Haustiere

Ein Hund im Mietshaus - Andere werden v. Vermieter abgelehnt?

» User #4244 schrieb:

Hallo,

ich weiss nur dass es ein Urteil gibt, in dem der Yorkshire-Terrier und wohl alle Zwergrassen erlaubt sind, die fallen nun unter die Kleintierhaltung.

Wenn jemand in Deinem Bekanntenkreis Mitglied im Mieterschutzbund ist könnte dieser ja mal nachfragen. In der vorletzten oder letzten Ausgabe der Mitgliederzeitschrift war ein Artikel über Hundehaltung. Leider hab ich die nimmer icon_redface.gif


» User #16844 schrieb:

Also eines vorweg: Ich habe keine Ahnung (aber den tollsten Vermieter der Welt icon_mrgreen.gif ) Das folgende sind bloß meine Gedanken zu dem Thema:

Zitat:
Die schriftliche Erlaubnis besagt, das der Hund als Therapiehund angeschafft wurde und das als Besonderheit berücksichtig wurde.

Wenn der Hund ein Therapiehund ist, ist das sicherlich ein besonderer Umstand. Ist der Hund für die Existensicherung notwendig (also Arbeitsmittel für den Besitzer) oder für ihn Lebenshilf im Alltag?
Ich stelle mir grade vor, dass man versucht einem Blinden den Blindenhund zu verbieten. Das wäre die absolute Härte. Kann mir auch nicht vorstellen, dass dies nicht mehr mit dem GG (unter anderem Zumutbarkeit aus dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit) vereinbar ist.
Gibt es solche Fälle? Hat jemand mal ein Urteil dazu?

Zitat:
ich weiss nur dass es ein Urteil gibt, in dem der Yorkshire-Terrier und wohl alle Zwergrassen erlaubt sind, die fallen nun unter die Kleintierhaltung.

Ich kenne auch so ein Urteil, das ist ja auch berühmt und berüchtigt geworden. Ob ein anderes Gericht ebenfalls so entscheidet? Bin mir da nicht so sicher, verlassen würde ich mich nicht drauf. icon_confused.gif

LG
Nasenbär


» User #16553 schrieb:

Hallo,
grundsätzlich kann der Vermieter entscheiden, ob ein Hund in der Wohnung erlaubt ist. Das gilt auch für Kleinrassen, dann muss allerdings der Passus: Hundehaltung verboten und nicht Tierhaltung verboten im Mietvertrag stehen. Denn Tierhaltung kann auch Kleintierhaltung (Piepmatz, Meerschweinchen, Katzen und je nach Bundesland ein kleiner Hund)sein.
Wenn Hundehaltung verboten ist, und es wird ein "Hundchen" untergeschmuggelt könnte das ein Kündigungsgrund sein.
Ebenso kann ich Hundehaltung untersagen, wenn es bereits einen Hund im Haus gibt. Der hat dann "Bestandsschutz", d.h. es gibt keinen neuen Hund. Meist sichern sich die Vermieter bei neuen Vermietungen durch den o.g. Passus ab.
Also wenn der Passus im Mietvertrag steht, kann man sich nicht auf den anderen Hund berufen.
Das ist zwar ärgerlich aber irgendwie muss der Vermieter die Chance haben, sein Haus "Hundefrei" zu bekommen (wie bereits vorhin vermutet).
Liebe Grüße
scrotcher


» User #18347 schrieb:

Hallo!
Wir wohnen in einem Mietshaus mit 6 Parteien. Sind die einzigen Mieter mit Hund. Unser Hund steht mit im Mietvertrag. Aber einen anderen Hund im Haus duldet unser Vermieter auch nicht. Aber das ist das Recht des Vermieters, da kann man leider nix machen.












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» User #4244 schrieb:

Sooo,

heute kam die neue MieterZeitung und da steht nü folgendes drin:

Zitat:
Während der Vermieter nach einer Entscheidung des BGHs die Haltung von Kleintieren niemals verbieten darf, sieht das bei größeren Tieren wie Hunden und Katzen anders aus. Hier müssen nach Ansicht des BGHs im Einzelfall die Interessen des Vermieters, des Mieters und seiner Nachbarn gegenseitig abgewogen werden. Kriterien sind: Art, Größe, Verhalten und Anzahl der Tiere; Art, Größe, Zustand und Lage der Wohnung sowie des Hauses in dem sich die Wohnung befindet; Anzahl, Alter und berechtigte Interessen der Mitbewohner und Nachbarn; Anzahl und Art anderer Tiere im Haus; bisherige Handhabung des Vermieters und besondere Bedürfnisse des Mieters.
Steht im Mietvertrag nichts zur Tierhaltung, so sollte der Mieter den Vermieter vor der Anschaffung eines Hundes oder einer Katze dennoch um Erlaubnis bitten. Ein wichtiges Argument für eine Ablehnung des Vermieters kann zum Beispiel die Tierhaar-Allergie eines Nachbarn sein, sofern eine konkrete Gefährdung vorliegt. Außerdem ist der Vermieter nicht verpflichtet die Haltung von Kampfhunden oder einer Ratte zu erlauben (LG Krefeld 2 S89/96; LG Essen 1 S 497/90). Halten bereits mehrere Parteien im Mietshaus einen Hund oder eine Katze, so muss der Vermieter in aller Regel auch dem neuen Mieter dies erlauben (LG Berlin 64 S 234/85). Er darf die Mieter ohne trifftigen Grund nicht unterschiedlich behandeln. Haben andere Bewohner des Hauses Angst vor dem Tier oder verunreinigt der Hund wiederholt das Treppenhaus, so darf der Vermieter seine Zustimmung widerrufen (LG Hamburg 333 S 151/98; AG Hamburg-Altona 316a C97/89)


Hoffe es hilft Deinem Bekannten und er kann sich doch einen Wuffel zulegen.


» User #17713 schrieb:

Hallo

Genauso kenne ich es auch.
Meine Freundin hat es mir auch so erklärt.


Liebe Grüsse Claudia


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