Haustiere

Der letzte Weg ...

» User #9322 schrieb:

Hallo,
erstmal zu Strandschlamper...auch von mir ein herzliches Beileid. Auch ich weiß was das heißt einen Tierfreund zu verlieren.
Mein Yorkie-Hexi, wurde im Jan 04 notoperiert- akute Gebärmutterentzündung- danach meinte der TA sie hat jetzt noch 2 J. vor sich- da war sie 12J. Dez. 04 wurde bei ihr ein bösartiger Tumor entdeckt, das war 2 Wo. vor Weihnachten. Er meinte sie müsste sofort operiert werden, es müsse aber erst noch untersucht werden ob sich nicht schon Methastasen gebildet haben. So wurde eine Blutuntersuchung gemacht und sie wurde geröngt. Beim röngten hat sich festgestellt das die ganze Lunge scho verkrebst war. icon_sad.gif -Darum hat sie auch in der Nacht so geschnauft-ich dachte ja sie schnarcht im Alter.
Also keine OP, hätte sie nicht überlebt. So ging ich dann nach hause, in den glauben sie hat noch ein bisserl Zeit. Doch innerhalt von 2 W. ging es ihr immer schlechter. Bis sie nur noch auf ihren Platz lag, keine Begrüßung mehr, nur noch ein trauriger Blick zu mir. Irgendwie sagte mir der Blick, ich kann nicht mehr. So ging ich dan 3Tg. vor Weihnachten wieder zum TA. Er meinte er könne ich was gegen die Schmerzen geben.- Der Tumor is inzwischen aufgebrochen u. Eiter lief raus.- Aber für die Atemnot kann er nichts mehr machen, die Lunge is voller Wasser. Er legte mir nahe sie zu erlösen, da sie sonst in den nächsten Tagen jämmerlich erstickt.
Es war wirklich eine sehr schwerer Weg, den ich aber mit ihr gemeinsam gegangen bin. War bei ihr bis zum letzten Atemzug. Und obwohl es so weh tat, war ich davon überzeugt das ich das richtige getan habe.
Verzeiht mir Rechtschreibfehler, aber mir kommen bei dem Gedanken an meine kleine immer noch die Tränen. icon_heul.gif Is ja auch knapp 2 Mo. her.
Ich wollte nie wieder einen Hund, aber dieses Loch das sie hinterließ war schrecklich, keine Begrüßung, kein Abgeschlecke...kurzer Hand haben wir uns wieder einen Wauzi geholt. Und ich muss sagen sie hilft mir sehr. Aber vergessen werd ich mein Hexi nie. icon_heul.gif
Gruß Gitti


» User #5058 schrieb:

Hallo Gitte, es tut mir sehr leid, dass Du diesen Weg gehen musstest und es zeigt mir, wie groß Deine Liebe zu Deinem Hund war. Bis zum letzten Atemzug bei dem geliebten Tier zu bleiben, das kostet enorm viel Kraft und Liebe. Dem bestem Freund auf den letzten Weg zu begleiten, ist wahnsinnig schwer. Auch ich habe das vor 7 Monaten durchmachen müssen. Ich werde meine Hündin nie vergessen und denke noch heute täglich an sie. Ich wünsche Dir alles Liebe und eine gute Zeit mit Deinem neuen Hund.
Olympia


» User #9631 schrieb:

Hallo ihr alle, wenn ich diese Seiten so lese kommt mir irgendwie der Gedanke, ob wir unseren Hunden nicht mit diesen ganzen medizinischen Möglichkeiten das Leben, bzw.das Ende furchtbar schwer machen.
Da schleppt man seinen Hund tausendmal zum Tierarzt, den er vielleicht hasst, lässt ihn operieren, gibt ihm Medikamente, die dann wieder Nebenwirkungen haben...
Weil es dem Hund gut gehen soll oder weil wir nicht auf ihn verzichten wollen?
Dürfen wir unsere Tiere mit unseren menschlichen Gefühlen belasten?
Ich will hier niemanden kritisieren, hatte auch selber ähnliche Probleme.
Unsere Trixi ist nach fast 11 Jahren bei uns mit fast 16 Jahren bei uns zu Hause an Herzversagen gestorben.
Nach bitteren Erfahrungen mit anderen Hunden in der Umgebung habe ich Trixi (bis auf eine Mamma-Karzinom-OP mit acht) nur gelegentlich homöopathisch behandelt.Wir haben Glück gehabt.
Sie hat einen Tag vor ihrem Tod noch einen langen Waldspaziergang mit uns gemacht und ist vor Freude, weil wir nach Hause kamen, an einem ihrer Anfälle gestorben. Irgendwie ja auch ein Segen. Viele Tierärzte hätten ihr sicher Herztabletten usw. gegeben, davon hätte sie vielleicht Nierenprobleme bekommen...
Eure Trauer verstehe ich, ich stand auch immer mal wieder mit einem Wurstzipfel in der Hand da-ohne Hund. Und ich habe geheult, wie wir bei starkem Frost hier in unserem Garten ein tiefes Loch graben mussten, und Trixi hatte doch immer so gerne beim Graben geholfen...
Und trotzdem finde ich, dass ein Tier ein Tier ist und wir als Menschen mit Verstand die Verantwortung dafür übernommen haben, manche Dinge nicht zu tun, auch wenn sie möglich sind.
Jetzt turnt ein junger Mischling aus dem Tierheim um meine Füße, er ist erstmal zur Pflege da, mal sehen...


» User #4762 schrieb:

Hallo!
Es ist ein sehr schwieriges Thema. Da ist die Omi mit ihrem Hundchen, da sind Kinder mit ihrer Katze...Die Medizin ist schon weit, bei uns Menschen, als auch bei unseren Tieren. Jeder muss und sollte dies ganz alleine mit sich ausmachen. Die Hoffnung stirbt immer zu letzt.
Ein guter TA wird behutsam darauf aufmerksam machen, dass es besser wäre...Man sollte, auch wenn das Herz noch so weh tut, los lassen, wenn ein TA der Meinung ist, so wäre es am Besten.
Liebe Grüße Michi


» User #9514 schrieb:

Hi Foris

Habe diesen Weg schon 2 mal gehen müssen und habe die Erfahrung gemacht,das es mitunter der einzige richtige ist

Ein Tier signalisiert wenn es so weit ist, wenn er kein richtiges Hundeleben mehr hat, kein Spass mehr hat,
nichts mehr richtig wahrnimmt.

Ich weiß sehr genau wie schwer diese Entscheidung ist "der Herrscher über Leben und Tod" sozusagen.

Aber Leider muß immer Frauchen oder Herrchen diese Entscheidung treffen und die tut verdammt Weh.

Aber wir haben die Verantwortung übernommen und müßen bis zum Ende durchhalten, icon_cry.gif
cleo


» User #9747 schrieb:

Erst mal : Ich funde es toll, dass es so ein Forum gibt!
Auch ich habe die Situation erlebt, dass unser Yorki im August 2004 mit 16 Jahren eingeschläfert werden musste und heute noch laufen mir die Tränen, wenn ich daran denke.Der kleine wurde mit 14 Jahren Taub und Blind.Für uns war das wohl schlimmer als für den Hund, denn wir dachten, nun geht´s zu Ende, doch weit gefehlt.Er kam nach sehr kurzer Zeit wunderbar zurecht, hat seinen Futterplatz auf Anhieb gefunden und ist sogar die Treppe raufgeflitzt.Etwa ein Jar zuvor hat der Tierarzt die Herzvergrösserung festgestellt und seitdem hat er jeden Morgen sein Vasotop bekommen.Nachdem wir umgeogen waren und unseren Hund zur Routineuntersuchung einem neuen Tierarzt vorstellten, hat der Hodenkrebs festgestellt.Für uns ein Schlag, denn wir dachten, nun ist alles vorbei.Auf sein Anraten wurde der Tumor in einer Operation entfernt, und was soll ich sagen, der Kleine ist bereits am Abend wieder in der Wohnung rumgewuselt und hat sich unglaublich schnell erholt.Anfang Juni gings dann schnell bergab und dann begann die eigentliche Leidensgeschichte. Hin und wieder sind seine Hinterbeine einfach umgeknickt.Wir warem beim TA und der meinte, das komme von der Wirbelsäule, sei jedoch nicht weiter tragisch. Er bekam Schmerzmittel und wir wurden beruhigt, das sei halt altersbedingt.
Kurze Zeit danach stellten wir fest, dass er in der Nacht im Bett aufstand und stundenlang sitzenblieb, sich einfach nicht hinlegen wollte.Also wieder zum Tierarzt und dort bekam er stärkere Schmerzmittel, da aufgrund einer Untersuchung festgestellt wurde, dass die Ursache wohl in einer Wirbelsäulenverkrümmung liegen würde.Nachdem jedoch keine Besserung eintrat und unser TA in Urlaub war, haben wir unseren Kleinen einfach mit zu einem anderen Arzt genommen. Der hat den Hund erst mal komplett untersucht und dann festgestellt, dass die Wirbelsäule absolut in Ordnung war. Die nächtliche Unruhe kam daher, dass der Hund einfach zu viel Wasser im Körper hatte aufgrund einer Nierenschwäche, die jedoch einfach altersbedingt sei. Er bekam ein Entwässerungsmedikament und wirklich, der Kleine hat nachts durchgeschlafen, ist sogar langsam wieder mit spazieren gegangen.
Aber nach einiger Zeit wurde er teilnahmslos, sass auf dem Teppich und hat lange Zeit in´s Leere geblickt. Seine Beinchen sind immer öfter umgeknickt und fressen wollte er auch nicht mehr richtig. Also sind wir wieder zum Arzt und der meinte, die Nieren würden nun versagen. Er wollte Ihn an einen Tropf hängen und wieder aufpäppeln.Wir haben dann gesagt, nun sollte endlich schluss sein.Er ist nun 16 Jahre und war uns immer ein treuer Freund, doch unnötig leiden soll er nicht.Ohne viel zu überlegen, baten wir den Arzt, das Tier von seinem Leiden zu erlösen. Ich hatte den Kleinen auf dem Arm als der Arzt ihm die Spritze mit dem Schlafmitel gegeben hat und hab ihn ganz fest an mich gedrückt.Dies war der fürchterlichste Moment in meinem Leben. Der kleine ist schnell eingeschlafen und hat die zweite Spritze wohl nicht mehr gespürt. Ich bin mit dem Kleinen in seiner Tragetasche zu Fuss nach Hause gelaufen und dachte, die Welt bricht zusammen.Wir haben ihn unter Tränen im Garten begraben und an dieser Stelle einen kleinen Baum gepflanzt. Die ersten Tage nach seinem Tode waren schrecklich. Wo immer man hinsieht, überall denk man, gleich kommt er um die Ecke und will spielen.Das Schlimmste waren die Gedanken, die wir uns gemacht haben. War es richtig, dem Kleinen das Leben zu nehmen, hätte es noch eine Möglichkeit gegeben, ihm noch ein paar Monate zu geben, warum haben wir die letzte Infusion verweigert. Es ist ungeheuer schwer, sich hier ein grosses Mass an Egoismus einzugestehen. Die Vernunft sagt, mit 16 Jahren geht es bei einem Hund nunmal zu Ende. Er hat ein erfülltes Leben gehabt und wir haben eine herrliche Zeit mit ihm verbracht. Aber leiden soll er nicht. Unser erster Gedanke war, NIE WIEDER EIN TIER! 14 Tage sind wir uns treu geblieben, dann ist ein 8 Wochen alter Yorkie bei uns eingezogen, eine ganz Süsse. Heute weiss ich, das war der einzige Weg, über das Leid wegzukommen. Natürlich laufen mir noch heute Tränen über das Gesicht, wenn ich an unseren Wurzel denke und den neuen Hund ansehe und so viele Parallelen erkenne.
ich wünsche Allen, die vor der schersten Entscheidung Ihres Lebens stehen, viel Kraft und die Möglichkeit, einen neuen Hund zu finden, das hilft, über die Trauer hinweg zu kommen.


» User #10913 schrieb:

Hallo Ronchos,
ich kann dich gut verstehen. Ich habe in der letzten woche mit meinem Schäferhund, der die gleichen Herzprobleme hat wie deiner auch sehr viel durch. Ich habe mir aber "MSM" eine natürliche Schwefelferbindung im Netz bestellt. Versuch es doch mal damit. Ich kann nur sagen, das es meinem Hund wieder richtig gut geht. Ich würd das noch versuchen. lichtblick832


» User #11207 schrieb:

Naja, ich denke eigentlich immer, daß man darauf hören sollte, was der Tierarzt einem sagt. Und wenn man einen guten hat, wird der nicht noch versuchen, einem irgendwelche Therapien, Mittelchen und Operationen anraten, wenn es nicht mehr sinnvoll ist...

Aber ob man den richtigen Tierarzt hat? Da sollte man wohl wirklich auf sein Bauchgefühl hören, schließlich kennt man sein Tier besser als er.

Ich bin jedenfalls froh, daß ich bisher jedes meiner Tiere habe einschläfern lassen, was leiden mußte und nicht einfach über Nacht gestorben ist.

Ich war auch bei jedem Tier dabei bis zur Todesspritze und habe es im Arm gehalten und gestreichelt. Sei es Hund, Katze oder Maus (auch für das "Ungeziefer" habe damals Geld bezahlt, um es zu erlösen und Rotz und Wasser geheult).

Ich weiß wohl, daß viele Menschen das nicht können, aber für mich persönlich war und ist das wichtig, auch diesen Weg noch gemeinsam zu machen.

Irgendwo finde ich es auch gut, daß man bei uns auf dem Land (jedenfalls bei meinen Eltern), sein Tier, sofern man möchte, wieder mitnehmen kann, um es selber zu begraben.


» User #8250 schrieb:

das Thema ist zwar schon ein altes, aber es bleibt natürlich aktuell.

ich denke daß es immer schwierig ist, wenn man weiß man verliert vielleicht jemanden. Tortzdem muß man dann die Entscheidung treffen, und das ist natürlich schwer. Ich hab mir immer versucht, vorzustellen, daß es demjenigen danach besser geht, da wo sie dann sind. ich mußte auch einmal einen Hund einschläfern lassen, unser damals erst 2jährige Berner Senne hatte sich die Hüfte gebrochen, und der Tierarzt meinte, das könnte man zwar operieren, aber ohne garantie, daß es hält. Also habe ich entschieden, ihm die Spritze zu geben, meine jüngere Schwester und meine Mutter waren dazu in der Situation nicht in der Lage gewesen.

So etwas wollte auch ich nie mehr wieder erleben, also wollte ich keinen Hund mehr. Doch jetzt liegt ein Dobermann im Büro unter meinem Schreibtisch.

Jeder, ob Mensch oder Tier, muß irgendwann gehen. Und der Abschied fällt immer schwer, ob von Verwandten oder vom Haustier.

Ist bloß die Frage, wie man sich DESSEN Dasein nach dem Leben, das wir kennen, vorstellt.

Und wenn ich mir vorstelle, daß die 4 Hunde, die ich schon hatte, jetzt mit meinen Eltern und meinen Großeltern zusammen sind und den ganzen Tag irgendwo miteinander spielen, geht es mir doch richtig gut dabei. Und der Gedanke, daß mein jetziger Hund die alle irgendwann mal treffen wird, nimmt mir die Angst ein wenig davor, daß auch er mal nicht mehr hier sein wird...


» User #9514 schrieb:

Habe mit meinen JRT Felix auch sowas mitgemacht,
er hatte Leberkrebs und hat wie dein Hund zum scluß auch nicht mehr an seine umwelt teilgenommem,er hat kein Hundeleben mehr gehabt.
Es war für mich sehr schmerzhaft dieses mitzuerleben.
es kam irgendwann der Zeitpunkt wo ich ihm Einschläfern mußte.es ist eine schwierige Entscheidung soll ich oder hat er noch ein recht zu Leben?
es war der schwerste Schritt meines Lebens aber nach einer gewissen Zeit kommt man doch zu der Einsicht das es das einzige richtige ist.
der Hund geht über die Regenbogenbrücke und ist wieder Gesund und Fit er darf wieder Hund sein Spielen ,bellen,am Leben Teilhaben.
Ich würde es deinen kleinen Freund auch an deiner Stelle ermöglichen, er wird es dir Danken.


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