Haustiere

Der letzte Weg ...

» User #13355 schrieb:

Hallo Ronochos


Ich weis das diese entscheidung sehr schwer ist ,ich selbst habe diese situation schon drei mal durch gemacht.Ich kann dir keinen Rat geben auch nicht sagen das es so besser ist ,denn nur du weist was gut ist für deinen liebling ist.
Aus meiner erfahrung ist es sehr schwer zu Entscheiden ob Leben oder Tod.
Ich musste meinen Sam ( Bernhadiner) vor 2 Jahren icon_cry.gif einschläfern lassen er hatte Krebs im Entstadium.
Das einsiegste was ich noch machen konnte war ihn von seinem leiden zu erlösen. Wie schwer so was ist wusste ich schon.
Meinem Hund zu Liebe habe ich ihn in meinem garten einschläfern lassen und war bei ihm bis zum letzten Atemzug.Ich weis das dass nicht jeder kann doch ich war es meinem Sam Schuldig er hat mir viele Jahre Freude geschenkt und Stand mir immer Treu bei seite.


Es tut mir von ganzem herzen Leid für dich und deinen kleinen Schatz...
in Liebe Loraine icon_heul.gif


» User #12972 schrieb:

Hallo,
es ist eine Entscheidung des Verstandes und nicht des Herzens. Es ist eine sehr, sehr schwere Entscheidung und ich musste diese auch schon einige Male treffen.
Wenn das Leben eines Hundes nicht mehr lebendswert ist, also mit Qualen und Schmerzen verbunden, sollte man den Mut und die Einsicht haben, ihn auf seinen letzten Weg zu begleiten.
Das Herz sagt was anderes, ich weiß...
Aber, es handelt auch etwas egoistisch, denn man liebt ja diese Fellnase und will ihn bei sich behalten.
Wenn alle medizinische Möglichkeiten ausgeschöpft sind, wenn der TA einen mitteilt, dieser Hund quält sich nur noch, dann gibt es keine andere Entscheidung, das ist dann der letzte Liebesbeweis, den man machen kann. Einer der schlimmsten, einer der traurigsten Momente im Leben.
Ich habe es immer so gehalten, dass ich bis zum letzten Atemzug bei meinen Hunden war - sie hatten eh schon immer einen heiden Bammel vor TÄen, ich wollte sie einfach nicht in dieser Stunde alleine lassen, hielt sie in meinen Armen und ja, ich kämpfte mit den Tränen und deshalb schäme ich mich auch nicht. Ich liebte sie schließlich, sie waren meine besten Freunde - da darf auch mal ein Mann heulen...
Es ist der schwerste Gang, den man gehen kann, wenn man ein Tier hat.
Grüße eggi


» User #14947 schrieb:

Es mußte wohl so sein das ich vor einigen Tagen auf diese Seite gekommen bin. Die Schilderungen von Strandschlamper und anderen Hundebesitzern hat mich sehr berührt. Wir haben uns vor 10 Jahren einen kleinen Terrier- Mix-Rüden aus dem Tierheim geholt. Er ist mit uns gerne nach Dänemark in den Urlaub gefahren. Er liebte es Stundenlang am Nordseestrand zu laufen.Genauso wohl fühlte er sich in Frankreich, Schwarzwald und an der Mosel. mit ihm hätte man die Welt bereisen können. Das Autofahren liebte er sehr.
Sein Leidensweg begann im Juli 2005. An seiner linken Bauchseite hatte sich die Brustwarze vergrößert. Der TA meinte, erst einmal beobachten. Nach Wochen war sie sehr gewachsen und Nando hat sie sich über Nacht aufgebissen. Der TA operierte ihn und stellte Krebs fest. Innerlich waren noch zwei kleine aber sehr tiefe Tumore. Die konnten nicht entfernt werden. Nach der Operation erholte er sich langsam. Im September 05 waren wir mit ihm in Dänemark. Dort hat er sich einen Sandfloh eingefangen. Das tragische war, er ist dagegen allergisch.(Wußten wir nicht)Nando hat sich an der linken Hinterseite vor Schmerzen, dass Fell weggerissen. Es war eine Stelle von 3x4cm. Die Sache passierte an einem Sonnabend. Unser TA hat nach unserem telefonischen Hilferuf, sofort mit der Behandlung begonnen.Der Heilungsprozess war sehr schleppend.Ende Dezember 05 fiel Nando in der Stube aus heiteren Himmel um. Er lag auf der Seite und der gesamte Körper zuckte. Unser Tierarzt vermutete Epilepsie. Obwohl es für einen Hund mit 11 Jahren ungewöhnlich wäre. Das tritt meist bei jungen Tieren schon auf. So ein Anfall wiederholte sich im Februar. Aber gegen den ersten schon abgeschwächter.Dazu hustete er ab und zu. Wir vermuteten eine Erkältung. Denn er lief auch im Winter ins Wasser. Plötzlich fiel er beim Gassi gehen einfach um. War für kurze Zeit ganz benommen und konnte nicht aufstehen. Der Husten verschlimmerte sich plötzlich. Wieder zum TA, der stellte eine Herzschwäche und Wasser in der Lunge fest. Nando bekam Medikamente für 10 Tage. Nach zwei Tagen hatten wir Hoffnung denn er war wieder fröhlich. Wollte plötzlich auch eine große Runde machen.Am vierten Tag genau das Gegenteil, er hustete entschieden mehr. Beim Gassi gehen fiel er um und die Treppe(1.Stock)konnte er nur mit drei Unterbrechungen schaffen.Futter und Wasser nahm er gut.Nachts wurde er dann unruhig, die letzten drei Tage auch den gesamten Tag über. Alle zwei Meter legte er sich hin.Wir riefen den TA an und er sagte wir müßten uns auf einen Abschied einstellen. Gestern ist er zu uns nach Hause gekommen. Nando seine Lunge war voll Wasser. Er wäre einfach so erstickt. Den ganzen Tag hatte er diese Erstickungsanfälle. Seine braunen Augen sahen uns Hilfesuchend an.Der TA konnte erst am Abend kommen, hatte noch seine Praxisstunden.Es war eine ewig lange Wartezeit für Nando und uns. Aber wir konnten so lange Abschied von ihm nehmen.Er ist in meinem Arm in die Narkose gerutscht. Gemerkt hat er nichts mehr, war ganz entspannt. Deshalb macht unser TA das zu Hause. Der Hund soll Angstfrei einschlafen.
Wir hatten selbst Angst davor, aber es war richtig. Jetzt geht es ihm besser und im Hundehimmel kann er fröhlich sein. Wir werden unseren kleinen Kameraden nie vergessen.


» User #15596 schrieb:

Hallo Ronchos,
ich kann mir sehr gut vorstellen wie Du Dich fühlst.
Meine Boxerhündin "Berzi" mußte am 10.9 eingeschläfert werden, aber Berzi hat mir die Entscheidung abgenommen.
Anfang des Jahres habe ich bei ihr einen Gesäugetumor festgestellt, lt. TA beobachten...
Berzi war munter wie immer und hat im Juni noch an einem Agility-Turnier teilgenommen und hier den 1 und 2 Platz geholt.
Im August habe ich bemerkt, dass der Tumor größer wurde und bin direkt zur Tierklinik gefahren. Hier hat man festgestellt, dass Berzi voller Krebs ist und der OP wurde abgelehnt und eine Lebenserwartung von 2-3 Monate diagnostiziert.
Berzi war munter und fidel...
Am 8.9 hat sie zum ersten mal das Agi-Training verweigert und abends hatte sie Temperatur von 39,4.
Am morgen wollte ich nach ihrem Tumor sehen und sie hat bei leichter Berührung bereits geschrien. Bin mit ihr zum TA und hier hat sie eine Schmerzspritze für 24 Std. bekommen.
Am Sonntagmorgen sind wir ganz normal zum Hundeplatz gegangen, habe mit ihr Bällchen gespielt und sie hat richtig gut mitgemacht, dann habe ich sie abseits abgelegt und beobachtet. Nach einer Zeit fing sie an an ihrem Tumor zu lecken und als ich zu ihr kam sah ich das der Tumor geplatzt ist. Habe den TA angerufen und er ist zum HP gekommen und hat sie hier in ihrer vertrauten Umgebung eingeschläfert.
Also Berzi hat mir die Entscheidung abgenommen...

Die Wochen danach waren schlimm, Berzi hat mir überall gefehlt.
Für mich die einzige richtige Entscheidung, ich bekomme am 25.10 eine kleine Bichon-frise-Dame und darauf freue ich mich sehr, aber Berzi werde ich nie vergessen.
Ganz herzliche Grüße
Berzimausi


» User #16666 schrieb:

Wir mussten im August auch unseren 16 Jahre alten Setter einschläfern lassen. Nach einigem Überlegen haben wir uns entschieden, dies bei uns zu Hause machen zu lassen. Er hatte seine gewohnte Umgebung um sich, und wir denken, dass das auf jeden Fall die richtige Entscheidung war. Natürlich geht es einem danach auch echt dreckig hinterher. Aber ich denke, wenn der Hund wählen könnte, würde er sicherlich auch das Zuhause vorziehen.


» User #16553 schrieb:

Hallo,
ich habe vor 3 Jahren meine Cora einschläfern lassen.
Beim Aufstehen morgens wusste ich schon, dass es nicht mehr ging.
Ich konnte mit ihr erst nachmittags zum Arzt, da meine Tochter mittags Ihre mündlichen Abiturprüfung hatte und ich ihr das nicht antun wollte.
Jedes Mal, wenn der Hund mich ansah, habe ich gesagt, bald geht es Dir besser und ich meine - lacht nicht- sie hat das verstanden.
Als ich in die Praxis kam, verliess ein stinkwütender Hundebesitzer laut schimpfend die Praxis und ich dachte schon: oh je.
Der Arzt meinte, nur weil ein Hund alt ist, kann man ihn nicht einschläfern.
Er sah meine Cora an, sagte: man könnte noch operieren, aber...Gott sei Dank ist der Hund kein Mensch.
Ich habe mich auf die Erde gesetzt und sie auf den Arm genommen( anders gings bei der Hundegröße nicht) und der Arzt und die Hilfe haben sich danebengesetzt.
Es war sehr ruhig und schrecklich und mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich daran denke.
Wir haben sie mit nach Hause genommen und dort auch begraben.
Drei Wochen später hatten wir einen neuen Hund und ich denke manchmal, Hund, du müsstest deinen Vorgänger kennenlernen.


» User #16657 schrieb:

Hi!

Wir mussten unseren Rottweiler im Dezember 06 einschläfern lassen.Ben hatte im Sommer einen Schlaganfall. Von dem er sich aber wieder sehr gut erholt hatte.Es ging ihm dann 3 Monate wieder richtig gut.Anfang Dezember fing es dann an das Ben nicht mehr fressen wollte er kam kaum noch aus seinem Zwinger. Und an einem Montag ging gar nix mehr. Ben hat uns auf seine Art gezeigt das seine Lebensuhr abgelaufen ist. Ich habe unseren TA angerufen und die Situation geschildert.Am gleichen Abend kam er noch und hat unseren Ben erlöst. Ich war dabei und hab ihn auf seinem letzten Weg begleitet.Ich werde nie diesen Blick vergessen den Ben in den Augen hatte.Er war einfach nur dankbar das es vorbei war. Ich habe Ben am nächsten Tag an seinem Lieblingsort im Garten beerdigt.Unser Ben ist 9 Jahre alt geworden und ich bin der Meinung er hatte ein supertolles Leben bei uns.
Man sollte immer im Sinne des Tieres handeln.Auch bei solch einer schweren Entscheidung.


» User #12833 schrieb:

Hey,
nur allgemein, nicht aktuell.

Mich hat gestern die Rocky-Erinnerung erwischt und ich musste über das Thema lange nachdenken.

Man sagt immer, dass man selbstverständlich den letzten Weg mitgeht, dass man das seinem Freund schuldig ist. Aber wäre es nicht besser, jemand, den der Hund zwar kennt, aber der nicht leidet wie ein Schwein, macht das? Der Hund merkt doch, dass man innerlich zerbricht, dass was ganz und garnicht in Ordnung ist... Eine Bekannte musste mal ihr Pony einschläfern lassen und ich bot ihr an, dass zu übernehmen. Weil er mich zwar kannte, aber ich keine zu große Beziehung zu ihm hatte. Hinterher hats mich zerbröselt, logisch. Aber ich konnte mich erstmal innerlich abgrenzen, ruhig in die Box gehen, ihn streicheln, mit ihm reden und hab versucht ihn so beiläufig wie möglich aus der Box zu holen... das war doch besser, als wenn ein heulendes Elend ihn da rausholt, oder?

Das ist keine Feigheit. Es ist genauso schlimm, sich umzudrehen und zu gehen, wie dabei zu sein. Da bin ich ganz sicher.

Aber zum TA zu fahren (oder ihn kommen zu lassen) und die ganze Zeit zu plärren oder innerlich zu plärren, das wird den Hund doch nervös machen und irritieren?!

Versteht Ihr, was ich meine? Man müsste wenigstens für den Hund cool bleiben, aber ob ich das schaffen würde? Ich glaub das nich. Da kann man sich zusammenreissen, wie man will. Der Hund muss das merken. icon_neutral.gif


Nachdenkliche Grüße
Sulley


» User #17713 schrieb:

Hallo
Ich habe mir heut das erste mal in diesem Thread Eure Beiträge durchgelesen und habe lange nicht mehr so geheult.Das ging mir sehr an's Herzl.Automatisch denkt man darüber nach wie man selber damit umgehn würde.
Bei meinem Yorki hab ich ganz genau so gedacht wie Sulley.Nach einem Kreislauf Zusammenbruch von meinem Yorki im Alter von 14 Jahren(Die TÄ hatte gesagt das es nicht's mehr bringt)habe ich meinen Freund gebeten ihn einschläfer'n zu lassen weil ich dachte ich wär nicht in der Lage das durchzustehn.Damals hab ich noch bei meinen Eltern gewohnt und in jungen Jahren denkt man da
vielleicht einbisschen ander's.
Heute denk ich da ander's.Dazwischen liegen jetzt nun schon fast 20 Jahre.Ich bewohne eine eigene Wohnung ,habe eine eigene Familie und habe den Mut gehabt mir vor 2 Jahren einen neuen Hund zuzulegen.(ich hab immer gedacht so einen Hund wie meinen Yorki findest Du nicht mehr)
Ich habe zu meiner TINKA ein ganz anderes Vehältnis (innerlicher,weil um den Yorki haben sich viel meine Eltern kümmern müssen weil ich so zusagen in der Pubertät icon_redface.gif steckte)
Ich habe mich viel über dieses Thema mit meinem Mann unterhalten.Was tun wenn es mal bei uns so weit ist,wenn alle medizinischen Sachen nicht's mehr bringen.(Ich darf garnicht darüber nachdenken)
Ich wäre da auch hin und hergerissen.Verstand und Herz würden sich einen Kampf liefer'n.Aber ich habe mir geschworen das ich meinen Hund nie lange Leiden lassen würde und das ich Sie auf ihrem letzten Weg begleiten werde.Das wäre ich Ihr schuldig.Sie war immer für mich da in Guten wie in Schlechten Zeiten da würde ich Sie niemals im Stich lassen.Klar ich würde einen Heulkrampf nach dem anderen bekommen und in diesem Moment wär ich glaub ich auch nicht mehr ich selbst.Aber ich würde mich dafür auch nicht schämen.
Für mich ist ja schliesslich mein Hund ein Mitglied der Familie.Ich finde es vielleicht schlimmer für den Hund wenn sein geliebtes Frauchen/Herrchen nicht an seiner Seite ist in diesem Moment, als ein aufgeregtes Häufchen Elend der seinen Hund dabei streichelt.
Ich verurteile aber niemanden der es nicht schafft dabei zu sein..Loslassen gehört nun mal zum Leben dazu,leider.

LG Claudia


» User #12833 schrieb:

Zitat:
Ich finde es vielleicht schlimmer für den Hund wenn sein geliebtes Frauchen/Herrchen nicht an seiner Seite ist in diesem Moment, als ein aufgeregtes Häufchen Elend der seinen Hund dabei streichelt.
Hm... meinst Du echt? Also meiner wird ja wahrscheilich, wie ich seit vorhin mit ziemlicher Sicherheit weiß Sarkasmus an eh einfach tot umfallen Sarkasmus aus, aber für den Hund IST es ja eigentlich kein besonderer Moment, nur wieder "so ne doofe Impfung" und dann wird er aufeinmal müüüde... also so aus Hundesicht. Und wenn Frauchen totunglücklich zittrig, sich am Riemen reissend danebenhockt, wird erst ein "besonderer" irritierender, angstmachender Moment daraus. Kann ich mir jedenfalls gut vorstellen.

Mir gehts grad nicht darum, ob man das schaffen würde oder nicht. Ich mein nur die Hundesicht.


Liebe Grüße
Sulley


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