Haustiere

Wie gehe ich mit Hundehassern um - Spott, Geduld oder Verständnis?

» User #17713 schrieb:

Hallo

Da stellt sich mir aber die Frage wo man überhaupt noch mit seinem Hund hin darf?
Es ist nun mal nicht jeder mit einem Wald um die Ecke gesegnet.Ich wohne auch in einem Wohngebiet und ehe ich einen Wald ansteuere vergeht schon mal ne halbe Stunde bis ich dort bin.Soll ich meinem Hund bis dahin jegliche Darmtätigkeit verweigern?Nein,das kann ich gar nicht.
Also bin ich bestrebt die hinterlassenschaften meines Hundes weg zu räumen,die bis dahin stattfinden.
Es wird mich jeder verstehen der einmal nur versucht hat seinen Hund mit Worten ect vom falschen Platz weg zu bekommen(grosses Geschäft).
Der Hund weiss doch garnicht das er an der falschen Stelle ist.
Er hat nur unnötigen Stress weil er nicht weiss oder gerade mitbekommt wie hektisch Frauchen/Herrchen gerade ist.

Ich war letzten Sommer mit Tinka am See baden(Eine Kiesgrube die normalerweise das Schild "Baden Verboten") trägt.Trotz dieses Schildes waren viele Menschen dort inklusive ich mit Hund icon_wink.gif .
Mein Hund entfernte sich dann und ich wusste jetzt muss Sie mal(Gross)
Ich hatte eine Tüte mit und ging in Ihre Richtung.
Was glaubt Ihr was ich mir da anhören durfte.
Alle fanden es schön wie Tinka sich in die Fluten stürzte um mit mir ne Runde zu schwimmen aber wenn Sie mal kacken muss schütteln alle mit dem Kopf.
Als ob ein Hund sagen würde"Ich muss mal,können wir nach Hause gehn?"
Ich finde das wir uns Menschen ganz schön viel rausnehmen.Und ein Feld oder Wald ist doch das optimale seinen Hund mal richtig laufen zu lassen.Aber weder auf dem Feld noch im Wald darf er dies tun!Wo bitte schön soll er denn laufen?Hundewiesen sind wirklich rar.
Um meinen Hund noch Artgerecht halten zu können,Wo geh ich da hin?Treff ich mal einen anderen Hund mit dem Tinka freundlicherweise mal spielen möchte wo lasse ich das mal raus?
Ich darf nicht auf Wiesen im Wohnpark/gebiet,ich darf nicht auf Felder,ich darf nicht auf Wiesen!Wo darf ich denne?

Ich kritisiere auch Menschen aufs schärfste wenn Sie mit Hund unterwegs sind und der Hund kackt und deren Besitzer macht gar keine Anstalten dies weg zu räumen.Mir ist es auch schon paar mal passiert das ich Hunde-AA an den Schuhen mit in meine Wohnung geschleppt habe was ziemlich ekelig ist.Aber da muss eben strenger seitens der Ordnungsämter darauf geachtet werden und gehört selbstverständlich bestraft.

Aber es wird einem als Hundehalter das Leben schon schwer gemacht wie ich finde.
Es gibt ja kaum noch Stellen wo man seinen Hund mal ohne Leine unbeschwert laufen lassen kann.



Liebe Grüsse Claudia


» User #18180 schrieb:

predator hat folgendes geschrieben::
Aber mal ehrlich - muß man das nicht wenigstens ein bißchen von beiden Seiten sehen?


Sicher muss man das von beiden Seiten sehen. Und spielen und kacken sind zwei paar Stiefel. Wiese ist nicht gleich Wiese: die eine ist gemäht, die andere nicht und im Winter kann sie nicht genutzt werden.

predator hat folgendes geschrieben::
Da gehört m.M. nach schon eine gute Portion Rücksichtslosigkeit dazu und dann darf man sich nicht über "Hundehasser" wundern.


Um es noch einmal ganz klar zu stellen. Ich gehe davon aus, dass der Hund folgt und die Hinterlassenschaften weggeräumt werden, wo immer sie stören (am Weg, auf der Wiese etc.). Meist hat man es schon im Griff, wo ein Hund hinmacht. Meiner jedenfalls sucht sich von selbst Plätze, die abseits liegen, wo immer das möglich ist. Ich geh aber auch nicht erst, wenn's dem Hund schon das A...loch spreizt. Ich hasse es ja selbst, wenn ich in Tretminen dieser Art steige, also mache ich sie auch weg.

Und was Pferde angeht... Auf unserem Pferdehof läuft ein ganzes Rudel frei rum und die Pferde stören sich überhaupt nicht daran, auch nicht an den Geruchsspuren.

Aber wenn ich mit meinem Hund auf einer gemähten Wiese im Herbst nach der letzten Mahd dumm angemacht werde, weil ich einen Dummy werfe, dann stimmt doch was nicht.

Und Wiese heisst hier in der freien Flur. Dass in Parkanlagen mit Satzungen das Freilaufen von Hunden beschränkt wird, fällt bei mir nicht unter Wiese. Da halte ich mich logisch dran. Innerhalb des Ortsgebiet gilt nicht! das Betretungsrecht nach Naturschutzgesetz, nur damit ich richtig verstanden werde.

predator hat folgendes geschrieben::
Nicht immer ist es gut, überall und immer sein "gutes Recht" durchzusetzen, sondern im Sinne eines rücksichtsvollen Miteinanders kann man auch mal auf sein Recht verzichten. Zumal es speziell in diesem Fall eigentlich nicht wirklich weh tut.


Es geht auch nicht darum, immer und überall sein Recht durchzusetzen, aber wenn ich bei einer Wanderung mit dem Hund über einen Wiesenweg komme, auf dem die Bulldogspuren mehr als deutlich zu sehen sind und dann von der Bäuerin angemacht werde, dass ich ihren Grund zu verlassen hätte, hört's eben auf. Die meisten Bauern habe ich übrigens anders kennengelernt: nett und immer für einen Ratsch zu haben.

Liebe Grüsse

Labitrail


» User #18180 schrieb:

Also nochmal,
bisher habe ich mich von den Hundehassern meiner Ansicht nach zu leicht provozieren lassen icon_motz.gif und dagegen gehalten, wenn ich ungerechtfertigt angemacht wurde. Wer hat Erfahrung mit anderen Reaktionsmustern, wie Ignorieren, ruhige Gegenfragen oder freundliches Argumentieren? icon_biggrin.gif


» User #12036 schrieb:

Hallo Labitrail,

im Ignorieren bin ich mittlerweile Meister. Ruhige Gegenfragen verkneife ich mir, weil meistens daß, was ich zur Antwort bekomme mich definitiv in Richtung "provozieren lassen" führt. Die meisten Menschen von denen irgendetwas negatives bezüglich Tiere kommt sind entweder absolut unerfahren oder gnadenlos dumm. Mit beiden lohnt es sich nicht zu streiten. So zumindest meine Erfahrung.

Grundsätzlich sind mir aber die Leute, bzw. Tierhasser lieber, die ihrem Hass freien Lauf lassen, in dem sie ihn verbal zum Ausdruck bringen, als diejenigen die heimlich und hinterhältig mit massiven Mitteln wie vergifteten oder mit anderen Abscheulichkeiten versetzte Ködern, ihren Hass ausleben.

Ich bemühe mich niemandem mit meinen Tieren in irgendeiner Form negativ zu begegnen. Wer nicht in der Lage ist diese Bemühungen zu erkennen, der wird ignoriert und gut ist.

Zitat:
bisher habe ich mich von den Hundehassern meiner Ansicht nach zu leicht provozieren lassen und dagegen gehalten, wenn ich ungerechtfertigt angemacht wurde.


Denke solche Situationen hat so ziemlich jeder hier schon erlebt. Manche kann man ignorieren, andere fordern geradezu einen verbalen Krieg heraus.

Leider muß ich sagen, daß ich solche Situationen, welche einen verbalen Krieg hervorgebracht haben, wesentlich öfter mit anderen Hundehaltern, als mit irgendwelchen Tierhassern erlebt habe.

Es ist im Grunde peinlich daß zu sagen, aber ich kenne mehr Hundehasser unter Hundehaltern als welche ohne Tiere. icon_confused.gif

LG Martina


» User #16844 schrieb:

Zitat:
Leider muß ich sagen, daß ich solche Situationen, welche einen verbalen Krieg hervorgebracht haben, wesentlich öfter mit anderen Hundehaltern, als mit irgendwelchen Tierhassern erlebt habe.

Es ist im Grunde peinlich daß zu sagen, aber ich kenne mehr Hundehasser unter Hundehaltern als welche ohne Tiere
Geht mir leider auch so. Kannst mich zu den Hundehassern dazurechnen. Solange es rücksichtslose Deppen unter uns gibt, die ihrer Verantwortung nicht nach kommen, muss man sich gegen diese Personen wehren (=schützen).
Leider habe ich bei Hundebesitzern nicht die Erfahrung gemacht, dass man mit Nettigkeit nicht weiter kommt. Da muss man leider oftmals die verbale Keule auspacken. Seit ich viel unfreundlicher und sehr dominant bin, habe ich weniger Stress. Die Köter werden im Wohngebiet tatsächlich mal von uns ferngehalten. Ist es denn so schwer einen Hund nur dann frei laufen zu lassen, wenn er kontrollierbar ist und nicht in 2km Entfernung andere Hunde angreift? Ja ist es anscheinend. icon_motz.gif Mein kleiner muss gerade lernen, sich wieder normal gegenüber großen Hunden zu benehmen, weil so ein toller Rottweiler (diesmal ein anderer) in ihn reinknallte. Schönen Dank an die Besitzerin, hat sich nichtmal erkundigt ob etwas passiert ist. Blöde Kuh icon_motz.gif icon_motz.gif

Um zum obigen Fall zurückzukommen. Freie Landschaft ist ein im Gesetz festgeschriebener Begriff. Mit Bayern kenne ich mich nicht aus, aber nicht in jedem Bundesland darf man auf allen Wiesen herumtrampeln. Ich denke das ist so eine Sache, die meist von beiden Seiten kommt.
Viele Hundebesitzer lassen ihre Hunde überall rumlaufen und hinkacken. Folge: Bauer sauer über Hunde und Halter.
Bauern pöbeln Hundebesitzer auf beleidigende Weise an, anstatt den Sachverhalt zu erklären. Folge: Hundehalter sauer über agressive, beleidigende Bauern.
Ein Teufelskreis. Vielleicht mal durchbrechen falls überhaupt noch möglich. *grübel*

LG
Nasenbär


» User #17713 schrieb:

Hallo

Das mit diesen Rücksichtslosen Hundehaltern die der Meinung sind Ihnen gehört die ganze Welt,sprich Der Hund darf zu allen und jedem,kenn ich zur genüge.Komischerweise ist es häufig bei grösseren Rassen der Fall.Selten findet man Besitzer kleiner Hunderassen die unwillkürlich auf einen Rotti,Dobbi oder weiss der Geier was drauf los stürzen "dürfen"!Denn da könnte ja was passieren und man passt da genauer auf icon_motz.gif .Da sollten sich viele Hundebesitzer grösserer Rassen mal ein Beispiel nehmen!
Mein Hund ist in Punkto überraschender Hundeangriff(ob lieb oder nicht)nie erfreut.Das hab ich auch nur einem einzigen Vorfall in Ihren jungen Jahren icon_wink.gif zu verdanken.
Fakt ist doch "Kann ich meinen Hund nicht abrufen,kann ich Ihn nicht von der Leine lassen!Es geht ja nicht nur darum das der Hund für andere eine Gefahr ist sondern zur eigenen Sicherheit.
Ich hab es einmal erlebt das ein Hund vor meinen Augen vom Auto überfahren wurde,das war grässlich.Und nur weil dieser Hund zu einem anderen Hund wollte der sich auf der anderen Strassenseite befand. Schlimm,Schlimm.Aber hätte vermieden werden können!
Ich habe mir es abgewöhnt mich über solche Hundehalter auf zuregen,denn es bringt e nix ausser miese Laune.
Darum versuche ich auch immer so unauffällig wie möglich mit meinem Hund mich draussen zu bewegen.Als Vorbild sozu sagen.Aber auch ich finde Leute wo mir echt die Hutschnur platzen könnte draussen und manchmal fällt es mir extremst schwer mich da zurück zu halten.

Liebe Grüsse Claudia


» User #18517 schrieb:

Hy,

ich kenne das Problem auch! Und ich habe mich auch schon oft gefragt, wie ich damit umgehen soll...

Einmal lief ich durch die Innenstadt, da kam mir eine Frau entgegen, sie schaute meinen Hund an und sagte dann richtig laut "Ihhh gitt wie eklig!" Mir blieb für einen Moment der Mund offen und ich war so entsetzt über soviel frechheit! Im nachhinein fiel mir soviel ein was ich hätte sagen können oder sollen, aber in dem Moment blieb mir nichts als extrem böse gucken...

Das war jetzt mal ein Beispiel. Es gibt da noch ein paar andere, aber ihr kennt das ja.

Unglaublich. Manchmal fühlt man sich so diskriminiert, als wäre man aussetziger, weil man einen Hund hat, der nicht in deren Bild passt, eine Rasse die ahnungslose Menschen in den Dreck gezogen haben...

nun denn... ignorieren und auf dumme Fragen nicht antworten ist glaub ich das Beste... und wenn jemand sagt "ist das ein Kampfhund?" sage ich "Nein, das ist ein Jagdhund!" und fertig.

viele Grüße
Jessica


» User #6601 schrieb:

Der Bauer hat durchaus recht, wenn er dir verbietet seine Wiesen zu betreten, denn es besteht die Gefahr das sie Verunreinigt oder Beschädigt werden. Steht hier Naturschutzgesetz
§ 53 Beschränkungen des Betretens
(1) Der Eigentümer oder sonstige Berechtigte dürfen unbeschadet sonstiger öffentlich-rechtlicher Vorschriften der Allgemeinheit das Betreten von Grundstücken in der freien Landschaft durch Sperren nur verwehren, soweit
1. bei einem mit einem Gebäude zulässig überbauten Grundstück die berechtigten Wohnbedürfnisse oder betrieblichen Bedürfnisse es erfordern,
2. die zulässige Nutzung eines sonstigen Grundstücks behindert oder eingeschränkt wird, die Beschädigung von landwirtschaftlichen Kulturen zu befürchten ist oder das Grundstück beschädigt oder verunreinigt wird,


Naja und diese Gefahr besteht eben, wenn du deinen Hund auf seiner Wiese laufen lässt, wobei es im Winter da kein Problem geben sollte, da eine Wiese da ja nicht genutzt wird um Heu zu machen. Sollte es allerdings sehr Nass und Matschig sein, kann er es dir verbieten die Wiese zu betreten, da dann ja die Gefahr besteht das sie Wiese zertreten wird.

Ich denke auch nicht das der Bauer direkt was gegen dich hat, sondern einfach schon die Erfahrung gemacht hat, das es vielen Leuten egal ist, das die Wiese für ihn vielleicht wichtig ist. Ich finde es ist auch sein gutes Recht sein Eigentum schützen zu wollen, es gibt einfach zu viele ***, die ihre Hunde selbst in gemähtes Gras machen lassen obwohl sie wissen, das daraus Heu werden soll.


» User #14987 schrieb:

Hallo alle,

bin eigentlich Katzenhalter und -kenner, habe unter euch eigentlich nix verloren. Aber ich wollte trotzdem mal meine unmaßgebliche Meinung zu eurer Diskussion hinzufügen.

Auf Vorurteile stößt man, denke ich, bei jeder Tierhaltung. Unser Kater wird von wohlmeinenden Dritten gern als unser Kinderersatz bezeichnet, was mich mittlerweile dazu veranlasst, bei entsprechenden Personen anzumerken, sie kämen mit dem Katzenersatz, wenn sie einen Kinderwagen dabei haben... Das kann man aber, finde ich, nur bei solchen Leuten machen, bei denen man weiß, wie die es nehmen. Ich halte gar nix davon, Menschen zurechtzuweisen, egal ob ich jetzt im Recht bin oder nicht. Nach welchen Maßstäben geht denn das im Einzelnen? Die meisten Dinge liegen doch im Auge des Betrachters.

So, extrem lange Vorrede, ich komme mal zum Punkt: Ich denke, dass es vermehrt Konflikte gibt zwischen Hundehaltern und sogenannten "Hundehassern" liegt schlicht daran, dass so viele Hunde gehalten werden. Wenn sich die absolute Zahl von Haltern erhöht, erhöht sich ja auch die relative Zahl derjenigen, die keinen Plan haben und deren Hunde es Null interessiert, was ihre Halter von ihnen wollen. Deshalb wird auch die Wahrscheinlichkeit größer, als Hundeignorant von Hunden nebst Haltern aus der letzten Kategorie belästigt zu werden. Es gibt also heutzutage wesentlich mehr Hunde und Halter, als für den sozialen Frieden gut ist. Das soll sich nicht ändern, aber es erklärt, finde ich, den Grad der Frustration der so allgemein herrscht und auch das Abnehmen der Toleranz: Wenn man in seinem Leben ein einziges Mal von einem nicht erzogenen Hund angegangen worden ist, findet man das auch nicht angenehm, aber die Erinnerung verblasst irgendwann. Wenn das quasi täglich Brot ist, dann erhält das ungute Gefühl, das man hat ständig neue Nahrung. Gilt eigentlich für beide Seiten, also auch für Hundehalter, die von anderen unnötig angepöbelt werden.

Apropos unnötig: Ich glaube, so genau verfolge ich die Diskussionen hier bei euch ja nicht, es ist schon mehrfach gesagt worden, aber Hundeignoranten können in 90 Prozent der Fälle doch gar nicht beurteilen, was mit einem Hund ist. Wenn man da als Hundehalter ganz harmlos mit dem - wie hieß es hier so schön - Nasentier (?) angelaufen kommt, kann das dem doch komisch vorkommen, weiß man's immer so ganz genau?

Ich finde ja, Aufklärung tut Not, emotional werden hat eigentlich noch nie ein friedliches Miteinander befördert. Und um es ganz deutlich zu sagen: Ich hätte wahnsinnig gern selber einen Hund, aber so lange ich ein urbanes Berufsleben habe verkneife ich es mir (leider). Nur damit ich nicht eine Klassifikation erhalte. icon_mrgreen.gif Viele liebe Grüße von Darwin


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