Haustiere

Hundegedichte! Kennt ihr schöne? Schreibt mit!

» User #10692 schrieb:

Dieses Gedicht hat mich sehr bewegt, ob es "schön" ist, ich weiß es nicht. Es geht darin um die damals frisch eingeführte hundesteuer...


Der Bettler und sein Hund

»Drei Taler erlegen für meinen Hund!
So schlage das Wetter mich gleich in den Grund!
Was denken die Herrn von der Polizei?
Was soll nun wieder die Schinderei?

Ich bin ein alter, ein kranker Mann,
Der keinen Groschen verdienen kann;
Ich habe nicht Geld, ich habe nicht Brot,
Ich lebe ja nur von Hunger und Not.

Und wann ich erkrankt, und wann ich verarmt,
Wer hat sich da noch meiner erbarmt?
Wer hat, wann ich auf Gottes Welt
Allein mich fand, zu mir sich gesellt?

Wer hat mich geliebt, wann ich mich gehärmt?
Wer, wann ich fror, hat mich gewärmt?
Wer hat mit mir, wann ich hungrig gemurrt,
Getrost gehungert und nicht geknurrt?

Es geht zur Neige mit uns zwein;
Es muß, mein Tier, geschieden sein!
Du bist, wie ich, nun alt und krank;
Ich soll dich ersäufen, das ist der Dank!

Das ist der Dank, das ist der Lohn!
Dir geht's wie manchem Erdensohn.
Zum Teufel! ich war bei mancher Schlacht;
Den Henker hab ich noch nicht gemacht.

Das ist der Strick, das ist der Stein,
Das ist das Wasser, – es muß ja sein.
Komm her, du Köter, und sieh mich nicht an,
Noch nur ein Fußstoß, so ist es getan!«

Wie er in die Schlinge den Hals ihm gesteckt,
Hat wedelnd der Hund die Hand ihm geleckt;
Da zog er die Schlinge sogleich zurück
Und warf sie schnell um sein eigen Genick.

Und tat einen Fluch, gar schauderhaft,
Und raffte zusammen die letzte Kraft
Und stürzt' in die Flut sich, die tönend stieg,
Im Kreise sich zog und über ihm schwieg.

Wohl sprang der Hund zur Rettung hinzu,
Wohl heult' er die Schiffer aus ihrer Ruh,
Wohl zog er sie winselnd und zerrend her;
Wie sie ihn fanden, da war er nicht mehr.

Er ward verscharret in stiller Stund,
Es folgt' ihm winselnd nur der Hund;
Der hat, wo den Leib die Erde deckt,
Sich hingestreckt und ist da verreckt.


von Adelbert v. Chamisso


» User #10797 schrieb:

Von Pablo Neruda

Mir gefällt die liebevolle Nüchternheit

Mein Hund ist gestorben!



Ich begrub ihn im Garten, neben einer alten verrosteten Maschine.
Dort, nicht weiter unten, nicht weiter oben,
wird er sich einmal mit mir vereinen.
Jetzt ist er weg, mit seiner Haarfarbe,
seiner üblen Erziehung, seiner kühlen Nase.
Und ich, Materialist, der nicht daran glaubt,
daß es den verheißenen himmlischen Himmel für irgendeinen Menschen gibt,
glaube für diesen Hund oder für jeden Hund an den Himmel,
ja, ich glaube an einen Himmel, in den ich nicht komme,
doch wo er mich erwartet, seinen Fächerschwanz schwenkend,
damit es mir bei der Ankunft nicht an Freundschaft fehle.

Ach, ich will nicht von der Traurigkeit reden,
daß ich ihn hier auf Erden nicht mehr als Gefährten habe,
ihn, der mir niemals ein Diener gewesen ist, er hegte für mich Igelfreundschaft,
die seine Unabhängigkeit wahrte, die Freundschaft eines selbständigen Sterns,
ohne überflüssige Vertraulichkeit, ohne Übertreibungen: Er sprang nicht an meiner Kleidung empor,
bedeckte mich nicht mit Haaren und Schorf,
er rieb sich nicht an meinem Knie, wie es andere, geschlechtsbesessene Hunde tun.

Nein, mein Hund schaute mich an, schenkte mir die Aufmerksamkeit,
die ich brauchte, soviel Aufmerksamkeit wie nötig ist,
um einen Eitlen begreifen zu lassen, daß er, als Hund mit diesen Augen, reiner als die meinen,
die Zeit verlor, doch er schaute mich an mit dem Blick,
der sein ganzes zotteliges Leben für mich bereithielt, sein verschwiegenes Leben
dicht bei mir, ohne mich je zu belästigen und ohne irgendwas von mir zu verlangen.

Ach, wie oft wünschte ich mir einen Schwanz,
wenn ich neben ihm ging über die Ufer der See, im Winter von Isla Negra, in der großen Einsamkeit:
Droben die Luft durchschossen von eisigen Vögeln,
und hüpfend mein Hund, truppig,
erfüllt von der wellenwerfenden Kraft elektrischer Meeresspannung,
mein streunender, schnupperseliger Hund,
hissend den goldenen Schweif im Anblick des Oceans und seiner Gischt.

Fröhlich, fröhlich, fröhlich, wie Hunde glücklich sein können,
einfach so, mit der Unumschränktheit unverschämter Natur.

Kein Adieu für meinen Hund, der gestorben ist.

Zwischen uns gibt es und gab es keine Lüge.
Er ist weg und ich begrub ihn, und das war alles.


» User #7922 schrieb:

Hallo!

Im Leben der beste freund,
beim begrüßen der Erste,
sein treues Herz
gehört ganz seinem Herrn,
er schuftet,
kämpft,
lebt und atmet nur für ihn.

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Toys


» User #10054 schrieb:

Mein Name ist Taron und ich bin ein Hund,
ihr werdet sehen, mein Gedicht ist kein Schund,
wie mein Frauchen ganz frech behauptete,
als ich mich als Dichter outete.

Mein Frauchen sah ich erstmals mit vier Wochen,
da hab ich sie abgeschleckt und an ihr gerochen,
und dadurch war mir ganz schnell klar,
dass das für mich das richtige Frauchen war.

Jetzt lebe ich in Rheinstetten in Baden,
Baden-Württemberg würden Nordlichter sagen,
Karlsruhe ist nicht weit entfernt,
diese Stadt habt Ihr sicher schon kennen gelernt.

Falls Ihrs nicht wisst, ich bin ein Schäferhund,
ein großer, weißer und bumperlgesund,
in der Schweiz heißt die Rasse Berger blanc suisse,
A/C weißer Schäferhund kennt ihr gewiss.

Ich bin ein ganz lieber und schrecklich verschmust,
mein Frauchchen sich manchmal entschuldigen muss,
wenn ich einem Menschen die Hände abschlecke
und durch meine Größe sie auch mal erschrecke.

Menschen liebe ich und vor allem Kinder,
liebe zu spielen und habe im Winter,
mit weißen Flocken meinen Riesenspaß,
wenn sie schmelzen auf meiner Nas´.

Mein Frauchen die ist auch ganz toll,
macht mir meinen Futternapf immer voll,
ich darf - sollts eigentlich gar nicht verraten,
sogar neben ihr im Bett einschlafen.

Dann kuschle ich mich ganz nah an sie,
und träume von Knochen und Katzengetier,
manchmal knurre ich auch oder zuck´ mit den Pfoten,
entschuldigt mal, das ist nicht verboten.

Mit Frauchen gehe ich auch gerne raus,
buddle in Löchern - ist da eine Maus?
Und wenn es regnet, find ichs ganz toll,
dann mach ich mich schmutzig - wundervoll.

Ich surfe auch oft durchs Internet,
und stellt Euch vor, das war besonders nett,
denn durch Zufall fand ich da
meine liebe Freundin Layla.

So Leute, das wars, hab hier viel geschrieben,
für Leute wie Euch, die Hunde lieben,
es grüßt Euch mit Heul, Wuffwuff und Wauwauchen
Euer Taron of white Friends mit seinem Frauchen.


» User #10849 schrieb:

das habe ich meinem Arco gewidmet und ist auch von mir :

Für dich Arco

Du legst deinen Kopf auf meinen Schoss.
Deine Augen schauen mich an ganz gross,
die sagen mir ,Weine nicht,ich bin da
wirfst einen Blick mir zu,
voller verständniss und geduld...
keiner mir was tut,
meine Seele leg ich dir an Herz,
und empfinde bei dir keinen Schmerz,

dafür danke ich dir mein Herz..
(c)by N.T.


» User #11912 schrieb:

Für unserern süßen Benny..

Ich bin Benny der kleine Labrador
und ich mache gar niemandem was vor...
ich bin ein ganz ganz toller Hund...
mit mir da geht´s so richtig rund..


Bi Ba Benny Benny Benny Wuff
Bi Ba Benny Benny Benny Wuff

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» User #12034 schrieb:

Ich weiß noch genau die Stunde, als du kamst in unsere Runde.

Schautest alle einzeln an. "Diesen nehm' ich", sagtest du dann

Hochgenommen auf den Arm, ach, bei dir war's so schön warm.

Der Geruch, der war mir neu und ich dachte voller Scheu:

"Was kommt jetzt wohl auf dich zu?"
die Frage ließ mir keine Ruh.

Ab ins Auto, schon ging's los, wohin komme ich denn nun bloß?

Hoffentlich war diese Fahrt schnell vorbei, mir war so schlecht und alles einerlei

Denn vor Angst konnt' ich nur beben, später auf den Teppich ging der Segen.

Ins Körbchen setztest du mich nun, sollte mich dort richtig ausruhn

Neugierig sah ich mich um, ach es war doch auch zu dumm.

Keiner war zum Spielen da, und nun wurde es mir klar:

jetzt bist du doch ganz alleine hört denn keiner, dass ich weine?

Dann kamst du ins Zimmer rein, sprachst ganz ruhig auf mich ein.

Mein ganzer Kummer war schnell verflogen, sie waren weg nun, meine Sorgen.

Es war als hätte ich geträumt, nun hatte ich einen großen Freund.

Viele Jahre sind wir nun zusammen, gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen.

Meine Beine wollen heut oft nicht mehr, das Laufen fällt mir gar oft schwer.

Ich will es nun doch einmal wagen und es dir hier ganz offen sagen:

Wenn mein Herz mal nicht mehr schlägt, großer Kummer dich bewegt.

Einen Trost in deinem Leid: sie war schön mit dir, die Zeit!

Denke dann in stillen Stunden, wieviel Liebe uns verbunden.

Einer war für den andern da und zudem war es immer klar:

Eine Liebe, rein wie das Licht,
Mein Herz, das schlug doch nur für Dich.

(Verfasser unbekannt )

Dies hab ich meiner treuen Hündin Babsi gewidmet, es war bei ihr genauso, als wir sie damals abgeholt haben , aus dem Tierheim und es war so ihr ganzes Lebne lang. Treues Mädchen!


» User #12232 schrieb:

Für unseren Tauben "Gino"
Ich habe dieses wunderschöne Gedicht bei Taube Hunde im Internet gefunden .

Ich bin taub, doch stört`s mich nicht,
hab ja noch mein Augenlicht
und `ne Nase, die mich führt,
die Gefahr und Liebe spürt.
Meine Beine sind OK
und mir tut auch sonst nichts weh.
Ja, ich würd alles dafür geben,
daß all meine tauben Freunde dürfen leben.

((A.Schweitzer)



Viele Grüße
Stefanie


» User #12905 schrieb:

Die Regenbogenbrücke


Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
Auf dieser Seite liegt ein Land
mit Wiesen, Hügeln und saftigem Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken
und es ist warmes, schönes Frühlingswetter.

Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen,
die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen,
bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
Die Füße tragen es schneller und schneller.
Es hat dich gesehen!

Und wenn du und dein besonderer Freund sich treffen,
nimmst du ihn in deine Arme und hältst ihn fest.
Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder,
und du schaust endlich wieder in die Augen deines geliebten Tieres,
das so lange aus deinem Leben verschwunden war,
aber nie aus deinem Herzen.

Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens,
und ihr werdet nie wieder getrennt sein ...


Autor:
Verfasser unbekannt.

Ich hoffe auf ein Wiedersehen mit meinen verstorbenen Freunden. Darum gefällt mir dieses Gedicht so gut.

LG Doris


» User #12905 schrieb:

Ein guter Hund stirbt nie

Ein guter Hund stirbt nie -
er bleibt immer gegenwärtig.
Er wandert neben Dir an kühlen Herbsttagen,
wenn der Frost über die Felder streift
und der Winter näher kommt,
sein Kopf liegt zärtlich in Deiner Hand
wie in alten Zeiten.
[Mary Carolyn Davies]


auch dieses habe ich zum Trost beim Tod meines Westies Max erhalten.

LG Doris


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