Haustiere

Nachbarn mischen sich in Erziehung ein

» User #18283 schrieb:

Halli hallo ihr Lieben!

Seit ein paar Tagen lebt ja nun mein Boxerbaby bei mir ( 11 Wochen). Wenn wir spazierengehen, gehen wir immer hinten ins Feld, wo wir auf Spielerische Weise auf das Hundetraining aufbauen, dass er an der Leine gut mitläuft. Das Feld grenzt an einer Straße, viele Hundebesitzer lassen ihre Wuffis dort auch frei laufen.
Nun ist es so, dass ich das mit Buster noch nicht mache, weil er meist so verspielt ist, dass er gerne mal auf die Straße losdüst. Also lasse ich ihn aus Sicherheitsgründen auch erstmal an der Leine.
Heute gingen wir also auch spazieren und meine Nachbarin lief mit ihren 2 Welpen auch dort entlang und meinte zu mir: Mensch lassen Sie Ihren Hund doch auch mal frei laufen, oder wollen Sie den scharf machen? Und erzählte mir auch, dass sie mit der Art wie ich meinen Hund erziehe nicht einverstanden ist.
Ich gebe zu das ich den Kleinen einmal heftig an der Leine ziehen musste, weil er über die Straße zu meinem Mann rennen wollte. Trotz Verkehrberuhigter Zone rasen jedoch die Autos sehr schnell hier durch. Das hat sie gesehen.
Sie tratscht scheinbar überall herum dass ich meinen Hund sehr merkwürdig erziehe, viele schauen mich schon komisch an wenn wir raus gehen.
Könnt ihr mir einen Rat geben wie wir darauf reagieren sollen?
Wir haben eine gute Hundeschule, und üben natürlich auch bei den Spaziergängen das dort erlernte. Ich finde an meinem Verhalten und an der Art von Busters Erziehung nichts falsches.
Meine Nachbarin ( sie wohnt die Straße weiter rauf) findet es auch unmöglich, dass wir unseren Kleinen zur Wiese gelegentlich tragen, dies meist im dunkeln, weil er dort Angst hat zu laufen. Unser Hundetrainer hat uns auch gesagt dass wir es richtig machen... wir tragen ihn ja nicht grundsätzlich, sondern versuchen ihn immer dazu zu animieren, mit sämtlichen Tricks. Selbst wenn er nur die Hälfte läuft, das ist für uns ja schon ein Riesenerfolg.
Könnt ihr mir raten was ich tun kann?


» User #12972 schrieb:

Hallo,
weiß jetzt nicht wirklich, ob ich lachen oder heulen soll...

Aber, das entscheide ich später. In einem Punkt muss ich ihr Recht geben, tus ungern, aber ...
Tragen, wenn er Angst hat - ist keine gute Idee, Du bestätigst seine Angst damit. Es zählt nicht, was er will oder ungern tut, es zählt nur das was Du willst.
Auch schon in diesem Babyalter, sollte klar und deutlich sein, wer hier der "Chef" ist. Bleibe immer gelassen und souvierän, so vermittelst Du ihn Sicherheit und Sicherheit verscheucht die Angst und später hast Du auch weniger Problemchens mit ihm.
Ich denke da so an die 1. Rübellümmelhördichnichtphase!
Tragen kommt bei solchen Hunden (Größe) nur in Frage, wenn Treppen zu meistern sind, wegen den Gelenken.

Solange ein Hund die Bindung zum anderen Ende der Leine (sprich zu Dir) noch nicht richtig gefestigt hat, ist es überaus dumm ihn an einer Straße ohne Leine laufen zu lassen, was Du machen kannst, ist das Hierher oder Komm mit ihm zu üben. Man benötigt hier zu eine Schleppleine, für Welpen bitte ein Geschirr!
So kannst Du diesen sehr wichtigen Befehl auch allein üben und kannst ihn dann auch, wenn dieser Befehl sitzt, unbedenklicher Weise mit den anderen rumtollen lassen.

Es ist wichtig, dass er Kontakte pflegt, es könnte sonst sein, dass er Artgenossen nicht wirklich mag.
Sag ihr doch, welche Bedenken Du hast, dass Du Angst hast, dass er in ein Auto rennt.
Ansonsten ignoriere sie doch einfach!
Grüße eggi


» User #18283 schrieb:

Er hat Schleppleine und Geschirr und läuft nie an der Straße ohne Leine, scheint wohl irgendwie falsch angekommen zu sein


» User #18347 schrieb:

Hallo!
Ich kann mich dem nur anschließen. Ich habe auch den Fehler gemacht und unsere als Welpe zur Wiese getragen. Der Hund merkt sich das und will von Dir dann immer getragen werden. Unsere hat sich dann vor mich hingesetzt und ist nicht mehr weiter. Stell Dir vor wenn er groß ist...
Mein Mann hat ihr dann gewisse Regeln beigebracht. Nun ist es ein gehorsamer, glücklicher Hund.(Auch wenn es nur ein Mops ist). Als Welpe habe ich sie allerdings mit anderen Hunden zusammen gelassen, sie sollte ja kein ängstlicher Hund werden. Wir hatten eine 13 Meter lange Laufleine für sie, allerdings haben wir sie nur an Straßen angeleint. Noch einen schönen Tag.


» User #18180 schrieb:

Hallo,

Eggi hat schon fast alles gesagt. Und mit Geschirr und Schleppleine bist Du auf dem richtigen Weg. Ich liebe es, meinen Hunden die Freiheit ohne Leine geben zu können. Aber das funktioniert erst richtig, wenn sie alle wichtigen Kommandos (Fuss, Sitz, Platz, Hier) gelernt haben und richtig befolgen. Und da ist die lange Leine eine gute Hilfe. Und in der Pubertät ist oft wieder die Schleppleine angesagt, wenn plötzlich aller Gehorsam vergessen ist...

Ich finds ich ja toll, wenn er sich tragen lässt, hilft später beim Eignungstest zum Rettungshund icon_mrgreen.gif. Aber Spass beiseite: wenn er Angst hat eben nicht tragen! Da hat Eggi völlig Recht. Sicherheit durch Loben und Ermuntern vermitteln. Das kostet Geduld aber es lohnt sich, denn der Hund baut Vertrauen und Bindung auf.
Auf einer grossen Wiese ohne Verkehr neben dran kann man ja auch mal ohne Leine gehen.
Und neunmalklugen Nachbarn erklärt man die Gründe für sein Verhalten und wenn die das nicht kapieren, ignoriert man sie.

Liebe Grüsse
Labitrail