesetzt natürlich, im neuen Zuhause stimmt alles und sie verträgt sich mit dem dort lebenden Hund - wäre ein Umzug auf jeden Fall anzuraten. Die Treppen bei dir im Haus sind für sie mit ihrem kranken Bein eine Zumutung und ich denke, es ist eine Frage der Zeit, wie lange sie das noch schafft. Außerdem wäre sie im neuen Heim nicht alleine und wieder mehr draußen, so wie sie es gewohnt ist.
Keine leichte Entscheidung aber wir dürfen in solchen Fällen nicht egoistisch sein. Du wirst es richtig machen, denke ich.
Liebe Grüße,
Sunny


» User #15161 schrieb:

Hallo,
ich muß mich hier gerade echt beherrschen nicht zu schreiben,was ich wohl gerne schreiben würde...
Da lebt dieses Tier 4!Jahre fast alleine irgendwo,mit ab und zu mal Gassi?! Wie hat der Hund denn vorher gelebt? Schlimmer geht ja fast nicht.
Gib sie zu den Leuten,die sie ja offensichtlich wollen.

Gin


» User #18600 schrieb:

gin hat folgendes geschrieben::
Hallo,
ich muß mich hier gerade echt beherrschen nicht zu schreiben,was ich wohl gerne schreiben würde...
Da lebt dieses Tier 4!Jahre fast alleine irgendwo,mit ab und zu mal Gassi?! Wie hat der Hund denn vorher gelebt? Schlimmer geht ja fast nicht.
Gib sie zu den Leuten,die sie ja offensichtlich wollen.

Gin


Kann mich dem nur anschliessen.
Das arme Tier 4Jahre nur draussen...ich hätte das niemals zugelassen.

Überlege nicht lange und gib sie weg!


» User #12705 schrieb:

Erstmal vielen Dank für eure Antworten. Habe beschlossen das wir es wenigstens versuchen sollten und das es die Beste Lösung für die kleine Maus ist. Mir ist schon ganz schlecht, noch alle Sachen zusammen packen und es geht los. Ich hoffe das Martina0123 Recht hat bezüglich der Eingewöhnung. Das die Maus nicht so lange leidet.

@gin
Jetzt muss ich mich beherrschen das ich nicht das schreibe was ich eigentlich will!
Es schön zu sehen das nichtmal Stammuser mit eigenen 309 Beiträgen in der Lage sind richtig zu lesen und sich auf Grund dessen ein negatives Urteil erlauben. Oder lag es eventuell an der späten Urzeit?
Ich hatte absichtlich geschrieben das ich versuche mich kurz zu fassen und eigentlich keine Erklärungen abgeben möchte wieso das so war aber DAS lasse ich nicht auf mir sitzen:
Sie lebte auf einem Grundstück mit noch einem anderen Hund zusammem. Den Zaun hatten sie im Laufe der Zeit ordendlich durchlöchert, welche sie dann auch oft nutzten auszubüchsen. Um dies zu unterbinden wurde auf dem Grundstück ein Gebiet eingezäunt und die Maus eingesperrt. Der Zaun war so hoch wie sie selbst und das stellte keine Hürde für die Kleine da, also ging das Ausbüchsen weiter. Sie lief dann so lange durch die Gegend bis Herrchen dann abends mal von Arbeit oder sie vom Hundefänger eingefangen wurde und Herrchen sie dann aus dem Tierheim abholen durfte (kostenpflichtig versteht sich). Sie war nicht kastriert oder geimpft. Als Hütte hatte sie 3 rohe Europaletten ohne irgendeine Dämmung oder sonst was. Und war Sommer wie Winter draußen. Als ich sie dort abgeholt habe sagte der Besitzer zu mir das wenn wir sie nicht mitnehmen würden er sie abgeben oder eben einschläfern lassen würde weil er es sich nicht leisten kann ständig den Hundefänger zu bezahlen und weil sie nur rumjaulen würde und sich die Nachbarn andauernt beschweren deswegen. Ich habe auch noch nie einen so unterwürfigen Hund seinem Herrchen gegenüber gesehen. Sie hat sich jedesmal wenn er sie angesprochen hat so auf den Boden geduckt, ist zu ihm hingekrochen und hat sich vor ihm auf den Boden auf den Rücken gedreht, das ich schon dachte die kann gar nicht normal laufen. Ein Stück Abschleppseil mit Karabiner diente als Leine. Gassi gehen kannte sie gar nicht, der ganze Garten war so zugeschissen... Ich habe sie dann erstmal Grundimunisieren lassen, mit 4 Jahren! Tollwut impfen, entwurmen und entflohen lassen. Ich musste sie kastrieren lassen weil sie dauerläufig war. Was sich der Vorbesitzer nicht erklären konnte. Einen Tierarzt hatte die Maus bis dato noch nie gesehen, es war nicht ein Stempel in ihrem Paß!

Und nur weil ich geschrieben habe das der Freund von dem Grundstück ab und an Gassi mit ihr gegangen ist, heißt das nicht das sonst keiner mit ihr gegangen ist, sondern sollte nur aufzeigen welche Beziehung er zu ihr hat!
Und ich denke das sie es bei uns dort auf dem Grundstück 1000% besser hatte als in ihrem Leben davor! Sie war dort den ganzen Tag draußen, hatte eine schöne große, trockene und warme Hütte und konnte einfach nur Hund sein. Ich habe sie nie unglücklich erlebt!


» User #12705 schrieb:

Mein Gott, was ist hier los? icon_motz.gif Sie ist ein Husky und kein Dackel oder irgendein Stubenhund! icon_evil.gif Für sie gibt es nichts schöneres als sich im Schnee ne Kuhle zu buddeln und sich einschneien zu lassen!
Ich dachte ich bin hier in einem Hundeforum mit Leuten die vieleicht Erfahrung haben. icon_eek.gif


» User #13047 schrieb:

Hallo,
ich finde die Entscheidung das Tier ins neue Rudel zu bringen auch das beste,schon wegen der HD und den anderen Problemen.
Dort wartet ein Rüde,was ihr den Anfang sicherlich leichter macht.Klar fällts schwer den Hund abzugeben,aber was für ein Glück überhaupt jemanden zu finden,der weder Kosten noch Mühen scheut
icon_biggrin.gif

Und viele Beiträge im Forum = Stammuser ist nicht = Vollprofi icon_mrgreen.gif

Hier wackeln öfter mal die Wände,weil nicht alle einer Meinung sind icon_eek.gif Mehr sag ich net dazu icon_wink.gif

Grüßle Ute


» User #1580 schrieb:

Gerade wegen der beginnenden HD und weil sie darussen leben gewohnt ist, würde ich sie auch abgeben, wenn die Leute in Ordnung sind.
Bei dir steht ihr ein Leben mit vielen Stufen und viel Wohnung bevor. Ich denke, diese Umstellung würde ihr (schon gesundheitlich) noch schwerer fallen als eine neue familie.
Und dort hätte sie sogar noch Hundegesellschaft icon_smile.gif
Das ist doch eigentlich was schönes icon_smile.gif

Ich geb hier Trixie recht. Nicht alle die hier posten sind Profis. Hier sind auch "nur" Hundeliebhaber. Keine dipolmierten Hundtrainer.
Und es ist ja in vielen Foren so, dass manche meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben icon_wink.gif
Hier werden eigentlich nur Erfahrungen ausgetauscht. Ob man das annehmen muss, was hier geschrieben wird, ist ne ganz andere Geschichte.
Ich zB bin Jäger. Was meinst du, was ich mir schon anhören durfte icon_wink.gif icon_mrgreen.gif


» User #15161 schrieb:

Hallo,
wer hat denn behauptet,dass "Stammuser" gleichzusetzen ist mit "Hunde-Profi"? Ich habe nur meine Meinung gesagt,und ich finde es nun mal nicht in Ordnung,wenn ein Hund irgendwo auf einen Grundstück sein Leben fristet!Das hat auch nichts mit der Rasse des Hundes zu tun.Alle unsere Hunde sind Rudeltiere,und so´n Leben ohne Rudel ist wahrscheinlich die Hölle auf Erden!
Das der Hund von seinem Vorbesitzer weggeholt wurde war ja schon ganz edel,aber danach hätte man doch nach einer angemessenen Bleibe für sie suchen können.Der Tierschutz wäre sicher behilflich gewesen.(Husky in Not,nordische Hunde in Not,u.s.w.)
Jetzt,wo das Gelände geräumt werden muss,wirst du aktiv.Schade,dass sich nicht schon eher jemand beschwert hat.
Ich hoffe,alles nimmt ein gutes Ende.
Viel Glück!
MFG Gin


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