Haustiere

Zeckenmittel bei Kamerunschafen?

» User #12976 schrieb:

Wir haben seit diesem Jahr Kamerunschafe. Das erste mal. http://forum.yellopet.de/album_page.php?pic_id=24841
Sie sind recht zahm und lassen sich streichel. Gestern ist mir dabei aufgefallen, dass sie strak von Zecken (Holzböcken) geplagt sind.


Ich habe schon mal die Verpackungsbeilage der Floh- und Zeckenhalsbänder für Haustiere durchgelesen. Darauf steht, dass man sie bei keinem Tier anbringen darf, dass Verzehr gedacht ist.

Gibt es etwas anderes? Und sollten wir überhaupt etwas tun? Denn die normalen Wollschafe bekamen nichts dagegen.
Ich gebe zu, ich bin Neuling als Bauer. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Plage die Gesundheit der Tiere nicht angreift.

LG,
Nic


» User #15390 schrieb:

Hallo,
Du kannst Dir vom Tierarzt "Butox" geben lassen, das ist ein pour-on-Präparat extra für Schafe und Rinder. Wirkt gegen alle Ektoparasiten.
Weil Schafe - wie Du ja schon bemerkt hast - "Lebensmittel liefernde Tiere" sind, gelten allerdings besondere Bestimmungen (egal ob man die Schafe tatsächlich schlachtet oder nicht):
Du bekommst vom TA einen sogenannten "tierärzlichen Abgabebeleg" (=ein Zettel, auf dem steht, welches Medikament er Dir gegeben hat, und für welches Tier), damit weist der TA nach, daß er keine Medikamente schwarz verkauft, und Du mußt den Beleg mindestens 5 Jahre aufbewahren (damit weist DU nach, daß Du Deinen Tieren keine illegalen Medikamente gegeben hast).
Und Du mußt die Anwendung des Mittels zusammen mit den Ohrmarkennummern der behandelten Tiere in euerm Bestandsbuch vermerken. Nur so kann "jederzeit jeder nachvollziehen, welche Tiere mit welchen Medikamenten behandelt worden sind. (Verbraucherschutz heißt das dann ... )

Der Befall mit Ektoparasiten gilt als "vermeidbares Leiden" - also bist Du als Tierhalter verpflichtet, die Schafe zu behandeln. Auch normale Schafe auf Profi-Betrieben bekommen (immer nach dem Scheren) entweder ein Pour-On-Mittel, oder eine Spritze, unbehandelte Schafe leiden ganz erheblich (unter den Stichen und viel mehr unter dem Streß).

Grüße
Brigitta