Haustiere

Dringend Rat gesucht! Hund weggeben oder nicht?

» User #16553 schrieb:

Hallo zusammen,

vielleicht sind wir bezgl. der Haltung so geschockt, weil unsere Hunde mehr als Familienmitglied gehalten werden, ich schliesse mich da nicht aus.
Geplant war, dass unser Hund tagsüber im Garten bleibt und nur Nachts reinkommt.
Hat sich allerdings am ersten Tag erledigt icon_smile.gif
Jetzt ist der Hund auch schon mal im Garten.
Freunde von uns haben 3 Hunde, die ausschließlich draussen gehalten werden. Es sind reine Arbeitshunde. Einmal täglich kommt Herrchen, füttert die Hunde, gibt einmal Streicheleinheiten und ist weg. Den Rest des Tages sind die Hunde sich selbst überlassen.
Für mich als Familienhundehalter ist das schrecklich, ich habe aber nicht den Eindruck, das die Hunde unseres Bekannten "unglücklich" sind.
Wenn Herrchen kommt, geht die Post ab, die drei freuen sich einen ab.

Ich denke, Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Ihr geht es mit einem Kumpel und in einem Garten bestimmt besser als in einer Wohnung, zu der sie sich die Treppen hochquälen muss.
Ich wünsche Euch alles Gute,liebe Grüße scrotcher


» User #15161 schrieb:

Hi,
was sind denn Arbeitshunde?
Einmal am Tag füttern,etwas knuddeln,und wieder weg?
Was arbeiten die denn? Geheimpolizei? icon_wink.gif
Zum Glück sind sie wenigstens zu dritt...
LG Gin


» User #16553 schrieb:

Hallo,

es sind Wachhunde, sie bewachen ein riesiges Terrain auf dem unter anderem ein Restaurant ist. Da dort schon mehrfach eingebrochen wurde, hat der Besitzer sich die Hunde angeschafft.
Die Hunde haben eine Hütte, werden versorgt, werden regelmäig tierärztlich untersucht und sind putzmunter.
In dieser Region in Frankreich ist es übrigens normal, dass die Hunde draussen gehalten werden.
Unser Freund ist Jäger und hat zwei Hunde: der Jagdhund lebt draussen, der Yorki seiner Frau lebt drinnen. Klare Trennung: Arbeitshund - Schosshund.
Das heisst ja nicht, dass diese Leute ihre Tiere nicht lieben, sie sehen sie nur in erster Linie als Hund und nicht als Familienmitglied.
Wie ich schon sagte, wir haben eine andere Auffasssung von Hundehaltung.
Vor 30/40 Jahren hat man in Deutschland wenig Hunde in den Wohnungen gehalten, Hunde waren zum Bewachen da. Ich kann mich nicht erinnern, dass bei uns jemand mit dem Hund gassi gegangen ist. Entweder blieben die Hunde auf dem Grundstück (meistens im Zwinger) oder sie gingen alleine Gassi (ich nenne das eher streunen).
Kleine Anekdote:
im Urlaub schläft unser Hund unterm Wohnwagen. Dort liegt er übrigens auch tagsüber, wenn wir nicht unterwegs sind.
Nach zwei schrecklich warmen Nächten hat mein Mann mit der Liege draussen geschlafen, da war es kühler.
Da haben sie dann gelegen, Mann und Hund, einer oben auf der Liege, einer drunter und haben selig gepennt.
Es hat sich keiner aufgeregt, dass mein Mann auch draussen schlafen "musste".
Schönen Tag noch, lG scrotcher


» User #12972 schrieb:

Hallo,
ja, stimmt schon, aber Du schreibst ja selbst vor 30/40 Jahren...
Der Mensch sollte sich weiterbilden und artgerechte Haltung leben, nicht nur lesen, sondern sie annehmen und akzeptieren.
Ein Hund, der im Zwinger lebt, kann das Grundstück nicht bewachen.
Wie sollte er denn auch, er sitzt ja im Zwinger.
Ich als "Einbrecher" würde mich dadurch wenig beeindrucken lassen. Beeindruckt wäre ich nur, wenn auf einmal 2 - 3 große Hunde vor mir stehen und mich stellen.
Und erst dann, wenn sie mich gestellt hätten, los bellen.
Das ist ein Wachhund! Alles andere ist ne billige Alarmanlage.
Gut finde ich, dass es mehrere Hunde sind. Falsch finde ich es, dass keinerlei Aussage getroffen werden kann, was sie sonst noch so tun...
Außer gelangweilt in der Gegend rumzulaufen.
Hunde sind clevere Fellbündel und man sollte ihren IQ einfach ausschöpfen.

Meine Bouviers konnten sich es sich aussuchen, wo sie sind. Da die Hündin ein sehr temperamentvolles Mädel war, bestand sie darauf nachts draußen zu sein. Der Rüde tippelte meistens mit.
Klar hatten auch sie ihren Zwinger, ohne Tür! Der Zwinger war nur da, damit sie sich geschützt (wie bei Dir wohnmobilmäßig) hinlegen konnten.
Sie schlugen nicht an, liesen alles rein...
nur raus ging ohne mich gar nicht, deshalb bellte meine Lady erst dann, wenn sie den Eindringling gestellt hatte.
War ich nicht da? Tja, Pech für unangesagten Besuch!
grins***
Wer nicht lesen kann, muss eben warten!

Das stelle ich mir unter einem Wachhund vor! Und so habe ich das Mädel auch ausgebildet.

Aber zurück zur Thematik:

Aus gesundheitlichen Gründen, würde ich einen Hund niemals weg geben.
Allerdings in diesem Fall kann ich es nur begrüßen.
Kein Hund sollte allein auf irgendwelchen Grundstücken hocken, es sind ja Rudeltiere und deshalb mindestens 2.
Huskys sind Laufhunde, schon richtig, dass sie es für toll finden sich in den Schnee einzugraben, aber auch hier gilt der Grundsatz, nicht alleine und zusätzliche Trainingseinheiten anbieten.
Laufen eben.
Ok, mit HD nicht so möglich, aber nicht unmöglich!
Man sollte immer zu Gunsten des Hundes entscheiden und sich hier und da mal fragen:
Werde ich wirklich den meistens Bedürfnissen meines Hundes gerecht?
Meisten deshalb, da ich der Meinung bin, allen kann der Mensch nicht gerecht werden.
Allerdings nur füttern und mal kurz ansprechen ist eindeutig zu wenig, selbst, wenn sie ein großes Grundstück zur Verfügung haben.

Grüße eggi


Seite 1, 2