Haustiere

Nervige Hundehasser - Teil 2

» User #471 schrieb:

Hallo ihr Lieben,

ich habe das Glück einen Tier- und Hundehasser in der Familie zu haben. O-Ton meiner Stiefmutter "na Du hast Dein Haus ja jetzt versaut mit den Tieren, das will keiner mehr kaufen oder mieten (Hund und Katzen; das Haus ist ein Jahr alt)" oder auch "beißt der auch den Leuten die Kehle durch" als wir uns zu einem Spaziergang in der Stadt (natürlich mit Lucca) getroffen haben. Bei soviel Blödheit fällt mir nix mehr ein und ich reduziere den Kontakt auf ein Minimum.

Grüßle, Anouc


» User #4762 schrieb:

Hallöchen!
Ja, ja... Ich kämpfe momentan damit:
Alle großen schwarze Hunde beißen!
Wenn ich den Satz höre, meistens von älteren Damen und Herren, schau ich sie ganz lieb an und erkläre ihnen, dass mein Hund nur Frischfleisch mag und nicht an Lebensvergiftung sterben möchte. Und gehe!
Was Deine Schwiegermutter betrifft:
Warum sagst Du ihr nicht klar und eindeutig, dass er schon 20 Tausend Leute die Kehle durchgebissen hat und wenn sie mit ihren blöden Unterstellungen nicht aufhört, die nächste ist?
Kann sowas gar nicht verstehen!
Ein Leben ohne Tier ist ein Leben ohne Wärme!
Liebe Grüße Michi


» User #3194 schrieb:

Mich haben mal ältere Leute gefragt, ob mein schwarzer Pflegelabbi einer der gefährlichen Rottweiler ist. Als ich sagte, nein ein gefährlicher Labrador, meinten sie, och die sind ja ganz ungefährlich.
Es gibt etwas im Menschen, das Fremde erstmal ablehnt. Aber das so ein rassischtes Denken jetzt auf Hunde übertragen wird?
Wie man zum Hundehasser wird: Hab mal in einem Haus gewohnt, in dem sich die unten wohnende Familie als sehr problematisch rausstellte. Zum Schluß hatten sie 4 vernachlässigte Hunde, durch die meine Lebensqualität sehr beeinträchtigt wurde. Mit den Leuten reden und nach Lösungen suchen hat nichts gebracht.
Ich war wirklich oft sehr wütend auf die Tiere, wer weiß vielleicht auch deswegen, weil ich durch die Situation immer mehr zum Hundehasser und auch Kinderhasser mutierte, zumindest auf die von meiner Vermieterin. Und ja, wär es ein Mietshaus gewesen, hätte ich mich bei der Hausverwaltung beschwert und mit Mietminderung gedroht. In meinem Haus ging das nicht und Mietminderung hätte nur die arme Oma betroffen, die eh alles menschenmögliche tat, damit es für uns besser wird.
Also musste ich, vor allem am Wochenende immer wieder im Schlafanzug raus und die aufgbracht, sich selbst überlassene Hundemeute zur Ruhe rufen. Fragt mich nicht, wie oft ich die Viecher zum Teufel gewünscht habe!


» User #4762 schrieb:

Hallo!
Ich glaube nicht, dass es rassistisch gemeint ist, sondern etwas mit Hören und Lesen und Sagen und Urängsten zu tun hat.
Hab hier eine 5jährige, die auch mit ihren Urängsten kämpft! Licht an im Dunkeln usw. Jetzt hat sie ihren kleinen Beschützer, unseren Kater Rocco.
Mir ist in meinen Leben immer wieder aufgefallen, dass man immer die Wahl hat, sich seinen Ängsten zu stellen oder davor wegzurennen. Die meisten rennen lieber und bleiben bei ihren Standpunkten. Verstehen tu ich es nicht.
Ich bin so ein Mensch, ich will es wissen. Ich will verstehen. Wenn ich jemanden kennenlernen, egal, wer das ist, dann will ich wissen, was ist das für ein Mensch oder ein Tier. Wo liegen unsere Gemeinsamkeiten und Unterschiede finde ich einfach nur interessant. Man kann immer nur dazu lernen und dass ist spannend.
Mastinos z. B. groß und mächtig und haben keinen "guten" Ruf. Ich finde diese Hunderasse einfach nur interessant und bin neugierig. Allerdings traue ich mir persönlich nicht zu, mit so einem großen Hund leben zu können. Es sind ja Riesen! Offen sein für Neues, Gerüchten auf den Grund gehen, seine Ängste sich stellen, dass find ich einfach nur toll und aufregend.
Ich habe tiefes Mitleid mit Menschen, die mit Vorurteilen behaftet sind, dass nichts mehr wirklich von diesen Menschen da ist. Sie verpassen sovieles in ihren Leben - find ich.
Liebe Grüße Michi


» User #5617 schrieb:

Hi, also das kenn ich nur allzugut die rumpöplerrei, ledoch nur von ganz ganz wenigen welchen ich immer ein müdes lächeln schencke! Ich denke bei der *** kommt es drauf an wo man wohnt, ich würde das zeug nie bei uns aufheben, ich wohne in einem kleiner dorf um welches überall zick hektar wiese ist da würd ich meinen zweien doch nicht hinter her rennen und die kake aufheben...!


» User #5571 schrieb:

Hallo

Ich muß Duke recht geben. Die Hundehasser sind nicht da, sie werden gemacht. Durch die Medien werden verschiedene Rassen "gefährlich" gemacht!
Vor 20 Jahren gab es noch keine Diskussion über Rotti , Pitt und Co. Heute im Zeitalter der Hundereform sind das die gefährlichen Hunde! Und die Hundehasser sind meiner Meinung nach Menschen die ANgst haben. Aber Ängste gibt man nicht zu darum sagt man: "Ich hasse Hunde".Und bei jeder Horrornachricht werden diese Leute in ihrem Denken bestätigt obwohl sie teilweise noch nicht mal die Hunde von einander Unterscheiden können.
Unser Hovawart Sammy ist schwarzmarkend. Er hat eine Schulterhöhe von 74 cm und wiegt ca 50 kg. Was glaubt ihr wie oft er als Rotti bezeichnet wird! Immer... Dialog neulich beim Spaziergang : Älterer Mann mit Jagdhund :Oh das ist aber ein riesiger Rottweiler warum trägt der keinen Maulkorb? Der ist bestimmt bissig, ich kenne diese Hunde!
Ich : Nein ... Er unterbrach mich : ...doch doch...Rottis sind gefährlich... und sie müßen ihm einen Maulkorb anziehen. Ich bin schon lange Hundekenner .Mir platz der Kragen : Wenn sie Rottis kennen , dann müßten sie wissen, daß ich keinen Rotti an der Leine habe!Nachdem er dann meinte es sei aber Rotti drinn...sagte ich nur es sei ein reinrassiger Hovawart aber der könne auch beissen wenn er wollte! Ich ging weiter...Manchmal kot... es einen an!
Wieder ein anderes mal wird Sammy für einen Gordon Setter gehalten ...das sind dann die nicht Hundehasser!Gerade bei relativ unbekannten Rassen wie der Hovawart kann man ganz deutlich diese Beobachtung machen. Farbe und Fell stimmt : Ist ein gefährlicher Hund!
Da sieht man schon das viel hineininterpretiert wird je nach Ansicht der Dinge und Einstellung.
Auch wurden wir mit unseren dreien , Altdeutsche Schäferündin , Schäferhund und Hovi ,schon als mehr oder weniger "asozial" bezeichnet!Man sieht , der Hass geht vom Hund auf den Hundebesitzer über. Meine Antwort demjenigen gegenüber war folgende: "Wir sind keineswegs "asozial" Unsere Finanzen stimmen,wir können uns die Hunde leisten, wir besitzen ein großes Haus einen riesen Garten.Die Hunde und wir sind sauber und gepflegt und wir sind einfach nur Hundeliebhaber. So wie manche nicht genug Kinder haben können so können wir eben nicht genug Hunde haben. Ausserdem seien die Hunde mir lieber als manche Menschen. SIe sind einfach objektiver und ohne Vorurteile." Das saß und ich hatte meine Ruhe.

Gruß
Helga


» User #3194 schrieb:

Unser Sicherheitsbedürfnis ist auch sehr gestiegen, da haben Tiere mit scharfen Zähnen keinen sehr guten Platz mehr in unserer Gesellschaft.
Früher haben die Menschen viel mehr riskiert, heutzutage steigt kaum einer mehr ohne Fahrradhelm auf das Rad. Gleichzeitig können wir mit Gefahren weniger gut umgehen und reagieren dann oft falsch.
Eins der schönsten Dinge im Ausland sind für mich Sachen, die hier undenkbar wären, z. B. auf einem Passagierboot aufs Dach steigen und sich den Wind um die Nase pfeifen lassen. Das ist für mich ein Gefühl der Freiheit. Wär bei uns schon versicherungstechnisch unmöglich und das ist auch gut so, denn wir sind zum Großteil schon solche Bewegungstrottel, das Unfälle vorprogrammiert sind.
Aber Gefahr gehört doch zum Leben dazu und darauf zu reagieren lässt mich mehr spüren, das ich noch lebe!
Ansonsten müssten wir vielleicht die armen Hunde gebisslos züchten. Hab sogar mal einen Boxer gesehen, der ist ohne Zähne geboren worden, der sah vielleicht lustig aus! icon_smile.gif
Mir sind jedenfalls die Hunde mit Zähnen lieber, so wie der Volksmund sagt: "Lebe wild und gefährlich".
Pura vida!
Corinna


» User #4762 schrieb:

Hallo!
Vor allem haben unsere "Vorfahren" die Hunde nicht vermenschlicht! Jäckchen anziehen von Klaus... oder Schühchen oder so ähnlich.
Das mit dem Sicherheitsbedürfnis:
Ok, find ich aber relativ. Ein Kind, dass nie in seinen Leben auf einen Baum klettern durfte, wird nie wissen, wie toll das ist.
Es gibt ein ganz prima Buch:
Gute Mädchen kommen in den Himmel! Böse überall hin!
Dort werden einige Mechanismen beschrieben, warum eine Frau sanfter mit ihrer Umwelt umgeht und wie man das ganz leicht ändern kann. Auf das Sicherheitsbedürfnis gemünzt: Man muss einfach irgendwo ein Lauser bleiben.
Als ich vor 10 Jahren von Deutschland die Nase voll hatte, gescheiderte Ehe, dumme Verwandtschaft-kleinkarriert und sowas von borniert - packte ich ein paar Sachen und verbrachte 6 Monate auf La Gomera in einer Höhle. Lagerfeuer, "Futterbeschaffung" inkl. icon_smile.gif Hier konnte ich mich auf das besinnen, was mir wirklich wichtig war. Neugierig bleiben, mal was riskieren, gegen den Strom einfach mal schwimmen.
Heute bin ich Unternehmerin, trage Verantwortung, muss jeden Tag was riskieren und es macht Spaß.
Will nur damit sagen, es liegt doch an jeden selbst. Hunde ohne Zähne wäre genauso unsinnig wie Autos ohne Motoren.
Man muss sich immer bewußt sein, es sind Tiere, es bleiben Tiere und sie handeln aus Instinkt und nicht aus irgenwelchen menschlichen Gefühlsdusselleien.
Sie handeln, sie denken nicht stundenlang über die Konsequenzen nach und das muss man einfach beachten.
Leute, die Leute anmotzen, weil sie einen großen Hund an der Leine haben, haben ganz andere Probleme. Sind meistens irgendwo sowas von frustriert und wir Hundehalter sind doch das Objekt an sich, wo man sich so richtig mal austoben kann.
Für mich sind nicht unsere Hunde gefährlich, für mich ist der Mensch die tickende Zeitbombe.
Liebe Grüße Michi


» User #3194 schrieb:

Ja, La Gomerra und die Höhlenbewohner kenne ich auch.
Das Hund heutzutage oft zu verhätschelt werden, bzw. nicht ihrem Wesen gerecht gehalten werden sehe ich auch so.
Ich denke es ist manchmal schwieriger dem Familienmitglied Hund gerecht zu werden, als einem Arbeitshund. Denn als Familienmitglied wird er oft wie ein menschliches Mitglied behandelt und man vergisst, das ein anderes Lebewesen, mit anderer Wahrnehmung vor einem steht. Im Grunde zeigt es die große Anpassungsfähigkeit und Intelligenz unserer SoFas, wenn sie dieser Aufgabe gerecht werden.
Sich seiner Instinkte wieder bewusst werden, ist mein liebstes Hobby, vielleicht mag ich Tiere deswegen so, das sie mir ein Leben, eine Wahrnehmung auf anderer Ebene zeigen.
Eines meiner schönsten Wochenenden war, als ich mir die Labbihündin ausleihen durfte und wir (3 Menschen, 1 Hund) an die Ammer gezogen sind, Wildcampen. Ich bin sicher auch für die Hündin war es einer ihrer schönsten Wochenenden. Den ganzen Tag im Wasser plantschen, so wie Gott uns schuf, Feuer machen, Staudämme und an unserem (schon seit Jahren festen)Unterschlupf bauen und Nachts durfte der Hund zu unseren Füßen schlafen.
Wollte ich an der Ammer ihre Aufmerksamkeit und Befehle durchsetzten, hat sie mich nur dumm angeschaut, nach dem Motto, was willst Du denn, hier ist doch keine Gefahr. Nur wenn doch mal andere Menschen kamen, dann hat sie sich wieder nach mir orientiert.
Sie ist nämlich gar nicht immer so leichtführig, die Dame, nach Monty Roberts haben wir einen Vertrag abgeschlossen und sie kennt die Regeln ganz genau. Wenn ich den Vertrag nicht einhalte, z. B. sie mal nicht ins Wasser lasse, dann bockt sie so, das ich den 30 Kilo Hund wegtragen müsste. Wenn es keinen Grund für Befehle gibt, dann stellt sie die auch in Frage und ich merkte, an der Ammer, das es mir nur darum ging mich selbst zu bestätigen. Nur blöd, das der Hund mich manchmal besser kennt als ich mich selber. icon_wink.gif


» User #8250 schrieb:

Etwas spät vielleicht, aber ich will auch was sageeennn.

Ich wohne in der Türkei. Hier sind Hunde nix wert, Straßenköter werden durch regelmäßiges Auslegen von Gift auf Gehwegen u.ä. "ausgerottet".

Ich habe IMMER eine Ka.c.ki-Tüte dabei. Mein Hund ist sauber, sein Fell glänzt in vielen Farben, deutsche Touristen bleiben manchmal auf der Straße stehen und sagen.."warte mal eben, ich will mir den schönen Dobermann mal kurz ansehen..".

99,8% aller Türken haben eine Heidenangst vor Hunden.

Hundesteuer 0, Tierarzt-Versorgung nahezu perfekt. Kundschaft des TA: Fast nur Europäer. Deutsche ältere Damen haben hier so ne Art Hundeheim eröffnet, schon vor Jahren, um "Straßenkötern" und mißhandelten Hunden eine Mahlzeit geben zu können.

Finanzieren es selbst und durch Spenden.

Wenn ich durch die Stadt gehe (IMMER mit Leine), wechseln die Menschen die Straßenseite. Bin ich nicht stolz drauf, aber ist mir relativ egal. Ich muß meinen Hund erziehen, nicht die Menschen. Auf jeden Fall wird bei mir NIE eingebrochen, da bin ich mir sicher...

Leute ich trete auch nicht gerne in Ka..cki, wer macht das schon?

Also machts doch einfach weg, im Klo spülen wir doch auch, oder...?


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